Maxime Vachier-Lagrave und Bibisara Assaubayeva sind die Blitz-Weltmeister 2021

von André Schulz
30.12.2021 – Durch einen Sieg im Stichkampf über Jan-Krzysztof Duda gewann Maxime Vachier-Lagrave den Weltmeistertitel im Blitzschach. Der Frauen-Weltmeistertitel ging an die 17-jährige Kasachin Bibisara Assaubayeva. | Fotos: Rafał Oleksiewicz, Anna Shtourman (FIDE)

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Mit dem ersten Tag bei der Blitz-Weltmeisterschaft wird Titelverteidiger Magnus Carlsen kaum zufrieden gewesen sein. Er startete weltmeisterlich, mit vier Siegen, kassierte dann aber zwei Niederlagen. In Runde 9 gab es noch eine Niederlage gegen Mamedyarov und in Runde 12 gab Carlsen sein einziges Remis gegen den jungen indischen Großmeister Arjun Erigaisi ab.

8,5 Punkte bedeuteten Platz 8 mit 1,5 Punkten hinter dem Führenden Levon Aronian. Das ist ein Rückstand, den man an einem guten zweiten Tag durchaus noch aufholen kann.

Knapp 180 Spieler nehmen an der Blitz-Weltmeisterschaft im offenen Turnier teil und einiger der Spieler, die mit ihrer klassischen Elo nicht Weltspitze sind, sind dennoch sehr starke Blitzer. Das bekommen auch die Topspieler zu spüren, die im klassischen Schach oben stehen. Hier aber nicht unbedingt. Caruana lag mit 7 Punkten beispielsweise nach dem ersten Tag "nur" auf Platz 52. Richard Rapport mit gleicher Punktzahl auf Platz 53.

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Der zweite Spieltag begann mit einer einstündigen Verzögerung. Der Grund dafür war ein gründlicher Corona-Test aller Spieler, nachdem Hikaru Nakamura positiv getestet worden war.

Der US-Großmeister war in der Setzliste mit seiner Blitz-Elo die Nummer zwei hinter Carlsen, hatte am Ende des ersten Tages wie Carlsen 8,5 Punkte gesammelt und lag auf Platz 13. Das Turnier konnte Nakamura nun nicht mehr weiterspielen. Die FIDE und die Turnierleitung empfahl allen Spielern, auch während der Partien Masken zu tragen.

Magnus Carlsen begann den zweiten Spieltag mit einem Sieg über Parham Maghsoodloo und sprang mit diesem Punktgewinn auf den zweiten Platz, als wertungsbester Spieler einer sechsköpfigen Verfolgergruppe mit 9,5 Punkten. Damit war die "Hausse" des Weltmeisters aber auch schon wieder vorbei. Nach einem Remis gegen Martirosyan verlor Carlsen gegen Anish Giri und dann in der nächsten Runde gegen Alexander Grischuk.
 

 

[Nach langer schwarzer Rochade war in einer Anti-Berliner Spanischvariante diese scharfe Stellung mit Königsangriffen auf beiden Seiten entstanden. Vor dem weißen König gibt es schon offene Linien, vor dem schwarzen König noch nicht.]

18.Db3 Thg8 19.Lg3 [Möglich war 19.Tfb1 und nach 19...Le6 20.Sc4 Dg7 21.g3 Dg4 kommt Weiß zuerst. 22.b6 cxb6 23.axb6 a6 24.Txa6 bxa6 25.Da4 Lxc4 26.Dxc4 mit entscheidenden Drohungen.]

19...Le6 20.Da4 [20.Sc4!?]

20...Tg4 [Droht h4.]

21.Sh2 [Die beste Chance war 21.b6 cxb6 22.a6]

21...Tg7 22.Sdf3 [22.b6 ist jetzt nicht mehr so kräftig: 22...cxb6 23.a6 c4 24.axb7 a5 25.Sxc4 Sc5 26.Db5 Lxc4 27.Dxc4 Df7]

22...Tdg8 23.Sh4 c4 [Räumt das Feld für eine Figur.]

24.dxc4 Sc5 25.Dc2 Df7 26.b6 cxb6 [26...Lxc4!?]

27.axb6 a6 28.Tfd1 Le7

 

29.Td5 [Noch ein geistreiches Qualitätsopfer, um das Feld f5 freizukämpfen, aber die Partie ist verloren.]

29...Lxd5 30.cxd5 Ld8 31.Sf5 Tg6 32.Sf3 Dd7 33.S3h4 Tg4 34.Sh6 Sxe4 35.Sxg8 Sxg3 36.fxg3 [36.Sxf6 Lxf6 37.fxg3 war etwas zäher.]

36...Lxb6+ 37.Kh2 Txg8 38.Tb1 Lc5 39.c4 Dg4 40.Tb3 e4 41.Db2 [Weiß kommt nun auch zum Angriff, aber die Schwäche des Feldes g3 entscheidet letztendlich.]

41...Ld6 42.Txb7+ Ka8 43.Tb3 Lxg3+ [Eine sehr spannende Partie!] 0–1

Nach Runde 16 war der Titelverteidiger auf Platz 18 zurückgefallen und mit drei Punkten Rückstand bei fünf ausstehenden Runden aus dem Titelrennen praktisch raus.

Levon Aronian verteidigte unterdessen seine Führung mit einem Sieg über Bassem Amin, zwei Remis gegen Erigaisi und Nepomniachtchi und einem weiteren Sieg über Anish Giri. Nach 16 Runden führte der inzwischen unter US-Flagge spielende Armenier mit 13 Punkten vor Daniil Dubov (12), der sich auf den zweiten Platz vorgekämpft hatte und Arjun Erigaisi (11,5).

Der Mitarbeiter besser als sein Chef: Dubov und Carlsen

Rasmus Svane, der am ersten Spieltag einige Spitzenspieler besiegt hatte und sich in der Tabelle zeitweilig in der Spitzengruppe bewegt hatte, war mit einer Niederlage gegen den jungen starken Usbeken Javokhir Sindarov in die Halbzweit geschickt worden und startete die zweite Turnierhälfte mit einer Niederlage gegen Luca Moroni. Dann hatte sich der beste Schachspieler Norddeutschlands wieder gefangen und kam in den nächsten vier Runden auf 3,5 Punkte.

 

26...Lxh3 27.gxh3 Dxh3 28.Lf4 [Sonst gewinnt Te4–g4]

28...Se4 29.Lxc7 [29.Dc1 Dg4+–+]

29...Sxd2 30.Txd2 [Mit drei Leichtfiguren für die Dame, aber der weiße König steht zu offen.] 30...Te4 31.Lg3 Tae8 32.Sc2 Te2 33.Txe2 Txe2 34.Sfd4 Te4 35.Sf3 Dg4 36.Kg2 Te2 37.Se3 De4 38.Sf1

 

38... g5 39.S1h2 g4 40.Sxg4 Dxg4 [Zwei Leichtfiguren für die Dame.]

41.Td1 De4 42.Td4 De6 43.Tf4 Txb2 44.Sd4 Dd7 45.Sf5 De6 46.Tg4+ Kh7 47.Tf4 Txa2 48.Sd4 Dg6 49.Sf3 f6 50.Sh4 Df7 51.Sf5 Te2 52.Tg4 Te4 53.Lf4 h5 54.Th4 Dg6+ 55.Sg3 Kg8 56.Kf3 Tc4 57.Sxh5 Txc3+ 58.Le3 d4 59.Txd4 Dxh5+ [Eine Leichtfigur für Dame und zwei Bauer. Weiß gab auf.] 0–1

Nach 17 Runden hatte Rasmus Svane 11 Punkte, genauso viele wie Carlsen, allerdings mit schlechterer Zweitwertung.

Nach Runde 18 gab es einen Führungswechsel. Levon Aronian unterlag in Runde 17 Maxime Vachier-Lagrave, der sich langsam , aber stetig nach oben gekämpft hatte, und in Runde 18 auch noch Haik Martirosyan. Dubov zog nun mit einem Sieg über Jan-Krzysztof Duda an Aronian vorbei.

Die Ergebnisse der folgenden zwei Runden sorgten dann für maximale Spannung vor der Schlussrunde. Nach der 20. Runde lagen nicht weniger als sechs Spieler punktgleich mit 14 Punkten an der Spitze. Levon Aronian hatte hauchdünn die bessere Drittwertung gegenüber Daniil Dubov. Es folgten Vladislav Artemiev, Jan Krzysztof Duda, Maxime Vachier-Lagrave und Alireza Firouzja. Auf Platz sieben lag Magnus Carlsen mit einem halben Punkt weniger.

Levon Aronian verlor nun gegen Alireza Firouzja. Jan-Krzysztof gewann gegen Vladislav Artemiev. Und Maxime Vachier-Lagrave besiegte Magnus Carlsen. Daniil Dubov und Anish Giri trennten sich remis.

Damit lagen Maxime Vachier-Lagrave, Jan-Krzystof Duda und Alireza Firouzja nach 21 Runden mit 15 Punkten auf den Plätzen eins bis drei. Das Reglement ist ja schon aus der Schnellschachweltmeisterschaft bekannt. Duda und Vachier-Lagrave bestritten als Wertungsbeste einen Stichkampf. Firouzja hatte die Karte gezogen, die ein Schiedsrichter aus der Gesäßtasche zieht. Carlsen kommentierte das Geschehen auf seinem Twitter-Account auf ironisch-sarkastische Weise.

Die beiden regulären Stichkampfpartien endeten remis. Maxime Vachier-Lagrave gewann dann die entscheidende finale Partie* und damit den Weltmeistertitel im Blitzschach.
 

Rasmus Svane konnte in den letzten drei Runden nur noch einen halben Punkt gewinnen und fiel mit 12,5 Punkten auf Platz 29 zurück. Auch Alexander Donchenko holte 12,5 Punkte und wurde 34ter. Matthias Blübaum kam als drittbester Deutscher auf 11 Punkte (Platz 76).

*(Nicht Armageddonpartie, wie hier ursprünglich stand, Danke für die Hinweise im Kommentar.) 
 

Stand nach 21 Runden

Rg. Name Pkt.  Wtg1 
1 Vachier-Lagrave Maxime 15,0 244,0
2 Duda Jan-Krzysztof 15,0 242,0
3 Firouzja Alireza 15,0 237,0
4 Dubov Daniil 14,5 253,5
5 Aronian Levon 14,0 256,0
6 Mamedyarov Shakhriyar 14,0 249,5
7 Artemiev Vladislav 14,0 245,0
8 Sindarov Javokhir 13,5 259,0
9 Fedoseev Vladimir 13,5 258,5
10 Oparin Grigoriy 13,5 256,0
11 Martirosyan Haik M. 13,5 252,5
12 Carlsen Magnus 13,5 252,0
13 Kravtsiv Martyn 13,5 250,5
14 Grischuk Alexander 13,5 248,5
15 Kobalia Mikhail 13,5 247,5
16 Giri Anish 13,5 247,5
17 Alekseenko Kirill 13,0 247,0
18 Vidit Santosh Gujrathi 13,0 238,5
19 Nihal Sarin 13,0 236,0
20 Sarana Alexey 13,0 234,5
21 Mamedov Rauf 13,0 225,0
22 Dreev Aleksey 13,0 225,0
23 Quparadze Giga 13,0 223,0
24 Erigaisi Arjun 12,5 252,0
25 Nepomniachtchi Ian 12,5 249,0
26 Muradli Mahammad 12,5 247,0
27 Amin Bassem 12,5 245,5
28 Maghsoodloo Parham 12,5 242,5
29 Svane Rasmus 12,5 236,5

179 Spieler

Partien

 

Tiebreak
 

 

 

Frauenturnier

Bei der Blitzweltmeisterschaft der Frauen war Bibisara Assubayeva als Spitzenreiterin in die zweite Turnierhälfte gegangen. Die Frauen spielten ihr Turnier über 17 Runden nach Schweizer System. Assaubayeva erhöhte ihren Vorsprung auf zwei Punkte nach 14 Runden. In Runde 15 verlor sie gegen Kateryna Lagno. Nach ihrem Sieg über Aleksandra Goryachkina stand die 17-jährige aber eine Runde vor Schluss als Weltmeisterin fest. Ein Remis in der Schlussrunde reichte zum Gewinn des Titels mit 1,5 Punkten Vorsprung.

Bibisara Assaubayeva ist Blitzweltmeisterin

Alexandra Kosteniuk gewann Silber, Valentina Gunina Bronze vor der punktgleichen Polina Shuvalova.

Elisabeth Pähtz kam mit 11 Punkten als 12te ins Ziel. Annmarie Mütsch belegte mit 10 Punkten Platz 25. Marta Michna wurde mit 9,5 Punkten 34te.

Marta Michna freute sich, wieder in ihrem Geburtsland zu spielen

Endstand

Rg. Name Pkt.  Wtg1 
1 Assaubayeva Bibisara 14,0 170,0
2 Kosteniuk Alexandra 12,5 157,5
3 Gunina Valentina 12,0 173,0
4 Shuvalova Polina 12,0 167,5
5 Koneru Humpy 11,5 168,5
6 Buksa Nataliya 11,5 167,5
7 Dzagnidze Nana 11,5 156,5
8 Goryachkina Aleksandra 11,0 166,5
9 Muzychuk Anna 11,0 161,0
10 Lagno Kateryna 11,0 156,5
11 Stefanova Antoaneta 11,0 152,0
12 Paehtz Elisabeth 11,0 148,5
13 Girya Olga 11,0 144,5
14 Vaishali R 10,5 168,5
15 Mamedjarova Zeinab 10,5 155,5
16 Gaponenko Inna 10,5 149,0
17 Bodnaruk Anastasia 10,5 147,0
18 Kulon Klaudia 10,5 145,5
19 Zatonskih Anna 10,5 144,0
20 Abdumalik Zhansaya 10,0 170,0
21 Salimova Nurgyul 10,0 159,5
22 Socko Monika 10,0 159,0
23 Muzychuk Mariya 10,0 155,5
24 Injac Teodora 10,0 147,5
25 Muetsch Annmarie 10,0 144,5

105 Spielerinnen

Partien

 

 

Turnierseite...

Ergebnisse bei Chess-results...


André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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Karl Hackenmeier Karl Hackenmeier 31.12.2021 10:02
Hier wird ja jeder Furz oberklinisch korrekt gelöscht, weil heutzutage Haltung mehr zählt als Hirn.
Ich denke, darauf hat sich der User Sturmaske bezogen: "Die beiden regulären Stichkampfpartien endeten remis. Maxime Vachier-Lagrave gewann dann die entscheidende finale Partie* und damit den Weltmeistertitel im Blitzschach." Ursprünglich stand da im Artikel, es wäre eine Armageddon-Partie gewesen, die den Entscheid herbeiführte. Das würde dann redigiert. Warum dann der User angepöbelt werden darf, weiß der Geier. Die Moderation hat immer recht. Wie im real existierenden Sozialismus. Passt schon.
Riddler Riddler 31.12.2021 09:14
@Sturmmaske: Es hat doch auch niemand behauptet, dass jemand anderes außer MVL Blitzweltmeister der Herren ist.
Sturmaske Sturmaske 31.12.2021 06:02
@Chase the sun , der Oberdödel scheinen Sie hier zu sein. Vielleicht sollten Sie sich einmal richtig informieren. Blitzweltmeister ist nur Maxime Vachier-Lagrave. Ansonsten hätte man ja gar nicht die drei Blitzpartien zur Ermittlung gespielt. Das Preisgeld wurde allerdings bei den Punktgleichen geteilt.
knight100 knight100 31.12.2021 03:18
"Firouzja hatte die Karte gezogen, die ein Schiedsrichter aus der Gesäßtasche zieht." :-)

Vier angstfreie spannende Tuniere wurden in PL durchgeführt - danke dafür.

@Herr Schulz: Super Bericht

Der neue Rapid-WM - viell. ein Fall für Herrn Cmiel?

Einen guten Rutsch in ein angstfreies 2022 und dass alle Fehlgeleiteten zur Einsicht kommen...
Karl Hackenmeier Karl Hackenmeier 31.12.2021 03:00
Gratulation an MVL für seinen Gewinn in der Blitz WM! Ganz offensichtlich war für den favorisierten Carlsen nach dem für ihn "verpatzten" Rapid Turnier die Luft raus - er wollte zwar, konnte aber nicht mehr. Schade, dass V. Keymer nicht mit von der Partie war. R. Svane hat sich gut verkauft, aber das war es schon aus deutscher Sicht. Gibt es keine weltklasse Blitzer in Deutschland?
Stefan Eichardt Stefan Eichardt 31.12.2021 02:03
Gibt es denn kein Foto von Maxime Vachier-Lagrave ohne Maske?
Chase the sun Chase the sun 31.12.2021 09:09
Maxime Vachier-Lagrave hat die Blitz-WM gewonnen. Kommentar Sturtroll: Stimmt nicht. Kann man diesen Dödel nicht sperren? Wenn Dummheit wehtun würde, könnte er vor lauter Schreien nicht schreiben.
Sturmaske Sturmaske 31.12.2021 08:36
Das stimmt doch gar nicht. Der Franzose hatte doch den Stichkampf gewonnen. Also hat auch nur er den Titel.
Tiger-Oli Tiger-Oli 30.12.2021 11:36
@ HoJoKo

Sehr gute Idee, vielen Dank - endlich ein innovatives Konzept, bei welchem die Belange der unterschiedlichen Bedenkzeit-Disziplinen würdig und ausgewogen vertreten sind!
HoJoKo HoJoKo 30.12.2021 10:11
Wenn schon WMs im "Klassischen Schach" bei Gleichstand durch Schnell-, Blitz- und Armageddon-Partien entschieden werden, so wäre es doch nur gerecht und angemessen, bei Blitz-WMs umgekehrt zu verfahren.

Mein Vorschlag also:

1. Bei Gleichstand vier Partien mit 40 Z /2 h + 20 Z/1 h + 30 min Rest.
2. Bei Bedarf vier Partien Fernschach mit 1 Jahr Bedenkzeit pro Partie - selbstverständlich hintereinander, nicht gleichzeitig gespielt.
3. Wenn dann immer noch keine Entscheidung gefallen ist, eine Armageddon-Partie, wobei Weiß 5 Jahre Bedenkzeit hat und gewinnen muss, während Schwarz 4 Jahre zur Verfügung stehen und ein Remis genügt.

Fertig ist der Blitz-WM!
Jörg Jansen Jörg Jansen 30.12.2021 08:53
Die Entscheidungspartie war keine Armageddonpartie.
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