Mensch-Maschine-Mannschaftskampf

07.10.2004 – Gestern startete in Bilbao die erste Mensch-Maschine-Mannschaftsweltmeisterschaft. Für die Vertreter der menschlichen Spezies sieht es zu Beginn nicht gut aus, denn sie verloren gleich die erste von insgesamt vier Runden mit 0,5:2,5. Nur Topalov schaffte gegen Junior ein Remis, während Karjakin (gegen Fritz) und Ponomariov (gegen Hydra) Niederlagen hinnehmen mussten. Die nächste Runde wird am morgigen Freitag gespielt und live auf schach.de übertragen. Offizielle Seite...Fotos, Partien, Video...

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Offizielle Seite...

Fotos: Frederic Friedel, Nadja Woisin

Video aus Bilbao...

Die Partien der ersten Runde zum Nachspielen...



Die Mensch-Maschine-Mannschaftsweltmeisterschaf findet in der Hauptstadt der baskischen Provinz Bilbao im Rahmen des Internationalen Schachfestivals statt. Zur Veranstaltung gehören außerdem u.a. das 4. “Memorial Pedro Zabala” - Problemschach Open, ein Problemlösewettbewerb.


Impressionen aus Bilbao



Bilbao ist eine der größten Hafenstädte Spaniens und das Stadtbild ist industriell geprägt.



In jüngster Zeit haben die Stadtväter allerdings durch einige moderne und architektonisch reizvolle Bauten den Gesamteindruck des Stadtbildes nachhaltig geändert. Einer dieser Bauten ist das Guggenheim-Museum, das der Architekt Frank O. Gehry entworfen hat


Blumenhund


Das Quantum Field X3




Ein achtbeiniges Monster beherrscht den Vorplatz.



Der Spielort der Mensch-Maschine-Mannschafstwettbewerb ist ein Internet-Café der baskische Telefon- und TV-Gesellschaft Euskatel.




Blick in das Euskatel-Center



Chef-Organisator Andoni Madariaga


Rechts: Prof. Enrique Irazoqui


Rechts: Amir Ban, Programmierer von Junior


Frans Morsch, Programmmierer von Fritz


Ali Nasir Muhammad, Projektmanager von Hydra

Das FPGA-Projekt Hydra läuft auf einer 16-Prozessor-Parrallel-Maschine, die in Abu Dhabi steht und über das Internet mit der Turnierhalle verbunden ist. Das israelsiche Programm Junior läuft ebenfalls auf einem Rechner, der nicht vor Ort steht. Seine 4x 2,8-Xeon-Maschine ist von Intel UK in Swindon aus zugeschaltet. Sehr mobil ist dagegen Fritz ausgerüstet. Er läuft auf einem normalen Centrino 1,7 GHz-Notebook. Die Organisatoren meinten, dass die unterschiedliche Hardware vielleicht interessante Rückschlüsse zuliieße.


Ruslan Ponomariov (Nummer 13 der Weltrangliste, Elo 2710) und Topalov (Nummer 5, Elo 2757), zwei Spieler der Menschen-Mannschaft. Rechts: Der Manager der beiden Spieler Solvio Danailov.


Ponomariov wollte unbedingt das Ergebnis des Wettkampfes Leko-Kramnik erfahren. Da es hier kein Internet gab, rief er bei Kramnik in Brissago an.

 
Begrüßungsessen mit Spielern und Gästen.



Der Programmierertisch mit GM Christopher Lutz und Chrilly Donninger für Hydra, Frans Morsch für Fritz and Amir Ban für Junior.


Sergey Karjakin mit Mutter Tatjana


Hier sieht man schon das erste inoffizielle Mensch-Maschine-Match. Ponomariov spielt gegen sein Handy.


Spielt Schach: Sony Ericsson
 


Silvio Danailov lacht sich krank: Rusaln hat gerade einen Bauern gegen das Telefon eingestellt. Später gewann Ponomariov allerdings die Partie.

Die offizielle Eröffnungsfeier fand im Arabischen Saal des Rathauses statt. Er ist etwa 100 Jahre als und wurde von einem Architekten entworfen, der vorher lange Zeit in Granada gelebt hat.

Es sprachen Organisator Andoni Madariaga und der Bürgermeister von Bilbao, Iñaki Azkuna. Er bedankte sich bei allen und nahm hiervon ausdrücklich die Computer aus, weil er keine Computer mag. Die Spieler setzten sich einen Moment an die Bretter, um symbolisch den ersten Zug auszuführen. Anschließend gingen wir zu Fuß und mit Einkehr in eine Tapas Bar zum Hotel zurück, um dann im Restaurant "Miguel Angel", schräg gegenüber dem Hotel zu Mittag zu essen. Um 16.30 Uhr begannen dann die Partien in den Lokalitäten von Euskatel, einer baskischen Telefongesellschaft.

Die Location ist ein ehemaliges Kino. Es ging 2,5 für zugunsten der Computer aus. (Ponomariov verlor gegen Hydra, Karjakin gegen Fritz und Topalov spielte Remis gegen Junior).

Übrigens, das baskische Alphabet heißt nicht "ABC" sonder "ABDbet", weil es das "C" nicht in der Sprache vorkommt. Die Grammatik ist so kompliziert, dass ich es hier nicht wiedergeben kann.

 




Bilbaos Bürgermeister mit den Spielern


ICGA-Präsident David Levy, Amir Ban


Enrique Irazoqui


Josu Fernandez


Josu und Juan Carlos Fenrnandez


Karjakin und Ponomariov


Ali Nasir




 

 

 

 

 

 

 

 

 



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