Moskau Grand Prix: Tiebreak ergibt russisches Finale

von Klaus Besenthal
25.05.2019 – Der russische Großmeister Ian Nepomniachtchi hat beim Moskauer Grand Prix das Finale gegen seinen Landsmann Alexander Grischuk erreicht. Im Tiebreak gegen den Polen Radoslaw Wojtaszek benötigte Nepomniachtchi heute Nachmittag vier Rapidpartien, bis ihm - nach drei Remisen - der entscheidende Partiegewinn glückte. Das Finale beginnt am Montag. | Foto: World Chess

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Moskau Grand Prix, Halbfinaltiebreak

In der ersten 25-Min.-Partie hatte Radoslaw Wojtaszek zeitweilig großen Vorteil, der mit mehr Bedenkzeit vermutlich zum Sieg gereicht hätte. Verwerten konnte der Pole seinen Vorsprung aber nicht - mit T+L gegen T+2B war es dann doch nur ein Remis. 

Die nächste Partie endete auch wieder unentschieden, so dass es mit zwei 10-Min.-Partien weitergehen musste. Diese zweite Partie war indes weder langweilig, noch kann man sagen, dass Nepomniachtchi als Weißer nicht alles daran gesetzt hätte, das Spiel zu gewinnen:

 

In der dritten Partie des Tages wurde also mit 10 Min. Bedenkzeit zzgl. 10 Sek. pro Zug gespielt. Es entstand früh ein äußerst unübersichtliches damenloses Mittelspiel, in dem beide Spieler aber souverän agierten und jede Menge sehr guter Züge spielten. Das Ergebnis war demgemäß ein weiteres Remis.

Es gab ziemlich viele Remisen zwischen den beiden Spielern, doch die Entscheidung musste unweigerlich irgendwann fallen | Foto: World Chess

Partie 4 brachte das Ende des Tiebreaks: Wojtaszek unterlief ein schwerer Missgriff, den Nepomniachtchi mit sicherer Hand ausnutzte:

 

In der entscheidenden Partie des Halbfinaltiebreaks beim Moskauer Grand Prix gewann Ian Nepomniachtchi mit der "Moskauer Variante" | Foto: World Chess 

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Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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Krennwurzn Krennwurzn 25.05.2019 08:05
In der letztlich endscheidenden Partie blitzte Wojtaszek die Züge nur so runter um dann nach 2 Minuten mit dem ersten eigenen Zug die Partie einzustellen. Ein Schicksal das viele von uns nur zu gut kennen - es passiert ganz selten auch Super-GMs.
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