09.09.2014 – In Runde zwei der GRENKE Chess Classic verlor Arkadij Naiditsch gegen Matthias Blübaum, vorsichtig gemacht hat ihn das nicht. In Runde drei setzte er gegen Georg Meier von Beginn an auf Aggression und gewann eine brillant-brutale Angriffspartie. Der zweite Sieg der Runde gelang David Baramidze gegen Dennis Wagner. Die anderen Partien endeten Remis. Mehr...
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Schaufensterbrett
Arkadij Naiditsch, Deutschlands Nummer eins, ist für sein kompromissloses Angriffsschach bekannt. Das führt gelegentlich zu einer drastischen Niederlage, aber auch zu so brillanten Angriffspartie wie gegen Georg Meier in der dritten Runde der GRENKE Chess Classic.
Der Beginn einer furiosen Angriffspartie
Diese Partie brachte Naiditsch auch die Tabellenführung, die er sich mit 2 Punkten aus 3 Partien mit Daniel Fridman teilt.
Für den zweiten Sieg des Tages sorgte David Baramidze, der mit Schwarz gegen Dennis Wagner spielte. Wagner fand nie richtig in die Partie und stand nach nur 15 Zügen bereits auf Verlust.
Noch ist die Stellung von Dennis Wagner (links) in Ordnung.
Weniger spektakulär verlief die Begegnung zwischen Daniel Fridman und Matthias Blübaum. Blübaum verteidigte sich Slawisch und abwartend. Nachdem beide Seiten eine Weile geduldig manövriert hatten, setzte Fridman den Zentrumsvorstoß d5 durch, der ihm jedoch keinen Vorteil brachte. Die Partie verflachte und mit einem Bauernopfer führte Blübaum ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern herbei, das für Weiß nicht zu gewinnen war.
Daniel Fridman (links) gegen Matthias Blübaum
Zu einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern kam es auch in der Partie zwischen Philipp Schlosser und Liviu-Dieter Nisipeanu. Allerdings erst nach einigen taktischen Geplänkeln im Mittelspiel und beginnenden Endspiel. Einen ernsthaften Vorteil konnte aber keine Seite je für sich behaupten. Doch da man bei den GRENKE Chess Classic erst Remis machen darf, wenn 40 Züge gespielt sind, dauerte es bis zum 41. Zug bis Frieden geschlossen wurde.
Philipp Schlosser wirft einen kritischen Blick auf eine noch nicht kritische Stellung.
Stand nach der dritten Runde
Partien der Runden 1 bis 3
Die genauen Daten:
Modus und Zeitplan:
Rundenturnier; eine Runde pro Tag; Runde 1-5 ab 14 Uhr, Runde 6+7 ab 10 Uhr, Bedenkzeit: 100 Min./40 Züge + 50 Min./20 Züge + 15 Min./Rest + 30 Sek. ab dem ersten Zug. Öffentliche Auslosung der Startnummern ist am Dienstag, den 2. September ab 18 Uhr im Rahmen der Vorstandssitzung der OSG Baden-Baden.
Spielort:
Schachzentrum im Kulturhaus LA8, Lichtentaler Allee 8, 76530 Baden-Baden.
Der Eintritt für Zuschauer ist frei.
Hauptschiedsrichter:
Dr. Markus Keller (Internationaler Schiedsrichter)
Turnierdirektoren:
Christian Bossert und Sven Noppes (FIDE-Schiedsrichter)
Weitere Informationen:
Turnierdirektor Sven Noppes: snoppes@grenke.de, Tel.: +49 (0)172 7258738 und über die Homepage des Ausrichters www.zugzwang.de.
Die Partien werden live im Internet übertragen und kommentiert.
Fotos: Siegfried Haußmann, OSG-Pressewart, für die Turnierseite
Johannes FischerJohannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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Für das Slawisch- und Halbslawisch- Powerbook 2026 wurde der Ratingschnitt erneut auf 2400 festgesetzt. 2,24 Mill. Partien aus dem Maschinenraum von Schach.de überschreiten diese Schwelle, dazu kommen über 130.000 von Menschen gespielte Partien.
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