Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
11.06.2026 – Ende der 80er Jahre galt Sönke Maus, der am 11. Juni 1967 in Bad Schwartau geboren wurde und heute 59. Geburtstag feiert, als eines der größten deutschen Talente. Aber 1995 beendete er seine Schachkarriere und wurde erfolgreicher Meeresforscher in Norwegen. Seine berühmteste Partie spielte Maus 1989 bei einem Open in Lugano: Er gewann in nur 19 Zügen in einer theoretisch wichtigen Variante gegen Dr. Robert Hübner. | Foto: Sönke Maus 1994 | Foto: Torsten Szobries
10.06.2026 – Mukhiddin Madaminov, Sekundant von Javokhir Sindarov beim Kandidatenturnier, startete beim UzChess Cup in Taschkent als Letzter der Setzliste. Aber in den ersten beiden Runden gewann er gegen Ian Nepomniachtchi und Niklas Theodorou und setzte sich an die Spitze der Tabelle. Doch in Runde drei verlor er gegen Shamsiddin Vokhidov und liegt jetzt mit 2 aus 3 gemeinsam mit Nodirbek Abdusattorov und Arjun Erigaisi in Führung. | Foto: Turnierseite
09.06.2026 – Sechs der zehn Teilnehmer des UzChess Cups haben eine Elo-Zahl von über 2700, drei kommen auf eine Zahl von über 2600 und nur Mukhiddin Madaminov erreicht diese magische Marke nicht. Mit einer Zahl von 2586 startet der 19-jährige usbekische GM in Taschkent als Nummer 10 der Setzliste. Ein Unbekannter ist Madaminov allerdings nicht, denn beim Kandidatenturnier arbeitete er als Sekundant von Javokhir Sindarov, der das Turnier überzeugend gewann. Beim UzChess Cup startete Madaminov mit Siegen gegen Ian Nepomniachtchi und Nikolas Theodorou mit 2 aus 2 und liegt nach zwei Runden alleine an der Spitze. | Foto: TheBoburshokh, CC0, via Wikimedia Commons
03.06.2026 – Magnus Carlsen sucht beim Norway Chess Turnier in Oslo weiter nach seiner Form. In Runde 8 verlor er mit Weiß in der klassischen Partie gegen Praggnanandhaa und erlitt damit seine vierte Niederlage in acht Runden. Alireza Firouzja gewann in der klassischen Partie gegen Gukesh und liegt jetzt zwei Runden vor Schluss und vor dem heutigen Ruhetag nur noch einen Punkt hinter Spitzenreiter Wesley So, der gegen Vincent Keymer erst Remis spielte und dann im Armageddon gewann. | Foto: Norway Chess / Michal Walusza
01.06.2026 – Die erste Hälfte des Norway Chess Turniers in Oslo lief nicht gut für Vincent Keymer: In den fünf klassischen Partien vergab er zahlreiche gute Chancen und in den Armageddon-Partien musste er fünf Niederlagen hinnehmen. Doch in Runde 6 kam er gegen Gukesh zu seinem ersten Sieg: Keymer kam gegen den Weltmeister nach zurückhaltendem und unorthodoxem Beginn bald in Vorteil, und dieses Mal nutzte er seine Chance und gewann überzeugend. Magnus Carlsen gewann mit Weiß gegen Tabellenführer Alireza Firouzja, und so konnte Wesley So sich mit einem Sieg gegen Praggnanandhaa an die Spitze setzen. | Foto: Norway Chess / Michal Walusza
29.05.2026 – Magnus Carlsen kam in der vierten Runde des Norway Chess Turniers zu seinem ersten Sieg im klassischen Schach. In einer stark gespielten Partie gewann er mit Schwarz gegen Weltmeister Gukesh. Wesley So setzte sich im Armageddon gegen Tabellenführer Alireza Firouzja durch, und Vincent Keymer verpasste in der klassischen Partie gegen Praggnanandhaa gute Chancen und verlor dann nach einem Blackout im Armageddon. Trotz der Niederlage bleibt Firouzja vor dem ersten Ruhetag mit 2,5 Punkten Vorsprung an der Spitze. | Foto: Norway Chess / Michal Walusza
Ihr persönlicher Schachtrainer - Egal, ob Sie Ihre ersten Schritte in die Welt des Vereinsschachs machen oder bereits auf Turnierniveau spielen: Mit FRITZ trainieren Sie effizienter, intelligenter und individueller als je zuvor.
27.05.2026 – Korrekte Partien sind nicht immer spannend und spannende Partien sind nicht immer korrekt. Ein Beispiel dafür lieferte die Begegnung zwischen Magnus Carlsen und Vincent Keymer in der zweiten Runde des Norway Chess Turniers. In einer strategisch und taktisch komplizierten Stellung verpassten beide Spitzengroßmeistern immer wieder gute Chancen, was am Ende zu einem inhaltsreichen und dramatischen Remis führte. Im Armageddon setzte sich dann Carlsen durch. Tabellenführer nach zwei Runden ist Alireza Firouzja, der mit 6 aus 6 ins Turnier startete. | Foto: Norway Chess / Michal Walusza
18.05.2026 – In Runde 4 des Super Chess Classic in Bukarest ging Vincent Keymer neue Wege: Er spielte gegen Maxime Vachier-Lagrave zum ersten Mal in seinem Leben in einer ernsthaften Turnierpartie mit Weiß die Najdorf-Variante - und gewann eine strategisch brillante Partie. Damit übernahm er auch die Tabellenführung, da die anderen Partien der Runde Remis endeten. Allerdings ist die Tabelle unvollständig, denn die Partie zwischen Fabiano Caruana und Alireza Firouzja wurde auf den Ruhetag verschoben, da Firouzja sich vor Rundenbeginn krank gemeldet hatte. | Foto: Lennart Ootes
14.05.2026 – 1983, 21 Jahre nach Wolfgang Uhlmanns Sieg gegen Mikhail Botvinnik bei der Schacholympiade in Varna 1962, konnte ein deutscher Spieler wieder gegen einen amtierenden Weltmeister gewinnen. In der ersten Runde des Internationalen Mephisto-Schachturniers in Hannover gelang dem damals 27-jährigen Bamberger Jurastudenten Wolfram Hartmann gegen Anatoly Karpov (Bild) einer der verblüffendsten Außenseitersiege der deutschen Schachgeschichte. | Foto: V. Savostianov, Novosti Press (via D. Griffin)
28.04.2026 – Gegen den amtierenden Weltmeister zu gewinnen, ist schwer. Der erste deutsche Schachspieler, dem das nach dem Zweiten Weltkrieg gelang, war Wolfgang Unzicker, lange Jahre die Nummer 1 der Bundesrepublik Deutschland – bei der Mannschaftseuropameisterschaft 1961 überspielte er den damaligen Weltmeister Mikhail Botvinnik. Da wollte Wolfgang Uhlmann, lange Jahre die Nummer 1 der DDR, nicht nachstehen. Er konnte 1962 bei der Schacholympiade in Varna gegen Botvinnik gewinnen – allerdings nicht ganz so überzeugend wie Unzicker ein Jahr zuvor. | Bild: Wolfgang Uhlmann 1970 | Foto: Rob Mieremet, Anefo
15.04.2026 – Die 14. und letzte Runde des Kandidatenturniers bot noch einmal unterhaltsames Schach, auch wenn Javokhir Sindarov bereits als Sieger feststand. Leider ging die Unterhaltung auf Kosten von Matthias Blübaum, der mit Weiß gegen Anish Giri einen taktischen Trick übersah und schnell unter die Räder kam. Ein versöhnlicher Abschluss eines insgesamt enttäuschenden Turniers gelang hingegen Fabiano Caruana: Er spielte mit Schwarz gegen Andrey Esipenko eine Modellpartie im Drachen-Sizilianer. Sindarov und Wei Yi trennten sich schnell Remis, genau wie Praggnanandhaa und Hikaru Nakamura. | Foto: Nils Rohde
14.04.2026 – Javokhir Sindarov hat es geschafft! Mit einem souveränen Remis gegen Anish Giri in Runde 13 sicherte sich der 20-jährige Usbeke den Sieg im Kandidatenturnier und darf später in diesem Jahr gegen Gukesh um die Weltmeisterschaft spielen. Nach der Runde fand der frisch gebackene Turniersieger noch Zeit für ein kurzes Interview mit Arne Kähler. Genau wie Sindarovs Trainer und "Geheimwaffe", Roman Vidonyak. | Foto: Nils Rohde
14.04.2026 – Vor 100 Jahren, am 14. April 1924, endete in Dresden ein Weltklasseturnier, mit dem der Dresdener Schachverein sein 50-jähriges Jubiläum feierte. Souveräner Sieger war Aron Nimzowitsch: Er holte 8,5 Punkte aus 9 Partien und hatte am Ende 1,5 Punkte Vorsprung vor Alexander Aljechin, der ein Jahr später Weltmeister werden sollte. In der zweiten Runde des Turniers spielte Nimzowitsch eine Partie, die Schachgeschichte schrieb.
09.04.2026 – Javokhir Sindarov ist beim Kandidatenturnier weiter in bestechender Form und gewann in Runde 10 überzeugend gegen Praggnanandhaa. Sindarov, der vor der Runde mit 1,5 Punkten Vorsprung klar in Führung lag, versuchte gar nicht erst, diesen Vorsprung mit vorsichtigem und solidem Spiel über die Ziellinie zu retten, sondern ließ sich gegen Praggnanandhaa auf eine zweischneidige und komplizierte Stellung ein. Dieser Mut bescherte ihm einen überzeugenden Sieg. Die drei anderen Partien der Runde endeten mit Remis, und so hat Sindarov vier Runden vor Schluss wieder zwei Punkte Vorsprung. Und er hat in Runde 10 nicht den Eindruck gemacht, als ob er auf der Zielgeraden straucheln könnte. | Foto: Michal Walusza / Fide
08.04.2026 – Matthias Blübaum gilt als solider Spieler, aber in Runde 9 des Kandidatenturniers scheute er gegen Tabellenführer Javokhir Sindarov kein Risiko. Er spielte von Beginn an aggressiv, aber musste am Ende froh über ein Remis sein. Sindarov konterte Blübaums Angriff souverän, aber verpasste dann im entscheidenden Moment einen Gewinn. Im Duell der Verfolger gewann Anish Giri mit Schwarz gegen Fabiano Caruana und liegt jetzt "nur" noch 1,5 Punkte hinter Sindarov. Praggnanandhaa stand gegen Wei Yi lange Zeit auf Gewinn, aber fand keinen Weg zum Sieg. Und auch Hikaru Nakamura und Andrey Esipenko trennten sich Remis. | Foto: Michal Walusza / Fide
07.04.2026 – Javokhir Sindarov scheint beim Kandidatenturnier 2026 unter einem glücklichen Stern zu stehen. In Runde 8 spielte er gegen Andrey Esipenko ein farbloses Remis, aber dennoch konnte er seinen Vorspung ausbauen: mit 6,5 aus 8 liegt er jetzt ganze zwei Punkte vor Fabiano Caruana und Anish Giri. Caruana verlor mit Schwarz gegen Nakamura, Giri gewann mit Weiß gegen Praggnanandhaa. Matthias Blübaum kam mit Schwarz gegen Wei Yi zu einem weiteren Remis. | Foto: Fußballstar David Luiz führt den zeremoniellen Anfangszug aus | Foto: FIDE / Michal Walusza
07.04.2026 – Vincent Keymer hat es geschafft! Mit einem schnellen Remis gegen Maxime Vachier-Lagrave in der neunten und letzten Runde des grenke Freestyle Open in Karlsruhe sicherte er sich den Turniersieg nach Wertung und die Qualifikation für die Freestyle-WM 2027. Durch das Remis kamen Keymer und Vachier-Lagrave beide auf 7,5 Punkte aus Partien, aber Keymer gewann dank besserer Wertung. Mit einem halben Punkt Rückstand folgten 7 Spieler mit je 7 Punkten. Zu dieser Gruppe gehörte auch Magnus Carlsen, der nach Wertung Dritter wurde. | Foto: Nils Rohde/ChessBase
20.03.2026 – Am 29. März soll das Kandidatenturnier 2026 in Zypern beginnen. Aber seit Beginn der militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran am 28. Februar 2026 gibt es Befürchtungen, dass Zypern zum Ziel iranischer Angriffe werden könnte, und Anfang März hat der Iran Militärbasen auf Zypern tatsächlich angegriffen. Jetzt hat der Unternehmer und Schach-Mäzen Wadim Rosenstein angeboten, das Kandidatenturnier 2026 kurzfristig nach Deutschland zu verlegen.
Ihr persönlicher Schachtrainer - Egal, ob Sie Ihre ersten Schritte in die Welt des Vereinsschachs machen oder bereits auf Turnierniveau spielen: Mit FRITZ trainieren Sie effizienter, intelligenter und individueller als je zuvor.
Nach den Zügen 1.e4 c5 2.Sf3 werden alle schwarzen Antworten außer 2…d6 und 2…Sc6 behandelt. In den meisten Varianten setzt Weiß auf 3.c3 – eine moderne, flexible Form der Alapin-Idee.
In diesem Band widmen wir uns den zentralen Aspekten der Schachtechnik. u.a. Präzise Endspieltechnik, Aktivität vor Material oder auch Taktischer Wachsamkeit!
Videos: Nico Zwirs untersucht Russisch-Experimente vom Kandidatenturnier. Robert Ris hat einen Tipp gegen die Caro-Kann-Vorstoßvariante mit 3…c5. Fiona Sieber zeigt eine Überraschungswaffe gegen Najdorf. „Wundertüte“ mit 40 Analysen von Berg, L'Ami u.a.
Ihr persönlicher Schachtrainer - Egal, ob Sie Ihre ersten Schritte in die Welt des Vereinsschachs machen oder bereits auf Turnierniveau spielen: Mit FRITZ trainieren Sie effizienter, intelligenter und individueller als je zuvor.
Ihr persönlicher Schachtrainer - Egal, ob Sie Ihre ersten Schritte in die Welt des Vereinsschachs machen oder bereits auf Turnierniveau spielen: Mit FRITZ trainieren Sie effizienter, intelligenter und individueller als je zuvor.
Nach den Zügen 1.e4 c5 2.Sf3 werden alle schwarzen Antworten außer 2…d6 und 2…Sc6 behandelt. In den meisten Varianten setzt Weiß auf 3.c3 – eine moderne, flexible Form der Alapin-Idee.
In diesem Band widmen wir uns den zentralen Aspekten der Schachtechnik. u.a. Präzise Endspieltechnik, Aktivität vor Material oder auch Taktischer Wachsamkeit!
Videos: Nico Zwirs untersucht Russisch-Experimente vom Kandidatenturnier. Robert Ris hat einen Tipp gegen die Caro-Kann-Vorstoßvariante mit 3…c5. Fiona Sieber zeigt eine Überraschungswaffe gegen Najdorf. „Wundertüte“ mit 40 Analysen von Berg, L'Ami u.a.
Ihr persönlicher Schachtrainer - Egal, ob Sie Ihre ersten Schritte in die Welt des Vereinsschachs machen oder bereits auf Turnierniveau spielen: Mit FRITZ trainieren Sie effizienter, intelligenter und individueller als je zuvor.
49,90 €
Wir verwenden Cookies und vergleichbare Technologien, um bestimmte Funktionen zur Verfügung zu stellen, die Nutzererfahrungen zu verbessern und interessengerechte Inhalte auszuspielen. Abhängig von ihrem Verwendungszweck können dabei neben technisch erforderlichen Cookies auch Analyse-Cookies sowie Marketing-Cookies eingesetzt werden. Hier können Sie der Verwendung von Analyse-Cookies und Marketing-Cookies widersprechen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ihre Einstellungen zu Cookies für diese Website
Wir verwenden Cookies und vergleichbare Technologien, um bestimmte Funktionen zur Verfügung zu stellen, die Nutzererfahrungen zu verbessern und interessengerechte Inhalte auszuspielen. Abhängig von ihrem Verwendungszweck können dabei neben technisch erforderlichen Cookies auch Analyse-Cookies sowie Marketing-Cookies eingesetzt werden. Analyse-Cookies und Marketing-Cookies werden eingesetzt, solange Sie nicht durch eine entsprechende Einstellung widersprechen. Bitte beachten Sie, dass Ihre Auswahl dazu führen kann, dass die Funktionalität des Angebots beeinträchtigt wird. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Technisch erforderliche Cookies
Technisch erforderliche Cookies: Damit Sie navigieren und die Basisfunktionen bedienen können sowie zur Speicherung von Präferenzen.
Analyse-Cookies
Damit wir feststellen können, wie Besucher mit unserem Angebot interagieren, um die Nutzererfahrungen zu verbessern.
Marketing-Cookies
Damit wir relevante Inhalte und interessengerechte Werbung anbieten und auswerten zu können.