Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
04.02.2026 – Die Netflix-Serie "The Queen's Gambit" hat dem Schach viele Fans beschert und das Bild des Schachs verändert. Die Serie war so erfolgreich, dass der Fernsehsender Arte im November 2025 eine über dreistündige Sendung gedreht hat, in der sich Lara Schulze, Georgios "The Big Greek" Souleidis und Moderator Cedric "Doktor Whatson" Engels über "The Queen's Gambit", Schach und die Welt des Schachs unterhalten. In der Arte-Mediathek erschien jetzt zusätzlich eine 36-minütige Zusammenfassung mit Höhepunkten dieses langen Gesprächs.
02.02.2026 – Christian Glöckler zeigte im Qualifiers in Wijk eine beeindruckende Leistung und stand bereits eine Runde vor Schluss als Sieger fest. In der neunten und letzten Runde des Turniers gelang ihm noch ein weiterer Sieg. Er überspielte Tim Grutter mit bemerkenswerter Leichtigkeit und kam am Ende auf 8,5 Punkte aus 9 Partien und eine Elo-Performance von 2851. 2027 darf er im Challengers spielen. | Foto: Lennart Ootes
30.01.2026 – Zwei Runden vor Schluss ist beim Masters in Wijk aan Zee noch alles offen. Mit 7 aus 11 teilen sich Nodirbek Abdusattorov und Javokhir Sindarov die Tabellenführung, dahinter folgen drei Spieler mit je 6,5 Punkten: Matthias Blübaum, Jorden van Foreest und Hans Niemann. Einen halben Punkt weniger hat Vincent Keymer, der in Runde 11 mit Schwarz überzeugend gegen Praggnanandhaa gewann und seinen zweiten Sieg in Folge erzielte – es war sein fünfter Sieg insgesamt, kein anderer Spieler im Masters hat mehr. | Foto: Lennart Ootes
29.01.2026 – Christian Glöckler bleibt im Qualifiers in Wijk aan Zee bei 100 Prozent. Sechs Runden sind gespielt, sechs Mal hat er gewonnen. Damit kommt der 14-jährige IM auf eine Elo-Performance von 3228 und liegt drei Runden vor Schluss 1,5 Punkte vor Henry Edward Tudor, der mit 4,5 aus 6 auf Platz zwei folgt. | Foto: Lennart Ootes
28.01.2026 – Nach durchwachsenem Start läuft es beim Tata-Steel-Turnier in Wijk aan Zee gut für Matthias Blübaum. Nach seinem Sieg gegen Weltmeister Gukesh in Runde 9 gewann er in Runde 10 auch gegen Anish Giri. Mit diesem Zwischenspurt schob sich Blübaum in der Tabelle auf Platz 2 und übersprang im Live-Rating zum ersten Mal in seiner Karriere die Marke von 2700 Punkten. Auch Vincent Keymer konnte gewinnen. Er überspielte Arjun Erigaisi und liegt so vor dem morgigen Ruhetag mit 5 aus 10 bei 50 Prozent. | Fotos: Lennart Ootes
27.01.2026 – Der indische Großmeister Gukesh ist zwar nicht die Nummer 1, sondern die Nummer 9 der Weltrangliste, aber er ist amtierender Weltmeister und einer der besten Spieler der Welt. Und wenn er mit Weiß gegen Matthias Blübaum spielt, dann ist Gukesh nominell Favorit. Doch in Runde 9 des Tata Steel Turniers in Wijk aan Zee überspielte Blübaum den Weltmeister souverän. Dafür erwischte Vincent Keymer einen rabenschwarzen Tag und geriet gegen Jorden Van Foreest schon in der Eröffnung unter die Räder. Tabellenführer bleibt Nodirbek Abdusattorov, der gegen seinen Landsmann Javokhir Sindarov ein ausgekämpftes Remis spielte. | Fotos: Lennart Ootes
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27.01.2026 – In Wijk stehen das Masters und das Challengers im Mittelpunkt, aber es gibt auch andere Turniere. Zum Beispiel das Qualifiers, ein Rundenturnier mit zehn überwiegend jungen und ehrgeizigen Spielern, dessen Sieger sich für das Challengers 2027 empfiehlt. Der 14-jährige Christian Glöcker, der als eines der größten deutschen Talente gilt, startete mit 4 aus 4. | Foto: Nils Rohde
26.01.2026 – Wer das Challengers in Wijk gewinnt, darf nächstes Jahr im Masters spielen, gegen die Besten der Welt. Entsprechend hoch ist das Tempo: In Runde 8 gab es 6 Siege und nur ein Remis. Marc'Andria Maurizzi (Bild, links) und Andy Woodward (Bild, rechts), die vor der Runde gemeinsam in Führung lagen, konnten beide gewinnen. Woodward mit Schwarz gegen Faustino Oro, Maurizzi mit Weiß gegen Lu Miaoyi. Vor dem Ruhetag am Montag liegen sie jetzt mit je 6,5 aus 8 an der Spitze, einen halben Punkt vor Aydin Suleymanli. | Fotos Nils Rohde
23.01.2026 – Mit 1,5 aus 2 punkteten Vincent Keymer (Bild) und Matthias Blübaum gut in Runde 6 in Wijk. Aber sie hätten noch besser punkten können. Keymer überspielte Niemann in einem Italiener allmählich, und Matthias Blübaum stand gegen Arjun Erigaisi auf Gewinn, fand aber dann in taktisch unübersichtlicher Stellung keinen Weg zum Sieg. Alleiniger Tabellenführer nach sechs Runden ist Nodirbek Abdusattorov, der von einem schweren Blackout Gukeshs profitierte. | Fotos: Lennart Ootes
21.01.2026 – Vincent Keymer startete als Nummer 1 der Setzliste in das Masters in Wijk, aber erwischte einen holprigen Start. Zum Auftakt gewann er gegen Giri, doch dann verlor er nacheinander gegen Fedoseev und Blübaum. In Runde 4 kam er Yagiz Kaan Erdogmus, den nominell zweitschwächsten Spieler im Feld, über ein Remis nicht hinaus. Doch in Runde 5 feierte er ein Comeback und gewann überzeugend gegen Aravindh Chithambaram. Matthias Blübaum spielte Remis gegen Jorden Van Foreest. An der Spitze der Tabelle liegen drei Spieler: Hans Niemann und Nodirbek Abdusattorov, die sich in Runde 5 Remis trennten, und Javokhir Sindarov, der gegen Erdogmus gewann. | Fotos: Nils Rohde
20.01.2026 – Nach vier Runden führen Hans Niemann und Nodirbek Abdusattorov beim Masters in Wijk mit je 3 Punkten aus 4 Partien. Niemann (Bild) gewann in Runde 4 mit einer strategisch und taktisch beeindruckenden Leistung gegen Aravindh Chithambaram, Abdusattorov kam gegen Thai Dai Van Nguyen zu einem leichteren Sieg. Matthias Blübaum verlor nach einer taktischen Nachlässigkeit eine Remisstellung gegen Javokhir Sindarov und Vincent Keymer kam mit Schwarz gegen Yagiz Kaan Erdogmus nicht über ein Remis hinaus. | Fotos: Nils Rohde
20.01.2026 – Am 20. Januar 1999 spielte Garry Kasparov in Wijk die vielleicht beste Schachpartie aller Zeiten. Mit einer Serie von Opfern trieb er den schwarzen König auf die Grundreihe, um ihn dort Matt zu setzen. In einem kostenlosen Reader stellt Robert Ris Kasparovs Meisterwerk und andere Glanzpartien aus der Geschichte Wijk aan Zees vor.
20.01.2026 – Auf den ersten Blick wirkt das Andranik Margaryan Memorial, das vom 9. bis 16. Januar in Armenien stattfand, nicht besonders geschichtsträchtig. Drei GM, sechs IM und ein FM gingen an den Start, und mit einer Zahl von 2514 war der russische IM Vladislav Nozdrachev die Nummer 1 der Setzliste. Doch am Ende gewann der 21-jährige Inder Aaryan Varshney, der mit diesem Sieg Indiens 92. Großmeister wurde. Seine Geschichte zeigt, wie moderne Computer, Software und Datenbanken helfen können, im Schach Titel zu gewinnen und Erfolge zu feiern – auch ohne Trainer und Förderung durch Verbände. | Foto: Chess Academy of Armenia
19.01.2026 – Keymer gegen Blübaum, die deutsche Nummer 1 gegen die deutsche Nummer 2, das ist ein besonderes Duell. In Wijk trafen Keymer und Blübaum in der dritten Runde aufeinander und Keymer, der mit Weiß spielte und als Favorit in die Partie ging, musste eine bittere Niederlage hinnehmen. Nach einem taktischen Versehen in der Eröffnung wurde er von Blübaum souverän überspielt. | Foto: Nils Rohde
16.01.2026 – Nodirbek Abdusattorov darf im Februar in Weissenhaus um die Weltmeisterschaft im Freestyle Chess spielen. Im K.-o.-Turnier des Online-Play-Ins gewann der 21-jährige Usbeke im Halbfinale mit 1,5:0,5 gegen Amin Tabatabaei und entschied danach das Finale gegen Pranav Venkatesh mit 2:0 für sich. | Foto: Amruta Mokal / Freestyle Chess Grand Slam
15.01.2026 – Am 4. Januar meldete der Deutsche Schachbund den Tod von Dimo Werner, Internationaler Meister und 11-facher Nationalspieler. Gestorben war Werner, der zum Ende seines Lebens in einem Pflegeheim in Mainz lebte, allerdings bereits am 29. August 2025. Seine berühmteste Partie spielte Werner (*5. Oktober 1952) im Februar 1981, in der ersten Saison der einteiligen Bundesliga: Er gewann gegen Robert Hübner, der damals zu den besten Spielern der Welt gehörte und im Juli 1981 auf Platz 3 der Weltrangliste stehen sollte. | Foto: Dimo Werner (Heinz-Josef Ullrich, Solingen 1984); Robert Hübner (1971, Bert Verhoeff, Anefo)
12.01.2026 – Am 6. Januar spielten Magnus Carlsen, die Nummer 1 der Welt, und der 12-jährige Argentinier Faustino Oro, der Chancen hat, der jüngste Großmeister aller Zeiten zu werden, im Take Take Take Studio in Oslo den Titled Tuesday. Anschließend plauderten sie im Studio und spielten eine Blitzpartie (3+2). Natürlich ging es um "nichts", aber natürlich sind Partien zwischen jungen Talenten und etablierten Spielern immer spannend und ein Kampf ums Prestige. Und dieses vielleicht einmal geschichtsträchtige Duell wurde in einem Video festgehalten.
07.01.2026 – Vor 110 Jahren, am 7. Januar 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, wurde Paul Keres in Narva, in Estland, geboren. Keres gilt als einer der besten Spieler, die nie Weltmeister wurden, und war und ist durch sein attraktives Spiel und sein Auftreten für viele Spieler ein Vorbild. In ihrer zweiten Ausgabe des Jahres 2004 widmete sich die Schachzeitschrift Karl im Schwerpunkt dem Phänomen Keres. Über 20 Jahre später ist dieses Heft immer noch erstaunlich lesenswert und informativ. Aus Anlass des 110-jährigen Geburtstags von Keres veröffentlicht ChessBase einen Artikel aus diesem Heft. | Foto: Valter Heuer
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