Nanking: Topalov und Bu im Gleichschritt

17.12.2008 – Die beiden Spitzenreiter des Pearl Spring-Turniers Bu Xiangzhi und Veselin Topalov kamen in der heutigen ersten Runde des zweiten Umgangs mit den weißen Steinen jeweils zu Siegen und konnten ihren Vorsprung vor dem Rest des Feldes auf einen Punkt ausbauen. Der Bulgare gewann seine Partie gegen Levon Aronian, wobei er allerdings zunächst eine gewonnene Stellung zum Remis verdarb bis sein Gegner ihn im Endspiel durch eine neuerliche Ungenauigkeit wieder auf die Siegerstraße brachte. Bu setzte sich gegen Movsesian durch, während Ivanchuk und Svidler remisierten. Zur fünften Runde am Montag stattete der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Richard Mundell dem Turnier ein Besuch ab. Der Nobelpreisträger ist der Initiator des Turniers, das er vor ein paar Jahren zunächst gegenüber dem Parteisekretär von Peking Werbemaßnahme für chinesische Städte vorgeschlagen hatte. Am gestrigen Ruhetag unternahmen die Teilnehmer einen Ausflug zu den Sehenswürdigkeiten von Nanking und entdeckten dabei einige atemberaubende Bilder der Natur. Yu Feng hat sie in fotografisch eingefangen.Turnierseite...Bericht, Partien, Bilder...

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Fotos: Yu Feng (俞峰)


Nanking













Livekommentare mit ShenYang


Pressekonferenz zur 6.Runde

Zur fünften Runde erschien beim Pearl Spring-Turnier in Nanking ein besonderer Gast: Professor Alexander Mundell. Prof. Mundell lehrt an der Columbia University und legte mit seinen Arbeiten zur Geld- und Fiskalpolitik in verschiedenen Wechselkurssystemen und für seine Analyse optimaler Währungsgebiete den Grundstein für die Einführung des Euros. außerdem bekam er 1999 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Das Super-GM-Turnier in Nanking geht auf seine Initiative zurück. Prof. Mundell sah in einem Schachturnier die beste Möglichkeit für chinesische Städte sich der übrigen Welt als weltoffen und aufgeschlossen zu präsentieren.

In einer Pressekonferenz erläuterte der Ehrengast, wie er auf die Idee zu dem GM-Turnier kam. Demnach war er einige Jahre zuvor Gast des Parteisekretärs von Peking Zhu Shanlu, der sich beraten ließ, wie man Peking präsentieren könne. Bei dieser Gelegenheit wurde die Idee eines Schachturniers geboren. Da Peking aber den Zuschlag für die Olympiade bekam, übertrug man die Idee auf Nanking, das eine gewisse Tradition im chinesischen Schach hat. Vor die Wahl gestellt, das Turnier im chinesischen Schach oder im internationalen Schach zu spielen, entschied man sich für die zweite Option. Im Zuge der Globalisierung erschien das internationale Schach, das weltweit viel populärer ist, geeigneter. Richard Mundell war zudem mit Bobby Fischer befreundet und hatte sogar einmal Gelegenheit, gegen diesen eine Partie zu spielen. Mit dem Schachturnier sollte der 11. Weltmeister, der Anfang des Jahres in Island gestorben war, geehrt werden.


Robert Mundell und ECU Präsident Boris Kutin


Pressekonferenz mit Prof. Mundell


Zuschauer beim Turnier


Analysen mit einem jungen Schachfreund.


Mundell spielt gegen Shen Yang

Prof. Mundell erzählte, dass er seit seinem achten Lebensjahr Schach spielt, aber während seiner Universitätszeit wenig Gelegenheit hatte. Später spielte er dann gelegentlich gegen seine Kinder, die allesamt Schach spielen können. Das Turnier in Nanking mit sechs der weltbesten Spieler ist ein großer Erfolg. Er hoffe, dass nun eine Tradition entstehe und jedes Jahr solch ein Turnier durchgeführt werden könne.


GM Sergei Movsesian spielte am Ruhetag simultan

Das Turnierschach sei ohne Zweifel Sport, meinte Mundell. Alle Topspieler seien auch in guter körperlicher Verfassung. Die Beschäftigung mit Schach sei jedermann nur zu empfehlen. Es stärke Konzentrationsvermögen und die Fähigkeit zum logischen und planvollen denken. Schach sei eine wunderbare Beschäftigung und alle Schulen sollten gemäß Prof. Mundell Schach unterrichten, oder zumindest etwas Ähnliches, z.B. Go. Über Schach sei zudem eine Veilzahl von lesenswerten Büchern geschrieben worden.


Erinnerungsfoto

Am Dienstag gab es für die Schachspieler mit Begleiterinnen, Offizielle, Organisatoren und Journalist Gelegenheit zu einer Besichtigung der Sehenswürdigkeiten in Nanking und seiner Umgebung. Fotograf Yu Feng hat den Tag in zum teil sehr poetischen Bildern für die Nachwelt fest gehalten.


Die Ausflügler




Spaziergang im Park


Silvio Danailov, Veselin Topalov


Drachentanz


Ausklang im abendlichen Nanking


Peter Svidler mit Frau und Dirk Jan ten Geuzendam


Levon Aronian mit Freundin Arianna Caoili



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