Neu: ChessBase Light 2007

16.05.2007 – Mehr und mehr Partien werden an vielen Stellen im Internet angeboten. Wer dies bisher nicht richtig nutzen konnte, weil ihm das geeignete Programm zur Verwaltung fehlte, dem ist mit ChessBase Light 2007 nun bestens geholfen. Ausgerüstet mit vielen Datenbankfunktionen kann man sich die Partien am heimischen PC anschauen, mit der mitgelieferten Fritz 6-Engine analysieren und Partien nach vielen verschiedenen Kriterien auf höchst komfortable Weise suchen und finden. Das Gesehene lässt sich dann auch gleich mit eigenen Partien ausprobieren, denn ChessBase Light 2007 bietet auch einen Gastzugang zum Fritzserver. Und das alles macht doppelt Spaß, denn ChessBase Light 2007 ist völlig kostenlos. Wer ChessBase Light 2007 dann zum großen Datenbankprogramm ohne jede Einschränkung aufmotzen möchte, erhält zum Preis von 49,90 Euro mit der Premiumversion den Schlüssel zur unbegrenzten Freiheit. Peter Schreiner beschreibt, was ChessBase Light 2007 alles kann. Mehr...

ChessBase 14 Download ChessBase 14 Download

ChessBase 14 ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Und zwar für alle, die Spaß am Schach haben und auch in Zukunft erfolgreich mitspielen wollen. Das gilt für den Weltmeister ebenso wie für den Vereinsspieler oder den Schachfreund von nebenan.

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ChessBase Light 2007
Peter Schreiner


 
Seit kurzem ist das Chessbase Light 2007 zum kostenlosen Download verfügbar. Das Programm basiert in wesentlichen Teilen auf dem Datenbankprogramm ChessBase 9 und jeder Schachinteressierte kann sich anhand dieser Version einen sehr guten Eindruck von der Funktionsweise eines speziellen Schachdatenbankprogramms verschaffen. Die Software weist einige Funktionsbeschränkungen auf. Z.B. ist die Größe der lesbaren Datenbanken auf maximal 32 000 Partien (pro Datenbank) begrenzt und man kann keine Partien speichern.

Trotz dieser Einschränkungen leistet das kostenlose Schachprogrammen exzellente Dienste zur schachlichen Vorbereitung. Einige Möglichkeiten des Programms stellen wir im Rahmen dieses Artikels vor allem für Anwender vor, die wenig Erfahrung im Umgang mit einem Schachdatenbanksystem haben.

Für den Preis von 49.99 Euro lässt sich CBLight 2007 auf die Premiumversion updaten, bei der alle Funktionseinschränkungen aufgehoben sind.  Damit fallen sämtliche Funktionsbeschränkungen weg und man kann mit dem vollen Funktionsumfang des Programms arbeiten. Dazu später noch mehr.

Die Downloadgröße von ChessBase Light 2007 beträgt knapp über 60 MB, mit einem flotten DSL Anschluss ist der Download schnell erledigt. Die Installationsroutine ist selbsterklärend und selbstverständlich ist die Software in deutscher Sprache verfügbar.

Neben dem Datenbankprogramm bekommt man noch eine Datenbank mit 12 000 hochklassigen Partien und allen Weltmeisterschaftspartien, eine Fritz Engine für die Analyse und die aktuellste Zugangssoftware zum Schachserver Schach.de. Beim ersten Start gelangt man zum Datenbankfenster. Hier findet man die zuvor erwähnte Datenbank CBLight Database mit den ausgewählten 12 000 Partien.

Wie  kommt man als Einsteiger an weitere Datenbanken, um mit der Software zu experimentieren und sich damit vertraut zu machen? Man findet im Internet eine Vielzahl von Datenbanken, darüber hinaus kann das Programm natürlich alle Fritz erstellten und gespeicherten Datenbanken einlesen. Alle auf dem Schachserver Schach.de gespielten Partien werden z.B. vollautomatisch in der Datenbank MyInternetGames gespeichert. Die Auswertung dieser Partien ist ebenfalls problemlos mit der Lightversion möglich. Das Datenbankfenster dient also als "Schaltzentrale" und hier kann man übersichtlich alle auf dem Rechner gespeicherten Partiendatenbanken verwalten. Das Programm ist übrigens auch mit dem im Internet weit verbreiteten PGN-Format kompatibel und kann damit als komfortabler PGN-Reader eingesetzt werden.

Nach einem Doppelklick auf die mitgelieferte Datenbank CBLight Database öffnet sich die Listenansicht des Programms mit den in der Datenbank gespeicherten Partien. Hier findet man Informationen über die Spieler, das Turnier, Jahr usw. Die Listenansicht ist übrigens frei konfigurierbar und kann benutzerdefiniert eingestellt werden.

Beim Test des Programms sollten Sie unbedingt auf die vielen Feinheiten achten, die in den Rechtsklickmenüs des Programms zur Verfügung stehen. Markiert man einen Listeneintrag und drückt die Taste O (alternativ geht es auch mit einem Rechtsklick - Funktion "Überblick" aus dem Kontextmenü), wird die Partie mit mehreren Diagrammen angezeigt.

Das Programm stellt die Diagramme so dar, dass immer die gleiche Zugzahl zwischen den einzelnen Diagrammen angezeigt wird. Mit dem Schalter "Brett" kann man die Größe der Diagramme so ändern, dass auch langzügige Notationen im Überblick dargestellt werden.

Ein Doppelklick auf einen Listeneintrag lädt die Partienotation das Brettfenster. Hier kann man die Partie nachspielen und in Kombination mit einer Schachengine analysieren.


Partien suchen und finden

Mit der Suchmaske filtert man aus einer oder mehreren Datenbanken die gewünschten Partien heraus. Es ist im Datenbankfenster möglich in mehreren Datenbanken gleichzeitig nach den vorgegebenen Partien zu suchen. Die Suchmaske bietet eine Fülle von unterschiedlichen Suchkriterien, die man für eine Suche innerhalb einer Datenbank miteinander kombinieren kann.

Suchabfragen nach Spielernamen, Turnieren, Brettpositionen, Materialkonstellationen oder Manövern sind jederzeit möglich und filtern die gewünschten Partien aus den vorhandenen Datenbanken. Betrachten wir uns einmal eine der vielen Möglichkeiten, die das Programm mit der Suchfunktion und den Statistikfunktionen bietet.

Wir suchen in der mitgelieferten Datenbank alle Weißpartien des legendären Schachweltmeisters der Jahre 1921-1927, Jose Raul Capablanca. Ein Rechtsklick auf das Datenbanksymbol im Datenbankfenster öffnet ein Kontextmenü und wir wählen die Option "Suche", um die Suchmaske zu aktivieren. In der Suchmaske deaktiveren wir den Eintrag "Farben ignorieren", da wir ausschließlich Partien benötigen, die von Capablanca als Anziehender gespielt wurden. In der Eingabezeile für Schwarz geben wir "Capablanca" und daneben "J" ein. Ein Klick auf OK startet die Suche des Programms. Das Programm zeigt innerhalb weniger Sekunden alle 108 in der Datenbank enthaltenen Weißpartien von Capablanca im Fenster Suchergebnis an.

Im nächsten Schritt klicken wir mit der rechten Maustaste auf den ersten Listeneintrag und wählen aus dem Kontextmenü Bearbeiten - Alles markieren. Damit sind alle Partien für eine weitere Bearbeitung markiert, was man an der dunklen Unterlegung erkennen kann. Nach diesen vorbereitenden Schritten hilft ein erneuter Rechtsklick - Statistik weiter.

Das Ergebnis sieht nun wie folgt aus:

Die Interpretation der Statistik über die 108 gefundenen Weißpartien von Capablanca ist nicht kompliziert. In dem Tortendiagramm zeigt der schwarz eingefärbte Bereich die Anzahl der schwarzen Siege an, der weiß dargestellte Bereich steht für den Anteil der Weißsiege während der grau unterlegte Bereich die Remisquote repräsentiert. Auf Anhieb wird deutlich, dass Capablanca als Anziehender besonders sicher am Brett agiert hat. Die Verlustquote als Anziehender ist ausgesprochen niedrig.

Die Prozentsätze in Fettschrift zeigen die Resultate, die von Weiß und Schwarz insgesamt erzielt wurden. Da beide Seiten für ein Remis einen halben Punkt erhalten, werden die halben Punkte in der Gesamtstatistik beiden Parteien zugeordnet. Der entsprechend erreichte Gesamtwert wird entsprechend in der Anzeige unter "total" angegeben. 

Das Statistikfenster bietet aber noch weitere Informationen. Am unteren Bildrand befinden sich weitere Buttons, z.B. die durchschnittliche Partielänge, Verteilung der Partienanzahl auf einen bestimmten Zeitraum oder die Eröffnungsvorlieben des ausgewählten Spielers.

Ansichtssache – Die Listenansichten

Die Listeansichten des Programms bieten eine Fülle von Detailinformationen in den unterschiedlichen Spalteneinträgen. Der Clou: Ein Klick auf einen Spalteneintrag sortiert die Information im Spalteneintrag, ein erneuter Klick auf einen Spaltentitel kehrt das Sortierkriterium um. Nehmen wir an, Sie möchten die Partien alphabetisch nach Spielernamen sortieren. Ein Klick auf der Spalteneintrag Weiß sortiert alphabetisch ab dem Buchstaben „A“, ein erneuter Klick kehrt die Sortierung um und alle Partien mit Spielernamen ab „Z“ werden fein säuberlich aufgelistet. Klick auf Elo W sortiert die Liste nach den stärksten Spielern, ein erneuter Klick auf den Spaltentitel kehrt die Sortierfolge um. In Kombination mit den unterschiedlichen Verzeichnisansichten einer Datenbank bietet dieses Konzept ein deutliches Plus an Information. Von der Informationsfülle innerhalb der Listenansichten können Sie sich schnell einen Eindruck verschaffen. Aktivieren Sie per Rechtsklick  auf die Spaltentitel alle verfügbaren Spalteneinträge.

Natürlich besteht die Möglichkeit, die Ansicht benutzerdefiniert einzustellen. Für alle Listenansichten gilt, dass man die Spalteneinträge ein- oder ausblenden und mit gedrückter linker Maustaste umsortieren und einstellen kann. Den aktuell sortierten Spalteneintrag erkennt man an einer kleinen roten Markierung innerhalb des Spaltentitels.

Die Einstellung "Alle Spalten" erweitert den Informationsgehalt einer Liste erheblich. Wenn Sie mit der Bildlaufleiste am unteren Bildrand nach rechts scrollen, finden Sie zahlreiche Zusatzinformationen, z.B. die Anzeige der Partienotation. Eine vorgenommene Sortierung innerhalb der Liste kann dauerhaft fixiert werden.

Eine weiteres schönes Detail ist die konsequente Implementierung von Tooltipps innerhalb der Listenansichten. Wenn Sie mit der Maus auf einem Eintrag verharren, wird über den Tooltipp eine nützliche Zusatzinformationen eingeblendet.

Beispiel: Fahren Sie mit dem Mauszeiger über den Spalteneintrag "Notation" in der Partienliste.


In dem Spalteneintrag wird die Notation jeder Partie gelistet, im Tooltipp wird der Name der gespielten Eröffnung für den ausgewählten Partieeintrag im Klartext angezeigt.

Schneller Zugriff über die Indizes

In jedem Listenfenster einer Datenbank befindet sich eine Reihe von Karteikartenreitern, über die man Zugriff auf die Verzeichnisansichten für Spieler, Turniere, Kommentatoren, Mannschaften usw. hat. Ein Klick auf den Eintrag Spieler in der Partienliste öffnet z.B. den Spielerindex.

Der Spielerindex ist – wie alle anderen Verzeichnisansichten auch – in drei unterschiedliche Fenster unterteilt. Die Informationen innerhalb der Listenansichten in den drei Fenstern sind ebenfalls übersichtlich in Spalten unterteilt. Alle zuvor beschriebenen Optionen zu den Sortierfunktionen innerhalb der Listenansichten gelten auch für die Verzeichnisansichten.

Im linken Fenster des Spielerverzeichnisses findet man eine Auflistung aller Spieler, die mit Partien in der ausgewählten Datenbank vertreten sind. Ein Klick auf den Spalteneintrag Nachname sortiert z.B. die Listenansicht nach diesem Kriterium. Schaut man sich die Spalteneinträge im Spielerverzeichnis genauer an, erkennt man rasch die Vorzüge des Systems mit der Spaltensortierung. Ein Klick auf „Geboren“ sortiert die Auflistung z.B, nach dem Geburtsdatum.

Am unteren Bildrand des Spielerverzeichnisses steht eine Eingabezeile. Die Eingabezeile ist extrem hilfreich, wenn man schnell nach einem bestimmten Spieler sucht. Geben Sie die Anfangsbuchstaben eines Spielernamens ein, z.B. „ Capa“.

Bereits bei der Eingabe stellt man fest, dass beim Eintippen eines Namens umgehend in der Liste der entsprechende Spielereintrag angezeigt wird, wenn das Programm eine Übereinstimmung im Index vorfindet. Die Eingabezeile unterstützt auch die Suche nach Spielereinträgen, die mit einem Kleinbuchstaben beginnen.

In unserem Beispiel wird im Spielerindex der Spielereintrag "Capablanca Jose" angezeigt. Markieren Sie den Eintrag in der Listenansicht. Nach Markierung des Spielereintrages Capablanca sieht man rechts im Fenster Partien eine Auflistung alle Partien, darunter findet man im Fenster Turniere eine Auflistung aller Turniere, an denen Siegbert Tarrasch teilgenommen hat. Über die bereits beschriebene Spaltensortierung kann man die Darstellung der Listen anpassen und die gewünschten Informationen darstellen.

Ein Rechtsklick auf einen markierten Spielereintrag im Spielerindex ruft weitere Funktionen auf:

 

Ein Klick auf „Zeige Weißpartien“ listet im Fenster Partien nur die Weißpartien des Spielers auf. Zusätzlich kann man über das Kontextmenü weitere Funktionen starten, die im Zusammenhang mit der Auswertung von Partiedaten eines Spielers relevant sind.

Nach dem gleichen Prinzip funktionieren die Verzeichnisansichten für Turniere, Mannschaften, Kommentatoren, u.s.w.

Filteroptionen in Listenansichten

In den Listenfenstern finden man Schnellschalter mit Bearbeitungsfunktionen für die Einträge innerhalb der Listen, u.a. eine für jede Liste individuell angepasste Filteroption. Neben den Funktionen Kopieren, Bearbeiten, Clip oder Löschen ist die Option Filter besonders nützlich in den Listenansichten.

Im zuvor besprochenen Spielerindex startet ein Klick auf Filter beispielsweise eine Suche nach Spielern. Beachten Sie, daß sich die Suche über den Filter immer auf die angezeigte Teilmenge der jeweils angezeigten Einträge bezieht. Schauen wir uns die Funktion des Filters einmal an einem praktischen Beispiel an.

Datenbankfenster – Rechtsklick CBLight Database  - Suche - startet die Suchmaske. Im Eingabefeld "Weiß" der Suchmaske geben wir "Capablanca" ein und bestätigen mit OK. Das Programm listet im Fenster Suchergebnis alle Partien von Jose Capablanca auf, die in der Datenbank enthalten sind. Unterhalb der Partienliste mit den Capablanca-Partien befindet sich der Schalter „Filter“, den wir jetzt anklicken. Es startet erneut die Suchmaske.

Wichtig für das Verständnis: Die Suche erstreckt sich jetzt auf die in der Liste angezeigten Partien, nicht auf die Inhalte z.B. der kompletten Datenbank.

Geben Sie als Suchkriterium „Lasker“ ein: "" und setzen mit der Maus ein Häkchen in der Option "Filter benutzen". Das Programm filtert aus der angezeigten Teilmenge (der Liste) alle Partien heraus, die Capablanca gegen Lasker gespielt hat.

Eröffnungsklassifikation

Das Programm bietet ebenfalls eine übersichtliche Darstellung der unterschiedlichen Eröffnungssysteme. Über die Eröffnungsschlüssel ist das Sichten von bestimmten Eröffnungssystemen sehr komfortabel. Die Ansicht des Eröffnungsschlüssel einer Datenbank startet man in einer Partienliste über den Reiter "Eröffnungen". Die nachstehende Abbildung zeigt den fein strukturierten Eröffnungsschlüssel für die mitgelieferte Datenbank CBLight Database.

Das Bedienungsprinzip der zweigeteilten Ansicht kennen Sie sicher vom Windows Explorer. Ein Plussymbol vor einem Eintrag weist darauf hin, dass hier noch Untervarianten zu dem Themenkomplex vorhanden sind. Umgekehrt kann man mit einem Klick auf das Minussymbol die angezeigten Untervarianten wieder ausblenden. Mit dieser Methode ist eine komfortable Navigation in dem verschachtelten Eröffnungsbaum. Mit jedem Klick auf ein Plussymbol erreicht man die tiefere Ebene eines Schlüssels. Die Zahlenwerte rechts vom Listeneintrag zeigen die Anzahl der in einem Schlüssel enthaltenen Partien an. Der Name der gewählten Eröffnung wird übrigens am oberen Bildrand des Fensters angezeigt.

Eine große Arbeitserleichterung bei der Navigation innerhalb des Schlüssels ist die parallele Anzeige aller Partien einer Variante in der unteren Fensteransicht. Das ist eine sehr nützliche Funktion für das Eröffnungsstudium. Markieren Sie einfach im Schlüssel die gewünschte Variante, um im unteren Fenster die Partien anzuzeigen. Mit F10 lädt man im Brettfenster die Partien nacheinander aus der Liste, STRG-F10 lädt die Partien vor der Markierung.

Die Partienliste in der Schlüsselansicht verhält sich wie alle anderen Partielisten. Eine nützliche Ergänzung für das Eröffnungsstudium bekommt man, wenn man die Partien markiert und sich nach einem Rechtsklick über das Kontexmenü "Buch aus ausgewählten Partien" den passenden Positionsbaum generieren lässt.

Im Programm ist noch ein direkterer Zugang zum Schlüssel über eine eingegebene oder geladene Partie möglich. Laden Sie eine Partie in das Brettfenster oder geben Sie die Anfangszüge der gesuchten Variante ein. Menü Extras - Eröffnungsklassifikation veranlasst das Programm, die Eröffnungsvariante zu bestimmen und umgehend den entsprechenden Schlüsseleintrag inkl. der Vergleichspartien zu laden.

Drohungen zeigen

Im Brettfenster gibt es eine eingebettete Schachengine, die Drohungen in der aktuellen Position mit farbigen Markierungen auf dem Schachbrett kennzeichnet. Die Anzeige aktiviert man unter Hilfe - Drohung als Pfeil oder Drohung aufstellen als Pfeil. Die aktuelle direkte Drohung wird mit einem orangen Pfeil auf dem Brett gekennzeichnet.

Optional wird mit einem blauen Pfeil der Zug angezeigt, der die unangenehmste Drohung verursacht. Das wird nicht immer der stärkste Zug sein, ist aber hilfreich, um mögliche taktische Motive besser zu verstehen.

Das Programm biet eine Fülle von Funktionen, von denen Sie sich nach dem Download und der Installation selbst einen Eindruck verschaffen können. Zum Abschluss möchten wir noch einige Tipps zum Verwalten von Datenbanken geben, die den Umfang mit dem Datenbankprogramm deutlich erleichtern.

Innerhalb einer Datenbank werden Partien oder Schachpositionen mit Texten und Textkommentaren gespeichert. Generell empfiehlt es sich, mit themenorientierten Datenbanken zu arbeiten. Das Datenbankfenster, also der Startbildschirm des Programms, bietet die Möglichkeit, verschiedene Datenbanken übersichtlich zu verwalten und zu ordnen. Datenbanken können historischen Partien, aktuelle Turniere oder eigene Partien enthalten. Die Sortier- und Ordnungskriterien werden von dem individuellen Anwendungsverhalten bestimmt.

Damit man die Partiensammlungen besser strukturieren und verwalten kann, wird vom Programm zwischen unterschiedlichen Datenbanktypen unterschieden. Typische Kategorien sind z.B. die Referenzdatenbank, Analysen, Taktik, Endspiele, Training usw. Im Datenbankfenster wird der Typ der Datenbank mit einem entsprechenden Icon zur besseren Übersicht angezeigt.

Bei neuen Datenbanken kann man benutzerdefiniert ein Icon für den Datenbanktyp vorgeben. Mit einem Rechtsklick auf einen Datenbankeintrag im Datenbankfenster - Eigenschaften - startet man den entsprechenden Dialog für die Auswahl des Datenbanktyps.

 

Die meisten Anwender setzen eine der sorgfältig editierten Referenzdatenbanken wie die Big - oder Megabase ein. In diesen Datenbanken steckt ein gewaltiger Arbeitsaufwand hinsichtlich der Vereinheitlichung der Schweibweisen von Spielernamen, Turniere usw. Nur eine sorgfältig editierte Partiendatenbank ermöglicht aussagekräftige Statistiken und Auswertungen. Wenn Sie das Programm freischalten, können Sie mit dem Programm auf beliebig grosse Datenbaneken zugreifen. Viele Anwendern importieren neue Partiedaten, z.B. aus dem Internet, direkt in diese sorgfältig bearbeiteten Datenbanken. Davon ist aus mehreren Gründen abzuraten: Die Big-/Mega Database garantiert saubere statistische Auswertungen, weil die Partiedaten mit hohem Aufwand vereinheitlicht sind. Beim Import neuer Partiedaten besteht die Gefahr, dass z.B. mehrere Einträge für den gleichen Spieler in die Datenbank kommen und die Statistik nicht mehr alle Einträge berücksichtigt. Die Reorganisation einer riesigen Datenbank beim Import neuer Daten ist zeitaufwendig und die Klassifikation, Zuordnung und Reorganisation einer riesigen Datenbank mit über 3 Millionen Partieeinträgen benötigt natürlich sehr viel Zeit.

Verwaltet man seine Partiien hingegen übersichtlich in kleineren, themenbezogenen Datenbanken ist das Handling deutlich übersichtlicher und schneller. Ein häufig vorgebrachtes Argument für das Verwalten sämtlicher Partiedaten in einer einzigen Partiendatenbank besteht darin, dass man in diesem Fall nur einmal eine Suchabfrage definieren und durchführen muss. Bei mehreren Datenbanken besteht das Problem, die Suche mehrfach nacheinander in den unterschiedlichen Datenbanken durchzuführen? Das ist definitiv nicht richtig. Im Unterschied zu den Schachprogrammen kann das Programm mehrere Datenbanken gleichzeitig nach den vordefinierten Suchparametern durchforsten. Dazu markiert man im Datenbankfenster mit gedrückter STRG-Taste und per Mausklick die Datenbanken, die das Programm mit den vorgegebenen Suchparametern der Suchmaske durchsuchen soll. Per Rechtsklick auf eines der markierten Datenbanksymbole startet man ein Kontextmenü, in dem die Option "Suche" zur Verfügung steht. 

Fazit

Das kostenlose Chessbase Light 2007 ergänzt sich hervorragend mit Schachprogrammen wie Fritz 10 & Co. Man bekommt mit der Software ein nützliches Tool in die Hand, das mit den zahlreichen Statistikfunktionen die Datenbankfunktionen von Fritz & Co noch einmal deutlich aufwertet. Zudem kann man sich anhand der Software einen guten Eindruck von den erweiterten Möglichkeiten eines Schachdatenbankprogramms verschaffen. Für die Auswertung eigener oder kleinerer Partiensammlungen ist die Lightversion völlig ausreichend. Im Lieferumfang ist zusätzlich noch die aktuellste Version der Zugangssoftware zum Server Schach.de enthalten. Wer noch kein Datenbankprogramm besitzt, bekommt mit Chessbase Light 2007 Premium ein ausgereiftes  Schachdatenbankprogramm zu einem unschlagbar günstigen Preis. Überzeugen Sie sich selbst.  
 

 

 

 

 


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