Neu: Mega 2010

17.12.2009 – Wer die Mega Datenbank besitzt, braucht eigentlich nichts anderes mehr über Schach. Die Partien der gerade erschienenen aktuellen Ausgabe Mega Database 2010 reichen von 1475 bis zur 2. Runde des soeben beendeten World Cups in Khanty-Mansiysk, umfassen alle wichtigen Turniere und die weniger wichtigen ebenfalls. Unzählige Geschichten und Dramen sind in den Partien verborgen und praktisch jedes Land der Welt ist mit Turnieren vertreten. Wer die Mega 2010 besitzt, kann sicher sein, dass er Zugriff auf alle aktuellen Partien seines Eröffnungsrepertoires hat und von keiner kürzlich gespielten Neuerung irgendwo auf der Welt überrascht wird. Die erfassten Partien des nächsten Gegners stehen ebenso abrufbereit. Vielleicht noch wichtiger: Auch die von einem selbst erfassten Partien sollte man sich mal anschauen, damit man weiß, was der nächste Gegner weiß. Alles in allem enthält die neue Mega 4.463.291 Partien -wie soll man sich so eine große Zahl nur vorstellen? Übrigens: Mit dem zur Mega gehörenden Partien-Update-Service und ChessBase 10 sind Mega-Besitzer mit Hilfe des Aktivierungsschlüssel auch bis zum Jahresende 2010 immer up-to-date. Mega 2010 oder Big 2010 im Shop kaufen...Versuch, die Mega zu erklären...

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Die Mega 2010
 

Alljährlich erscheint mit der jeweiligen Mega Database zum Jahresende die schachliche Bestandsaufnahme der zu Ende gegangenen Schachsaison. Nun ist die neue Mega 2010 erschienen. Der in den letzten Jahren ziemlich konstante quantitative Zuwachs an Partien beträgt etwa 300.000. Die letzte Partie in der neuen Datenbank träg die Nummer 4.463.291. Es handelt sich um die Partie Vitiugov-Milos aus der 2. Runde der am vergangenen Montag in Khanty -Mansiysk abgeschlossenen World Cups. Man sieht der Partienbestand ist hochaktuell, der Redaktionsschluss reicht sehr nahe an den Auslieferungstermin der Datenbank heran.

Die moderne Datenverarbeitungswelt hat bestimmte riesige Mengen für das menschliche Vorstellungsvermögen ziemlich unzugänglich gemacht. Wie soll man sich die Anzahl 4.463.291 vorstellen? Ausgeschrieben sieht Vier Millionen Vierhundertdreiundsechzig Tausend Zweihunderteinundneunzig schon nach mehr aus. Hat man die Mega in der Hand, ist es trotzdem "nur" eine DVD. Wären es eine Million mehr Partien, wäre es vermutlich immer noch eine DVD. Trotzdem geht es hier um riesige Mengen an Informationen.

Ich habe das Verhältnis zwischen Partien mit langer Bedenkzeit, Schnellschachpartien und Blitzpartien in der Datenbank nicht geprüft, aber nimmt man an, dass 4 Millionen der Partien mit langer Bedenkzeit gespielt wurden, dann haben acht Millionen Menschen vermutlich 12 Millionen Stunden Zeit miteinander verbracht, um diese Partien zu spielen (Ich rechne einmal 3 Stunden im Schnitt für jede Partie). 12 Mio. Stunden sind 5 Mio. Tage. 5 Mio Tage sind etwa 1370 Jahre. So lange hätten also gedauert, wenn man diese Partien hätte hintereinander spielen wollen. Das wäre sogar theoretisch möglich gewesen, denn wir wissen, dass Schach zumindest in seinen Vorstufen um 500 in Indien entstand. Zeit genug war also.

Was wäre, wenn alle Partien zugleich gespielt worden wären? Rechnen wir einmal für eine Partie 60 cm Brettbreite inkl. etwas Abstand zwischen den Brettern (Wir stellen die Bretter ganz dicht, wie auf einem billigen Open). Dann brauchen wir bei einem Brett pro Partie (die Blindpartien lassen wir einmal unberücksichtigt) 2.677.974 Meter und 60 cm Platz. Das sind ca. 2678 km Tische mit Schachbrettern und Spielern und entspricht zufällig in etwa der Strecke Hamburg nach Elista, wenn man sie mit dem Auto fahren würde. Natürlich könnte man auch etwas mehr Platz pro Partie berechnen, aber dann würden wir ja mit unsere Strecke weit über das schöne Ziel hinausschießen.

Wer will, kann die Partien der Mega auch auf Papier ausdrucken. Rechnen Sie mit einem Blatt Papier für ca. vier Partien (beidseitiger Druck) und legen Sie 1.115.823 Blatt bereit (2500 Blatt für 19,90  Euro, Sie brauchen 446 Pakete für zusammen 8875,- Euro. Der Papierhändler gibt Ihnen sicher einen Rabatt. Die Kosten für die Druckerpatronen werden aber sicher deutlich höher liegen; bekanntlich ist Druckerschwärze für PC-Drucker die teuerste Flüssigkeit der Welt.). Wenn Sie 300 Seiten für ein Schachbuch rechnen, und diese dann jeweils 2 cm breit sind, müssen Sie bei Ikea Billy-Regale für ca. 3700 Bände kaufen. Bei 2 cm pro Buch brauchen Sie etwa 74 Regalmeter. Aber vielleicht habe ich mich auch grob verrechnet - vielleicht sollten Sie von der Idee einer gedruckten Sicherheitskopie doch Abstand nehmen.

Doch genug der quantitativen Betrachtung. Was ist in der Mega denn inhaltlich enthalten? Zum Beispiel fast 10.000 Partien (genau: 9553) Partien, die 100 Züge oder länger gedauert haben. Allein in Khanty-Masiysk beim letzten Worldcup wurden sieben Partien mit mehr als 100 Zügen gespielt. Bei der kurz zuvor in Moskau gespielten Blitz-WM waren es zwei. In einer Partie versuchte Boris Gelfand Viswanathan Anand mit Dame gegen Turm und Bauer niederzuringen, was ihm aber nicht gelang - ist auch gar nicht so leicht, erst recht nicht im Blitzen.

Die früheste Seeschlange in der Datenbank wurde von Labourdonnais und McDonnel 1834 beim Match in London gespielt. Hier war es ein kompliziertes Turmendspiel, das im 100sten Zug remis endete. Die längste Partie überhaupt in der Mega spielten Julian Hastrich und Hagen Poetsch bei der Deutschen-Jugend Internetmeisterschaft 2007. Sie dauerte 277 Züge. Im gleichen Turnier hatte Hagen Poetsch schon eine Partie in 276 Zügen gewonnen. Beide Partien sind aber zum Schluss keine ernsthaften Auseinadersetzungen mehr, weil der Verlierer jeweils vergessen hatte, wie man aufgibt und dafür vom Sieger durch Hinauszögern des Matts bestraft wird.

Die längste "richtige" Partie am Holzbrett spielten Laurent Fressinet und Alexandra Kosteniuk beim Schnellschachturnier in Villandry. Nach 237 Zügen gewann die amtierende Weltmeisterin im Endspiel mit Turm und Läufer gegen Turm.

Schaut man sich nach den kürzesten Partien um, so findet man dreimal das Narrenmatt (1.f3 e5 2.g4 Dh4#) in Kinderpartien. Die kürzesten Partien zwischen Meistern dauern etwa fünf Züge. Dann hat einer eine Figur eingestellt, Für die Liebhaber der Schadenfreude ein paar Beispiele:


Ibragimov,Ildar (2590) - Zhelnin,Vladimir V (2490) [B06]
RUS-Cup02 Moscow (8), 1998
1.d4 d6 2.Sf3 Sd7 3.e4 g6 4.Lc4 Lg7 5.Lxf7+ [5.Lxf7+ Kxf7 6.Sg5+ Ke8 (6...Kf6 7.Df3#+-) 7.Se6+-] 1–0

Hoang Thanh Trang (2476) - Franchini,Gabriele (2309) [A45]
Budapest FS08 GM Budapest (9), 14.08.2005
1.d4 Sf6 2.Lg5 e6 3.Sd2 c5 4.dxc5 Lxc5 5.Se4 Sxe4 0–1

Farago,Ivan (2515) - Bliumberg,Vladislav (2360) [D11]
Budapest FS06 GM Budapest (4), 1994

1.d4 d5 2.c4 dxc4 3.Sf3 c6 4.e3 Le6 5.Sg5 Da5+ 0–1

Diese "Falle" kommt alle Nase lang vor:

Brameyer,Hermann (2286) - Shabanov,Yuri (2431) [D11]
EU-chT Seniors 06th Dresden (4.2), 25.02.2004
1.d4 d5 2.Sf3 c6 3.c4 dxc4 4.e3 Le6 5.Sg5 Da5+ 0–1

Bouaziz,Borhen - Stefanova,Antoaneta (2475) [D11]
Djerba op Djerba (6), 1998
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 dxc4 4.e3 Le6 5.Sg5 0–1

Natürlich ist das noch lange nicht die vollständige Liste der Opfer dieser Falle!

Hier noch ein paar aktuellere Reinfälle mit anderen Motiven:

Jankovic,Alojzije (2540) - Zierke,Oliver (2306) [D32]
Pula op Pula (3), 29.06.2009
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 c5 4.cxd5 exd5 5.Sf3 Sc6 6.Lf4 cxd4 7.Sxd4 Lb4 8.Sdb5 d4 9.Sc7+ Dxc7 10.Lxc7 dxc3 0–1

Chuprikov,Dmitry (2414) - Bocharov,Dmitry (2606) [E53]
Voronezh op-A 13th Voronezh (5), 16.06.2009
1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.e3 0–0 5.Ld3 d5 6.Sf3 c5 7.0–0 b6 8.cxd5 exd5 9.Se5 La6 10.Sc6 Dd7 11.Sxb8 1–0

Das kann schon alles fast im Kopf nachspielen. Was aber nicht heißen soll, dass man nicht selbst in der nächsten Mega als Eintrag in dieser Auswahl auftauchen könnte.

Die Partiensammlung der Mega durchstreift das komplette Spektrum des Schachs. Zeitlich reicht sie von 1475 (De Castellvi- Vinoles, Valencia 1475) bis zum erwähnten World Cup in Khanty-Mansiysk, 2009 (2. Runde). Alle bedeutenden Turniere sind enthalten, alle Weltmeisterschaftswettkämpfe und -Turniere, die FIDE- K.o-Turniere, alle Kandidatenturniere, die früheren Interzonenturniere, Europameisterschaften, World-Cup-Turniere etc, etc. Aber nicht nur die hochklassigen Turniere der Schachgeschichte sind in der Mega gespeichert. Auch unzählige für die Allgemeinheit nicht so bedeutende Turniere oder Mannschaftswettbewerbe werden erfasst. So finden auch Amateure, selbst in den untersten Ligen, vielleicht Partien ihres nächsten Gegners in der Datenbank.

Wer die Partien eines bestimmten Turniers sucht, kann mit dem ChessBase-Programm über den Turnierschlüssel eine Liste der Turniere anzeigen lassen. Wenn Sie sich allein die Turniere des letzten Jahres anzeigen lassen, können Sie nun eine virtuelle Schachweltreise unternehmen. So gut wie jedes Land der Welt ist mit einem Turnier vertreten.



Ebenfalls interessant ist die Liste der Spieler, in ChessBase über den Spielerindex einzusehen. Der Spieler mit den meisten Partien ist Viktor Kortschnoj.

Der 79-Jährige spielte im Laufe seiner Karriere 4790 Partien (Bis zur Drucklegung der Mega. Inzwischen sind natürlich noch ein paar Partien hinzu gekommen.). Die erste Partie stammt aus dem Jahre 1946 und wurde bei den Leningrader U18-Meisterschaften gespielt - gegen T.Petrosian. Die jüngsten Kortschnoj-Partien stammen u.a. aus der Schweizer Liga in diesem Jahr, wo der rüstige Großmeister noch einmal gegen starke Gegner eine Riesenergebnis erzielte. Seine Konkurrenten im Kampf um Platz Eins der Liste der fleißigsten Spieler hat Kortschnoj um mehr als 1000 Partien angehängt. Auf den Plätzen folgen Ivan Farago (3760) und Anatoly Karpov (3703). Wer könnte Korschnoj je einholen? Moment. Auf Rang 17 folgt Vassily Ivanchuk mit 2858. Ivanchuk ist erst 40 Jahre. Mit 80 wäre er vermutlich bei 5600 Partien. Hier geht also was! Noch fleißiger als Ivanchuk ist von den aktuellen Top-Spielern allerdings noch Loek van Wely (3018 Partien). Van Wely ist zudem erst 37 Jahre alt. Vielleicht gibt es hier einmal ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Im Jahr 2050 wissen wir mehr.

Eine der vornehmsten Pflichten eines Spitzenspielers ist das Simultanspielen. Unzählige Simultanveranstaltungen sind in der Mega verzeichnet. Der erste Eintrag stammt aus dem Jahr 1783. Phildor spielte gegen zwei Spieler gleichzeitig, und das auch noch blind. Im Jahr 1947 war es Miguel Naidorf (eigentlich:
Mieczyslaw Najdorf), der einen Rekord im Blindspiel aufstellte. Der nach der Schacholympiade 1939 in Argentinien gebliebene polnische Großmeister spielte 1947 in San Pablo (Brasilien) gegen 45 Gegner blind simultan - das war Weltrekord und ist es noch. Nicht immer nimmt die Simultanpartie den vom Star gewünschten Verlauf. Aber meist das gewünschte Ende. Zur Erbauung empfehle ich das Nachspielen von Simultanpartien von Karpov.

Wer in der Mega stöbert braucht eigentlich nie wieder ein Schachbuch. Das liegt auch an der großen Anzahl dort enthaltener kommentierter Partien. Die Liste der fleißigsten Kommentatoren führt Lubomir Ftacnik mit 4754 Partien an, gefolgt von Zoltan Ribli mit 4048 Partien. Diese beiden Großmeister übertreffen alle anderen Kommentatoren um ein Vielfaches. Schaut man auf die absolute Weltspitze, so ist Viswanathan Anand mit 259 Partien vertreten. Der erste Kommentar stammt aus dem Jahr 1988, die letzten kommentierten Partien aus diesem Jahr.

World Cup-Sieger Boris Gelfand hat 249 Partien kommentiert, ausnahmslos eigene. Sein Sekundant Alexander Huzman steht mit 1394 kommentierten Partien zu Buche. Alexej Shirov hat über 130 Partien kommentiert. Garry Kasparov analysierte 57 Partien im ChessBase-Format, zumeist Klassiker. Auch die junge Garde mit Magnus Carlsen, Teimour Radjabov, Vugar Gashimov oder Levon Aronian ist mit einer Anzahl von kommentierten Partien vertreten.

Wenn man einmal alle Partien filtert, die Varianten enthalten, so werden 72.251 Partien aufgelistet.

Viel Stoff zum Nachspielen.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die erste Partie in der Mega, De Castellvi- Vinoles, Valencia 1475, mit der Skandinavischen Verteidigung gespielt wurde. Neben dem Zugriff über die Partienliste, die chronologisch aufgebaut ist, oder dem Turnier,- Spieler, oder Kommentatorindex, gibt es natürlich auch einen Eröffnungsschlüssel. Hier sind alle Partien nach Eröffnungsstellungen klassifiziert und einsortiert. Inzwischen ist der Zugriff über den Schlüssel im ChessBase-Programm ein wenig von der moderneren Referenzsuche - seit CB9, mit CB 10 noch einmal deutlich verbessert -  in den Hintergrund gerückt worden.

Wer aber z.B. mit Fritz 10 auf die Mega zugreift, erhält mit dem Schlüssel wertvolle Orientierung.

In der Referenzsuche von ChessBase zeigen mitlaufende Statistiken, was mit einer Variante los ist, wer sie spielt und mit welchem Erfolg. Die Funktion wird immer auf einer Referenzdatenbank ausgeführt.

Ist die Mega 2010 die Referenz, dann hat man die größtmögliche Sicherheit, dass auch alle aktuellen Partien mit berücksichtigt werden, auch mit Hilfe des Partein-Updates. Nach Eingabe einer Aktivierungsnummer wird die Datenbank über das Internet wöchentlich mit neuen Partien aktualisiert.





Aktualisierungs-Menü

Skandinavisch wurde bisher 85.559 mal angewandt und erzielt einen Erfolg von durchschnittlich 54,2%. Damit ist es statistisch etwas schlechter als Caro-Kann oder Französisch, aber besser als 1...e5. An Sizilianisch (50,7% aus weißer Sicht) kommt natürlich keine Antwort auf 1...e4 heran.



Von gleichbleibender Wichtigkeit ist der Endspielschlüssel der Mega 2010. Er fußt auf dem seinerzeit vom Informator-Verlag entwickelten Schema und klassifiziert die Endspiele der Partien nach Materialverteilung und Charakteristiken. Hier findet man also immer Musterendspiele zum Lernen, üben und Vergleichen.

Ebenfalls nützlich ist der Mittelspielschlüssel, der Partien nach Strukturen, Manövern und anderen gemeinsamen Kennzeichen klassifiziert.

Neben den vielen Trainingshilfen und Zugriffsmöglichkeiten sind aber natürlich zwei Anwendungen die allerwichtigsten:

1. Aktuelle Beispielpartien für das eigene Eröffnungsrepertoire zur Verfügung zu haben
2. Möglichst viele und aktuelle Beispielpartien meines nächsten Gegners finden zu können

Außerdem ist es gut zu wissen, welche Partien von einem selbst in der Mega gespeichert sind. Zu diesem Aspekt sind zwei wahre Begebenheiten von einer gewissen illustrativen Kraft:

Bob* spielt in der Hamburger Bezirksliga eine Partie und wird von einem bestens vorbereiteten Gegner vermöbelt. Wie sich herausstellt, hat der Gegner sich in der Mega die Partien von Bob angeschaut und festgestellt, dass dieser eine zweifelhafte Variante in einer scharfen Eröffnung spielt. Die Partie ist zwar zehn Jahre alt und Bob fragt sich lautstark, wie man sich denn mit Hilfe einer so alten Partie vorbereiten kann, aber Bob hatte seitdem ja sein Repertoire nicht geändert. Tja Bob...

Alfons* zeigt in einer Trainingsstunde, welche Antwort er auf das erwartete 1...e4 seines Gegners in der nächsten Partie plant. "Es weiß ja niemand, dass ich neuerdings diese Verteidigung spiele. Das wird ihn überraschen," freut sich Alfons. "Ich würde bei meiner Vorbereitung auf Dich denken, dass du nur diese Verteidigung spielst und mich akribisch darauf vorbereiten," meint ein Mannschaftskollege, der gerade einen Blick auf Alfons' Partien in der Mega wirft und sieht, dass dieser die besagte Verteidigung schon mindestens zehnmal bei Internetturnieren gespielt hat. "Huch, das Turnier ist dort auch schon drin", ist Alfons ganz erstaunt.

* Namen von der Redaktion geändert
 

Also: Das Material steht mit der Mega 2010 zur Verfügung, nun legt es nur noch an Ihnen...

 

 

 

André Schulz

 

 

 

 



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