Nick Perts Rundumschlag gegen die Anti-Sizilianer

01.04.2021 – Anti-Sizilianer erfreuen sich bei 1.e4-Spielern großer Beliebtheit, nicht nur im Spitzenschach, sondern mehr noch im Turnier- und Vereinsschach. Für Sizilianisch-Freunde sind Abweichler wie der Lb5-Sizilianer, der Grand-Prix-Angriff, Alapin usw. oft ein Ärgernis. Nick Pert stellt auf seiner jüngsten DVD ein Repertoire gegen all diese Systeme zusammen, das auf seiner jahrelangen Erfahrung mit dem Sizilianer beruht. Philipp Hillebrand hat sich die DVD angesehen.

A Black Repertoire versus the Anti-Sicilians A Black Repertoire versus the Anti-Sicilians

In dieser Video-Serie gibt Pert ein starkes und praktisches Schwarz-Repertoire gegen die Anti-Sizilianer wie den Lb5-Sizilianer, den Grand-Prix-Angriff, den Alapin und viele mehr, aus meiner langjährigen Erfahrung beim Spielen des Sizilianers.

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Nicholas Pert: A Black Repertoire versus the Anti Sicilians

Eine Rezension von Philipp Hillebrand

Der Titel der DVD legt recht deutlich dar, worum es in diesem neuesten Werk des englischen Großmeisters geht, und zwar den sog. Nebenvarianten gegen Sizilianisch. Meist entstehen diese, wenn der Anziehende auf 2.Sf3 und oder spätestens auf 3.d4 mit Übergang in einen offenen Sizilianer verzichtet. In einer seiner vorherigen Werke untersuchte er das sog. Kalaschnikov System, welches über 1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 e5!? entsteht. Zuletzt nutzte GM Radjabov dieses Abspiel, um in Schnellschachturnieren (Airthings Masters und Opera Euro Rapid) gegen Spieler aus der Weltelite zu punkten, u.a. gegen Vachier Lagrave, Giri und Dubov. Also darf man annehmen, dass dies eine respektable Eröffnung ist, vergleichbar mit dem Sveschnikow System, welches nach 1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 e5 entsteht. Die Zugreihenfolge zu diesen beiden Stellungen führt über 2…Sc6 und gestattet demnach dem Anziehenden an dieser Stelle eine zurzeit sehr beliebte Wahl in Form von 3.Lb5. Folglich ist es von GM Pert nur konsequent eine DVD zu den Nebenvarianten anzubieten, womit er seinem Versprechen nachkommt, ein komplettes Repertoire gegen 1.e4 anzubieten. Sehr hilfreich ist es, dass vor jeder Videolektion eine Kurzzusammenfassung des Inhaltes erfolgt.

Aufgrund der Beliebtheit von 3.Lb5 ist dies auch der erste untersuchte Komplex von Pert. Er unterteilt diesen in 1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 und 1.e4 c5 2.Sc3 Sc6 3.Lb5. In gut 90 Minuten, aufgeteilt auf sechs Clips bespricht der englische Großmeister die Ideen beider Seiten, wobei insbesondere der Anziehende mittels Lxc6 gegen die geschwächte Struktur des Nachziehenden vorgehen möchte. Als Kern bzw. Inspirationsquelle stützt er sich auf eine WM Partie zwischen Fabiano Caruana und Magnus Carlsen. In diesem Match war die Sveschnikov Variante die Waffe der Wahl des Titelverteidigers und der Herausforderer versuchte u.a. auch 3.Lb5, folglich ist das untersuchte und präsentierte Material an dieser Stelle bereits als extrem bedeutungs- und niveauvoll zu bezeichnen. Der Autor untersucht verstärkt das Abspiel, in dem der Anziehende das Läuferpaar preisgibt, um gegen besagte Bauernstruktur vorzugehen. Das Kennen der Springerwanderung von g8 nach d4 ist im Fokus der Betrachtung von Pert. Bedingt durch die Tatsache, dass ein schwarzer Bauer auf c6 steht, dauert diese Reise ganze fünf Züge. Allerdings kann sich der Nachziehende diese Zeit auch nehmen, denn gegen eine Stellungsöffnung hat er dank seines Läuferpaares eher selten etwas. Zwei mögliche Routen werden demnach in all ihren Facetten beleuchtet, a) …Sg8-f6-d8-f8-e6-d4 und b) Sg8-f6-e8-c7-e6-d4, wobei erstere jene ist, die man öfters zu sehen bekommt. Das andere wichtige strategische Element ist der Abtausch des schwarzen Lg7 bzw. das Verhindern durch den Nachziehenden. Der Anziehende spielt gewöhnlicher Weise einen Aufbau mit d2-d3, Lc1-e3 und Dd1-d2 mit der Absicht mittels Lh6 den Lg7 zu tauschen. Dies unterbindet der Nachziehende gut mit …h6:

 

Der letzte schwarze Zug war 11…Sf8 und wenn dieser nach e6 gelangt ist die positionelle Dominanz so gut wie gesichert, aber auch das Öffnen der Stellung mit 12.f4 war nicht nachhaltig genug und Caruana erreichte nur mit Mühe und etwas Glück ein Unentschieden in dieser WM Partie.

Das andere generelle Vorgehen des Anziehenden ist neben f2-f4 mit Spiel am Königsflügel das Aufziehen der Bauern am Damenflügel mit a2-a3 nebst b2-b4 oder auch a2-a4, um die schwarze Bauernkette c5-a7 unter Druck zu setzen. In seiner Hauptvariante zeigt Pert mit Hilfe eines eleganten Bauernopfers, wie man als Nachziehender gutes Spiel erhält.

Die andere Herangehensweise seitens des Anziehenden ist es nicht 4.Lxc6 zu spielen, sondern 4.0-0. Die wesentliche Idee ist es dann, mittels Tf1-e1 und c2-c3 nebst d2-d4 das sog. Vollzentrum zu errichten. Dagegen empfiehlt der englische GM einen Gegenschlag mit …d5. Dazu legt er sehr treffsicher und nachvollziehbar dar, dass der Nachziehende gut daran tut dem Anziehenden nicht durch einen zu frühen Abtausch auf d4 dem weißen Damenspringer das Feld c3 einzuräumen:

 

Der starke Se4 wird früher oder später mit Sbd2 getauscht werden. Die Feinheiten der Stellung bespricht der Autor anhand einer Partie von Daniil Dubov, welcher eine frühere Niederlage gegen Caruana aus dieser Stellung dank seiner Verbesserung innerhalb von drei Tagen zu einem soliden Remis gegen Anand geführt hat, was in der Auflage des Tata Steels Turnieres aus dem Jahre 2020 geschah. Dabei geht Pert auch auf die DVD von GM Jan Werle ein, welcher sich für Abspiele um 3.Lb5 stark gemacht hat. Dies zeigt, dass der Autor definitiv am Puls der Zeit ist.

Ein ebenfalls sehr beliebter Zug um den Hauptvarianten des Sizilianers auszuweichen ist 2.c3, das sogenannte Alapin System. In der Zugfolge nach 1.e4 c5 2.c3 Sf6 3.e5 Sd5 4.d4 cxd4 5.Sf3 empfiehlt Pert nun 5…Sc6. Dies hat für seinen Repertoirevorschlag mehrere Pluspunkte. Zum einen kann man sich einen Zusatzaufwand gegen das Morra Gambit sparen, also wird 1.e4 c5 2.d4 cxd4 3.c3 mit 3…Sf6 beantwortet und der Anziehende hat nicht wirklich etwas Sinnvolleres als wieder in die besprochenen Alapin Varianten einzulenken. Zum anderen ist auch der beliebte Trick 1.e4 c5 2.Sf3 nebst 3.c3 kein Problem für jemanden, der als Nachziehender 2…Sc6 spielt im Vergleich zu jemanden, der 2…e6 spielt, und sich so u.U. eine Option verbauen muss wenn man sonst gegen das „pure“ Alapin sonst etwas anderes im zweiten Zug spielt. Der Autor strebt zwar rechts trockene Stellung an indem er nach Möglichkeit so schnell wie möglich die Damen tauschen möchte, allerdings ist dies keine dumme Idee gegen das Alapin System, denn nicht selten verfügt ein gut präparierter Anziehende über ein Theoriewissen, welches in der Regel einen leichten weißen Vorteil verspricht. Durch die Idee schnell in ein damenloses Endspiel zu gelangen ist man als relativ stärkerer Spieler in der Lage gerade in solchen Stellungen sein besseres Spielverständnis gegenüber einem relativ schwächeren Spieler in die Waagschale zu werfen und gegen einen stärkeren Gegner eine sichere Stellung zu besitzen.

 

In dieser Stellung lauten die beliebtesten Züge für den Nachziehenden 7…e6 und 7…Sb6 mit gut je 2000 Partien laut MegaBase. Der von Pert vorgeschlagene Zug 7…dxe5 kommt nur etwa 500 mal vor, aber die prozentuale Ausbeute spricht definitiv für 7…dxe5 aus Sicht des Nachziehenden. Sofern der Anziehende dann mit 8.dxe5 fortsetzt, wird mittels 8…Sdb4 ein Damentausch angeboten. Selbst wenn man in diesen Strukturen als Nachziehender das Rochaderecht verliert, so stellt dies kein Problem dar, gerade weil die Damen vom Brett sind. Das Rückgrat der von Pert vorgeschlagenen Variante im Alapin ist das folgende Diagramm:

 

Dies ist ein Abspiel, welches wiederum etwas „konkretes Theoriepauken“ verlangt. Einerseits braucht der Nachziehende noch einiges an Zeit für die Rochade, falls ihm diese überhaupt gelingt, und anderseits wird auch die schwarze Dame noch das ein oder andere mal ziehen müssen in den kommenden Zügen, weshalb man den weißen Entwicklungsvorsprung nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Am Ende einer langen Reise winkt dafür aber ein vielversprechendes Endspiel:

 

Der englische Großmeister bewertet diese Stellung mit leichtem Vorteil für den Nachziehenden, Stockfisch 12 ist hier deutlich optimistischer mit ca. -2,5. Für Die Qualität besitzt der Nachziehende zwei Bauern und aktive Figuren. Unabhängig von den Bewertungen ist die Stellung des Nachziehenden definitiv leichter zu spielen.
Auf dem Weg zu der von Pert vorgeschlagenen Variante bespricht er auch Abspiele, in denen der Anziehende auf ein frühes d2-d4 verzichtet. Dies möchte Pert mit …c5-c4 und langer schwarzer Rochade ausnutzen, da so der weiße d-Bauer unter Druck gesetzt werden kann. Durch die Tatsache, dass sich GM Anand auf dieses Konzept verlässt zeigt, dass dieses auch stichhaltig sein dürfte.

Der dritte große Abschnitt beschäftigt sich mit dem Geschlossenen Sizilianer und dem Grand Prix Angriff, also Aufbauten, welche durch den weißen Bauernzug f2-f4 gekennzeichnet sind. Die Kombination aus 2.Sc3 und 3.Lb5 hat Pert bereits im ersten Abschnitt behandelt. Sofern der Anziehende aber wieder zu Lb5 Ideen greifen möchte, so bietet Pert ein sehr inhaltsreiches Bauernopfer an, wodurch das schwarze Läuferpaar in Szene gesetzt werden soll:

 

An dieser Stelle gibt es freilich viele gut spielbare Züge, aber mittels, 7…d5 wird dem Grunde nach das Bauernopfer eingeleitet und nach ein paar weiteren mehr oder weniger erzwungenen Zügen kommt Pert zu folgender Stellung:

 

Die Aktivität der schwarzen Figuren und der starke Lf5, welcher ohne Widerpart ist, unterstreichen die Kompensation des Nachziehenden recht einleuchtend.  Die Zugreihenfolge bietet insbesondere gegen Lc4 viel Biss 1.e4 c5 2.Sc3 Sc6 3.f4 g6 4.Sf3 Lg7 5.Lc4 e6! Denn in der Folge ist es der Zug …d5, welcher den Lc4 scheuchen wird. Der so gewonnene Raum im Zentrum kann sinnvoll genutzt werden.
Wenn der Anziehende den Zug 2.Sc3 mit einem anschließenden Königsflügelfianchetto spielt, so nutzt Pert eine flexible Zugreihenfolge, welche in der Lage ist auf zwei weiße Hauptzüge zu reagieren.
1.e4 c5 2.Sc3 Sc6 3.g3 g6 4.Lg2 Lg7 5.d3 d6 6.Le3 oder 6.Sge2 und
1.e4 c5 2.Sc3 Sc6 3.g3 g6 4.Lg2 Lg7 5.d3 d6 6.f4 e6.
Man sieht also, wer 1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 spielt, ist in der Folge sehr flexibel, wenn man nichts gegen 3.Lb5 hat, bzw. „etwas“. Pert bleibt aber nicht stehen an dieser Stelle, denn er verspricht ja ein komplettes Repertoire gegen 1.e4, demnach werden auch die Züge 2.d3 und 2.g3 behandelt.

 

Diese Stellung besitzt Konturen des Königsindischen Angriffs, allerdings steht der weiße Damenspringer auf dem Feld c3 und nicht auf d2. Dank des Fianchetto des schwarzen Königsläufers ist der Flügel aber auch gut gewappnet für einen Ansturm der weißen Kräfte an diesem Brettabschnitt. Sobald dieser im Zaun gehalten wird, kann der Nachziehende auf dem Damenflügel seinen Claim abstecken und sich langfristig gute Perspektiven auf einen vollen Punkt verschaffen.

Im Internet begegnet mir bei freien Blitzpartien recht oft 2.b4 oder auch 3.b4, das sog. Flügelgambit. Der Autor verfährt nach dem Motto „Wegnehmen auf b4 und dann stets …d5 hinterher“. Dies funktioniert zwar in der Tat, aber die daraus resultierenden Stellungstypen sind manchmal etwas unterschiedlich, was also dennoch etwas Vorbereitungsaufwand erfordert, auch wenn es im wahrsten Sinne des Wortes Nebenvarianten sind. Bei 1.e4 c5 2.b4 cxb4 führt 3.Lb2 d5 4.exd5 Dxd5 zu Stellungsbildern, welche ein wenig an Skandinavisch erinnern, bei 1.e4 c5 2.b4 cxb4 3.d4 d5 4.e5 hat man nach …e6 später eine Struktur wie man sie in der Französischen Verteidigung oder der Caro Kann Variante vorfindet und bei 1.e4 c5 2.b4 cxb4 3.a3 d5 gibt es sogar eine kleine Anlehnung an das Tschigorin System (1.d4 d5 2.c4 Sc6):

 

Das weiße Läuferpaar verfügt zwar über offene Diagonalen, aber die Struktur ist derart zerklüftet, dass das schwarze Springerpaar sicher einen festen Stützpunkt finden sollte und das macht sich im Endspiel positiv bemerkbar, zumal der Abtausch der weißfeldrigen Läufer auch noch möglich ist. Im Tschigorin System kämpft ein Läuferpaar in der Regel gegen ein schwarzes Springerpaar und auch dort gibt die Struktur darüber einen Hinweis, welche Seite mehr vom Spiel hat.

Gegen 1.e4 c5 2.a3 bietet Pert …g6 an, und in der Folge erhält man „fast“ eine Stellung aus der englischen Eröffnung.

 

Stünde nun ein weißer Bauer auf dem Feld c4 anstatt auf dem Feld c2, so stünde eine Stellung des Botvinnik Systems der Englischen Symmetrievariante auf dem Brett. Dort wäre ein schwarzer Königsspringer zwar besser auf e7 aufgehoben, aber in dieser Stellung ist er auf f6 auch nicht schlecht postiert.

Gegen den Zug 2.b3 bietet Pert wiederum ein Gegenfianchetto an. Die Spannungen auf der Diagonalen a1-h8 sind nicht nachteilig für den Nachziehenden, da sein Königsläufer in der Regel gedeckt ist nach der kurzen schwarzen Rochade und der Lb2 ist nicht so oft gedeckt, weswegen taktische Scharmützel annehmbar sind für den Nachziehenden.
Und wieder gibt es Stellungsbilder aus einer anderen Eröffnung (diesmal Trompowsky):

 

Durch den Abtausch auf f6 wurde die schwarze Struktur etwas entwertet, dafür aber das Feld d5 quasi auf Dauer gebucht. Oder doch nicht? Wie kann der Nachziehende am Zug dies ändern? Es handelt sich also um eine Neuerung von Pert an dieser Stelle!

Es gibt noch einen Abschnitt, welcher „alles mögliche“ abdeckt, also Züge im zweiten Zug des Anziehenden, dazu zählen 2.c4, 2.Se2 und 2.Lc4. Interessanter Weise findet man hier auch folgende Zugreihenfolgen:
1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 e5 und 1.e4 c5 2.Sc3 Sc6 3.Sge2 Sd4, beide Male mit dem Hinweis, dass man dies in der DVD zu Kalaschnikov findet. Ein legitimer „Verweis“, aber dankenswerter Weise sind die letzten beiden Clips 1.e4 c5 2.Sc3 Sc6 3.Sge2 Sd4 und 1.e4 c5 2.Sc3 Sc6 3.Sf3 e5. Mithin wird dem Käufer dieser DVD auch etwas gegen diese weißen Versuche angeboten. Diese Clips stammen vermutlich aus der Kalaschnikov DVD, was also einen schönen Bonus darstellt!

Das Einzige, was ich auf dieser DVD vermisse ist 2.Sa3, denn dies wurde immerhin in Turnierpartien auch schon von GMs um die 2600 gespielt, aber man kann und muss auch nicht alles abdecken, denn sonst wären es auch Züge wie 2.Dh5 oder 2.Ke2 (Nakamura und Carlsen lassen grüßen), wobei man heutzutage ja nichts mehr ausschließen kann. Das Produkt wird abgerundet durch ein Dutzend Teststellungen, welche das vorgestellte Know How abfragen. Die 120 mitgelieferten „Model Games“ bieten reichlich Studienmaterial und die mittlerweile zum guten Standard gewordenen Trainingsmöglichkeiten dank der Apps gestatten diverse Möglichkeiten sein Repertoire zu pflegen und zu trainieren.

Fazit

Der sympathisch wirkende GM Nicholas Pert hat nicht zu viel versprochen, indem er sagt, dass er ein komplettes Repertoire gegen 1.e4 vorstellt. Auch wenn man die DVD zum Kalashchnikov nicht besitzt, erhält man dennoch den Eindruck, dass Pert die vorgeschlagenen Varianten und Abspiele sehr gewissenhaft untersucht hat und auf die Zusammenhänge der Zugreihenfolgen ein wachsames Auge hatte. Folglich ist die DVD zu den Nebenvarianten am wertvollsten für die wenigen, welche mit 2…Sc6 das „Risiko“ 3.Lb5 eingehen, aber einer der Vorzüge ist, dass man Kalaschnikov, Sweshchnikov, den Beschleunigten Drachen, den Klassischen Sizilianer oder auch die Kveinys Variante definitiv erhält, wenn der Anziehende zu 1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 greift. Meines Erachtens bietet Pert sowohl bei 3.Lb5 als auch den Alapin Abspielen einen soliden und sicheren Ansatz, um mit den schwarzen Steinen zuversichtlich um den vollen Punkt kämpfen kann, nachdem man die Eröffnungsphase ausgeglichen gestalten konnte. Ich kann diese DVD jedem Sizilianisch Fan empfehlen und gebe 5/5!

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