23.06.2015 – In Runde sieben ging es friedlich zu beim Norway Chess Turnier in Stavanger. Alle fünf Partien endeten mit Remis. Vachier-Lagrave und Magnus Carlsen brauchten 17 Züge bis zur Zugwiederholung, Aronian und Anand 20. Nakamura hatte leichte Schwierigkeiten gegen Grischuk, Topalov noch größere gegen Caruana und auch Giri konnte gegen Hammer mit einem halben Punkt zufrieden sein. Mehr...
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Dienstag, 23.06., 16:00, Runde 7
Name
Rtg
Res.
Name
Rtg
Nakamura Hikaru
2802
½-½
Grischuk Alexander
2781
Vachier-Lagrave Maxime
2723
½-½
Carlsen Magnus
2876
Aronian Levon
2780
½-½
Anand Viswanathan
2804
Hammer Jon Ludvig
2677
½-½
Giri Anish
2773
Topalov Veselin
2798
½-½
Caruana Fabiano
2805
Daniel King zeigt die Partie Topalov vs Caruana
Norwegen: Friedlich und idyllisch (Foto: Norway Chess)
Wer gehofft hatte, dass Magnus Carlsen gegen Maxime Vachier-Lagrave endlich zum Schlussspurt ansetzen würde, sah sich schnell getäuscht. In der theoretisch sehr gut erforschten Botvinnik-Variante der Slawischen Verteidigung brachte Carlsen mit 7...Se4!? eine Beinah-Neuerung. In der Spitze war dieser Zug bislang nur in einer Blitzpartie zwischen Alexander Grischuk und Vladimir Kramnik zu sehen gewesen. Richtig bewährt hat er sich da jedoch nicht und auch Carlsen konnte ihm kein neues Leben einhauchen. Maxime Vachier-Lagrave reagierte mit einem Bauernopfer, für das er gute Kompensation besaß. Wie viel genau, wollte er dann aber nicht wissen und forcierte noch vor dem 20. Zug eine Zugwiederholung, der Carlsen nicht ausweichen konnte.
Nur unwesentlich länger dauerte die Partie zwischen Levon Aronian und Vishy Anand. In einem Sizilianer mit vertauschten Farben kam es nach der Eröffnung zu einer Stellung, in der Weiß das Läuferpaar, aber die schlechtere Bauernstruktur hatte. Doch bevor die Partie spannend werden konnte, führte Anand eine Zugwiederholung herbei und sicherte sich so ein problemloses Remis mit Schwarz.
Etwas lebhafter ging es in zwischen Hikaru Nakamura und Alexander Grischuk zu. Grischuk kam in der symmetrischen Variante der Englischen Eröffnung problemlos zu Ausgleich und konnte wegen der harmonischeren Aufstellung seiner Figuren sogar leichten Vorteil behaupten. Doch bevor es wirklich gefährlich wurde, ergriff Nakamura Gegenmaßnahmen und vereinfachte die Stellung zu einem Schwerfigurenendspiel, in dem Grischuk keine ernsthaften Gewinnaussichten mehr hatte. Und so endete diese Partie nach 40 Zügen mit Remis.
Auch in der Begegnung zwischen Veselin Topalov und Fabiano Caruana schien zunächst alles auf ein Remis hinauszulaufen. In der Fianchetto-Variante des Grünfeld-Inders wählte Caruana die sehr solide Hauptvariante mit ...c6 und ...d5 und schon bald kam es zu Vereinfachungen. Doch dann schien Topalov plötzlich Ehrgeiz zu entwickeln und die ausgeglichene Stellung gewinnen zu wollen. Damit verschaffte er allerdings lediglich Caruana Möglichkeiten. Doch mit einer Serie von einfallsreichen Zügen und einem Springeropfer rettete sich Topalov am Ende ins Dauerschach. Mit diesem Remis verteidigte Topalov seine Tabellenführung und liegt jetzt zwei Runden vor Schluss weiter mit 1,5 Punkten Vorsprung an der Spitze der Tabelle und mehr als nur sehr gute Chancen, das Turnier zu gewinnen.
War das Remis in Runde sieben schon die Entscheidung oder
stolpert Veselin Topalov noch einmal auf der Zielgeraden?
Die längste Partie der Runde spielten Jon Ludvig Hammer und Anish Giri. Mit der Wahl der Pirc-Verteidigung zeigte Giri zwar den Wunsch nach einer asymmetrischen, inhaltsreichen Stellung, aber dazu kam es nicht. Nach frühem Damentausch und weiteren Vereinfachung führte Hammer im 24. Zug ein optisch besseres Doppelturmendspiel, in dem er jedoch keine Möglichkeiten hatte, die solide schwarze Stellung aufzubrechen. Er versuchte das bis zum 61. Zug, dann gab er seine Gewinnversuche auf.
Stand nach sieben Runden
Partien der Runden 1 bis 7
Runde acht beginnt am Mittwoch, den 24. Juni um 16 Uhr Ortszeit. Alle Partien des Turniers werden auf dem Playchess.com Server übertragen und kommentiert.
Johannes FischerJohannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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