"Nussknacker-Wettkampf" in Moskau

von André Schulz
21.12.2017 – Im traditionellen "Nutcracker Generation Tournament" des Russischen Schachverbandes treffen vier Nachwuchsspieler/spielerinnen auf vier erfahrene Spieler beziehungsweise Spielerinnen. Nach zwei Runden führen die "Könige" klar gegen die "Prinzen".

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Könige dominieren Prinzen

Kurz vor Weihnachten führt der Russische Schachverband seinen "Wettkampf der Generationen durch, das "Nutcracker Generation Tournament". Vom 18. bis 24. Dezember spielen im Moskauer Zentral-Schachklub vier junge Spieler gegen vier arrivierte Spieler und vier junge Spielerinnen gegen vier erfahrene Spielerinnen, auch Könige gegen Prinzen und Königinnen gegen Prinzessinnen genannt.

Als Könige wurden eingeladen: Shakhriyar Mamedyarov, Alexei Shirov, Boris Gelfand und Sergei Rublevsky. Die Prinzen sind: Grigoriy Oparin, Vladislav Artemiev, Andrey Esipenko, Daniil Yuffa.

Im Generationsvergleich der Frauen spielen als Königinnen Ekaterina Kovalevskaya, Galina Strutinskaia, Elena Zaiatz und Tatiana Grabuzova. Der Nachwuchs wird vertreten durch Aleksandra Maltsevskaya, Elizaveta Solozhenkina, Ekaterina Goltseva und Aleksandra Dimitrova.

Beide Wettkämpfe werden nach Scheveninger System gespielt, das heißt, jeder Spieler einer Mannschaft spielt gegen jeden Spieler der anderen Mannschaft, wobei insgesamt eine Partie mit klassischer Bedenkzeit (an den Spieltagen 19. bis 22. Dezember) und zwei Partien mit Schnellschachbedenkzeit (23. und 24. Dezember) gespielt werden. Die klassische Partie wird für das Endergebnis doppelt gezählt, die Schnellschachpartien einfach.

Der Wettkampf wird vom Unternehmer Oleg Skvortsov unterstützt.

Mäzen Oleg Skvortsev, rechts (Fotos: Boris Dolmatovsky und Vladimir Barsky)

Die Eröffnung der Veranstaltung und die Auslosung fand am vergangenen Montag im Schachmuseum des Zentralschachklubs statt. In der 1. Runde am Dienstag gingen die Könige in ihrem Wettkampf gegen die Prinzen in Führung. Mamedyarov besiegte Oparin, die Partien Shirov gegen Esipenki, Gelfand gegen Artemiev und Yuffa gegen Rublevsky endeten alle remis. In der 2. Runde fanden alle vier Partien einen Sieger, aber dreimal punktete die ältere Generation. Mamedyarov gewann erneut, diesmal gegen Esipenko.

Mamedyarov gewann bisher beide Partien (Fotos: Boris Dolmatovsky und Vladimir Barsky)

Gelfand schlug Yuffa und Shirov setzte sich gegen Oparin durch. Artemiev holte den Ehrenpunkt für die Jüngeren gegen Rublevsky.

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Im russischen Fernsehen verblüffte Daniil Yuffa kürzlich das Publikum, als er Piano spielte und gleichzeitig noch blind drei Partien Schach spielte.

 

 

Im Wettkampf der Frauen endeten alle vier Partien der ersten Runde remis. In Runde zwei gewann Goltseva gegen Grabuzova. Kovalevskaia punktete gegen Dimitrova für die Königinnen. Hier steht der Wettkampf also nach zwei Runden gleich.

 

  

Link:

Russischer Schachverband...




André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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