Offener Brief von Zoya Schleining

12.12.2017 – Nach Marta Michna hat auch Zoya Schleining einen Offenen Brief an die Kommission Leistungssport gerichtet. Sie ist ebenfalls nicht mehr im Kader des Deutschen Schachbundes geführt und bittet ebenfalls um Überprüfung der Nominierung und Aufnahme in den Kader. (Foto: Karsten Wieland)

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Lieber Deutscher Schachbund, liebe Kommission Leistungssport,

mit großem Interesse habe ich den Bericht des Referenten für Leistungssport Herrn Andreas Jagodzinsky gelesen und mich über die Aufhebung der Altersbeschränkung für Kaderspieler sehr gefreut.

Desto mehr wurde ich überrascht, als ich mir die Frauen-Kaderliste angesehen habe: weder Marta Michna noch ich werden in der Liste geführt!

Marta und ich haben zusammen 3 Deutsche Frauen-Einzelmeisterschaften und 2 German Masters der Frauen gespielt und dabei war Marta alle 5 Mal unter den ersten drei. Was mich betrifft, bin ich nur 4 Mal unter den ersten drei gelandet (schlechtestes Ergebnis - Platz 5), habe aber 2015 den Titel der Deutschen Meisterin geholt!

Mit einer Elo-Zahl von 2389 bin ich aktuell Nummer 3 in der deutschen Frauen-Rangliste, trotzdem hat die Kommission Leistungssport des Deutschen Schachbundes mich über die Aufhebung der Altersbeschränkung nicht informiert, so dass ich keinen Kaderaufnahmeantrag stellen konnte.

Und obwohl ich keine Glaskugel habe, muss ich leider davon ausgehen, dass auch andere über 40-jährige Top-10 deutsche Spielerinnen und Spieler das gleiche Schicksal erlitten haben.

Lieber Deutscher Schachbund, liebe Kommission Leistungssport,

ich möchte Euch bitten, allen besten deutschen Spielerinnen und Spielern die gleichen Nominierungschancen einzuräumen, eine neue Nominierung vorzunehmen und die neuen Nominierungskriterien zu veröffentlichen. Nur so kann die deutsche Nationalmannschaft gute Ergebnisse erzielen, was bestimmt auch im Sinne der Neuausrichtung der Deutschen Meisterschaften wäre!

Viele Grüße

Zoya Schleining