Opera Euro Rapid: Erstes Finalmatch endet unentschieden

von Klaus Besenthal
14.02.2021 – Beim 15+10-Onlineturnier Opera Euro Rapid ist das erste Vier-Partien-Finalmatch zwischen Magnus Carlsen und Wesley So am Samstag 2:2 ausgegangen. Nach einem Remis zum Auftakt hatte zunächst Carlsen die zweite Partie gewinnen und die dritte remisieren können, bevor So im letzten Spiel noch der Ausgleich gelang. Parallel zum Finale wird das "Spiel um Platz 3" ausgetragen; hier hat Teimour Radjabov das erste Match gegen Maxime Vachier-Lagrave mit 2,5:1,5 gewonnen. Unser Bericht enthält wieder Partieanalysen unseres Endspiel-Experten Karsten Müller. | Foto: Champions Chess Tour

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Opera Euro Rapid

In der ersten Partie zwischen Carlsen und So, die schließlich remis ausging, verpasste Wesley So schon in der Eröffnung einen starken Zwischenzug. Für unseren Endspiel-Experten Karsten Müller war das Anlass, seine Partieanalyse schon in dieser frühen Phase zu beginnen:

 

Partie zwei ging an Carlsen. Zwar herrschte im Turmendspiel materieller Gleichstand, doch verstand der Weltmeister die Vorteile seines entfernten Freibauern für sich auszunutzen. Karsten Müller zeigt die Feinheiten:

 

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Nachdem die dritte Partie remis geendet hatte, schaffte Wesley So es im letzten Spiel, das Match doch noch auszugleichen. Weltmeister Carlsen zeigte sich in dieser Partie nicht von seiner allerbesten Seite: 

 

Spiel um Platz 3: Radjabov gewinnt das erste Match

Das Match zwischen Teimour Radjabov und Maxime Vachier-Lagrave begann mit einem Remis durch Dauerschach in der ersten Partie. Danach gab es aber schon wieder ein spannendes Endspiel, von dem auch Karsten Müller fasziniert war. Der Endspiel-Experte hatte gute Gründe, seinen Partiekommentar mit "Radjabovs König" zu betiteln:

 

In der dritten Partie meldete sich MVL aber postwendend zurück. Der zuvor bereits schlechter stehende Radjabov geriet nach einem Bauernraub vollkommen außer Tritt:

 

Die vierte Partie endete dann ähnlich wie die dritte, nur dass es diesmal Radjabov war, der davon profitierte, dass ein einziger Fehler seines Gegners die Partie komplett kippen ließ:

 

Der Stand der Dinge in der K.-o.-Runde

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Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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Karsten Müller Karsten Müller 14.02.2021 08:46
Zoran Petronijevic hat bewiesen, dass 40.Ta2!? ebenfalls verliert. Die Stellung ist also ohnehin verloren. Die Festung kann geknackt werden, in dem im richtigen Moment ...h4 oder ..f4 erfolgt. Die Dinge sind aber zu kompliziert, um sie hier im Detail darzustellen.
Karsten Müller Karsten Müller 14.02.2021 01:33
JochenSchoof: Das stimmt. Mein Fehler. Vielen Dank! Was meinen Sie zu 40.Ta2 ? Hält das noch oder kann Schwarz die Festung stürmen?
JochenSchoof JochenSchoof 14.02.2021 01:22
@KarstenMüller: In game 2 the move 40. Lf4? is commented "Now Black is lost." instead of "Now White is lost.".
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