Paul Keres Special im ChessBase Magazin #199

von ChessBase
08.01.2021 – Vor 105 Jahren, am 7. Januar 1916, wurde Paul Keres geboren und zum Jubiläum widmet das neue ChessBase Magazin #199 dem estnischen Großmeister, der als einer der besten Schachspieler aller Zeiten gilt, ein "Special". 18 Spieler und Spielerinnen präsentieren und kommentieren ihre Lieblingspartie von Paul Keres: 18 wunderbare Partien und 18 Geschichten, die deutlich machen, warum Keres so verehrt wird.

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Spezial: Themenschwerpunkt AVRO 1938. "All in One": Anish Giri und Igor Stohl sezieren zwei topaktuelle Eröffnungsabspiele. Analysen von Duda, Firouzja, Nielsen u.a. Videos von Erwin l'Ami, Daniel King und Mihail Marin. 11 Eröffnungsartikel u.v.m.

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Paul Keres im ChessBase Magazin #199

Paul Keres, der am 7. Januar 2016 in Narva, in Estland geboren wurde, und am 5. Juni 1975 in einem Krankenhaus in Helsinki auf der Rückreise von einem Turnier in Vancouver, Kanada, an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben ist, war über 30 Jahre lang einer der besten Spieler der Welt.

1938 gewann er als 22-jähriger das AVRO-Turnier und etablierte sich damit in der Weltspitze. Nach seinem Sieg beim AVRO-Turnier hoffte Keres auf einen Weltmeisterschaftskampf gegen Alexander Aljechin, zu dem es jedoch nie kam. Das AVRO-Turnier 1938 bildet zudem den Themenschwerpunkt im ChessBase Magazin #199 (s.u.)

Im Zweiten Weltkrieg verlor Estland seine Unabhängigkeit und wurde erst von den Deutschen, später dann von der Sowjetunion annektiert, und nach dem Krieg spielte Keres für die Sowjetunion.

Beim Weltmeisterschaftsturnier 1948 in Den Haag und Moskau landete er hinter Mikhail Botvinnik und Vassily Smyslov auf dem dritten Platz, beim Kandidatenturnier 1950 wurde er Vierter. In den folgenden vier Kandidatenturnieren zwischen 1953 und 1962 landete er vier Mal auf dem zweiten Platz und 1965 unterlag er Boris Spassky im Viertelfinale der Kandidatenwettkämpfe. Keres schlug zwar nicht weniger als neun Weltmeister in individuellen Partien, aber einen Wettkampf um die Weltmeisterschaft spielte er nie.

In seiner Heimat Estland war Keres ein Volksheld, und auch in der Schachwelt genoss er hohes Ansehen, nicht zuletzt durch sein untadeliges Auftreten und seine elegante Erscheinung. Er schrieb zahlreiche Bücher und gilt immer noch als ein herausragender Analytiker, der alle Facetten des Schachspiels beherrschte. Besonders stark war er jedoch im Angriff und viele Schachspieler schätzten und schätzen seinen unternehmungslustigen, taktisch geprägten Stil.

Die 18 im ChessBase Magazin #199 versammelten Partien zeigen Keres als brillanten Strategen und Endspielkönner, und sie zeigen auch, wie einfallsreich und kreativ Keres beim Angriff auf den gegnerischen König war. Die folgende, von Yago Santiago vorgestellte Partie, ist nur ein Beispiel unter vielen.

 

Das ChessBase Magazin enthält 17 weitere Glanzleistungen von Paul Keres, einem der bedeutendsten Schachspieler des 20. Jahrhunderts.

Themenschwerpunkt CBM #199:AVRO 1938 

Beim AVRO-Turnier (6. bis 27. November 1938) traten die acht weltbesten Spieler jener Zeit doppelrundig gegeneinander an. Mit dem amtierenden Weltmeister und zwei Ex-Titelträgern – Alexander Aljechin, José Raúl Capablanca und Max Euwe – im Kampf gegen aufstrebende junge Talente – Mikhail Botwinnik, Reuben Fine, Salo Flohr, Paul Keres und Samuel Reshevsky – wurde die Veranstaltung von der Öffentlichkeit auch als Aufeinandertreffen der Generationen
gesehen und erregte großes Interesse.

Reuben Fine dominierte das Feld vom Start weg und hatte nach seinem Sieg über Aljechin in Runde 6 kolossale 5/6 auf dem Konto. Aber am nächsten Tag wurde der Amerikaner von Paul Keres besiegt. Martin Breutigam geht diese Partie im CBM 199 in seiner interaktiven Kolumne „Zug um Zug“ mit Ihnen durch.

Nach 29...dxc4! 30.Sxb4 cxb3 gewann Schwarz ein sehenswertes Endspiel. 

Fine behauptete einen halben Zähler Vorsprung vor Keres, bis er in Runde 11 eine weitere Niederlage einstecken musste, wodurch Keres gleichziehen konnte. Das große Glanzlicht jenes Tages war allerdings der brillante Sieg Botwinniks über Capablanca  mit spektakulärer Schlusskombination. Die Partie ist Thema in Dorian Rogozencos Rubrik „Der Klassiker“ wie auch in Oliver Reehs Beitrag „Abtauschtricks und Königsaktionen“

Weiß zieht und gewinnt! 

Am letzten Tag endete das Duell der beiden Führenden mit einem Kurzremis nach nur 19 Zügen. Das Ergebnis ihrer direkten Begegnung gab den Ausschlag über den Gesamtsieg, und somit wurde der Este Paul Keres - gerade 22 Jahre alt - zum Gewinner des AVRO-Turniers 1938 erklärt. Keres (ungeschlagen) und Fine erzielten 8,5/14, Dritter wurde Botwinnik mit einem vollen Punkt Rückstand.

Auch in der Rubrik "Move by Move" von Simon Williams steht eine Partie vom AVRO-Turnier (Aljechin-Capablanca) auf dem Programm. Und Mihail Marins Beitrag trägt den Namen des Turniers schon im Titel.

Das ChessBase Magazin #199 bietet aber noch viel mehr: Analysen von Spitzenspielern wie Alireza Firouzja oder Jan-Krzysztof Duda, 11 Eröffnungsartikel mit neuen Repertoireideen, Eröffnungsvideos von Erwin l'Ami, Daniel King und Mihail Marin u.v.m. 

Schauen Sie rein! Das komplette Heft von ChessBase Magazin #199 können Sie sich jetzt kostenlos als pdf-Datei herunterladen.

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