In dem Interview mit Mayank Chaudhary lässt Leko seine langjährige Zusammenarbeit mit Keymer Revue passieren. Leko schildert, wie er den damals zwölfjährigen Keymer 2017 bei der U20-WM in Tarvisio das erste Mal betreut hat. Keymers Talent hat er da schnell erkannt, und noch in der gleichen Nacht hat er seine Frau angerufen und gesagt: „Das wird eine lange Zusammenarbeit.“
Seitdem verbindet beide mehr als ein klassisches Trainer-Schüler-Verhältnis. Leko spricht von einer fast familiären Bindung, die über rein professionelle Aspekte hinausgeht. Er selbst habe in seiner Jugend unter schwierigen Bedingungen in Ungarn gelitten und sehe die Förderung von Keymer auch als eine Art Rückgabe für die Unterstützung, die er einst durch Deutschland erfahren habe.
In Stichpunkten zeichnet Chaudhary Keymers sportliche Entwicklung nach: Der Sieg beim Grenke Open 2018, die Silbermedaille bei der Schnellschach-WM 2022 hinter Magnus Carlsen, einzelne Erfolge gegen den Weltmeister im Weltpokal 2023 sowie der große Durchbruch beim Freestyle Chess-Turnier in Weissenhaus 2025, wo Keymer Carlsen im Halbfinale besiegte und das Turnier gewann. Und jetzt der Sieg beim Chennai Masters.
Doch Leko betont im Interview, dass es kein „Geheimrezept“ für Keymers Aufstieg gibt. Es handele sich vielmehr um kontinuierliche Entwicklung. Keymers Spiel sei auf Harmonie angelegt sei und in klar strukturierten Stellungen besonders stark.
Darüber hinaus, so Leko, hätten die Erfolge von Gukesh, Praggnanandhaa und Abdusattorov Keymer zusätzlich motiviert. Er hätte sich, so Leko, gesagt "Moment mal. Ich spiele auch nicht schlechter als diese Jungs. Wenn die Erfolg haben, dann kann ich das auch."
In dem Interview spricht Leko auch über seine eigene Entwicklung und warum er immer etwas zu friedfertig gespielt hat. Und verrät, wie Keymer und er sich körperlich fit halten und dabei das Schach nicht vergessen.
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