Petra

21.06.2006 – Als Sergey Tiviakov den Film "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug sah", war er von der Kulisse fasziniert. Das Finale spielt z.T. im jordanischen Hochland Edom. Eine einzigartiger Felsenschlucht, im Film Schauplatz einer Verfolgungsjagd (Bild), führt zu einer der geheimnisvollsten Hinterlassenschaften der Antike, der Stadt Petra. Der Name bedeutet aus griechisch Fels und tatsächlich sind die heute noch erhaltenen Bauwerke der alten Nabatäerhauptstadt buchstäblich in die roten Sandstein hineingeschlagen, ihre Frontpartien aus den Felsenwänden herausgemeißelt. Tiviakov träumte davon, einmal dieses Kunstwerk sehen zu dürfen. Als er kürzlich mit seinem ägyptischen Klub zu den Arabischen Vereinsmeisterschaft nach Amman reiste, konnte er sich diesen Traum erfüllen. Indiana Jones and the last Crusade...Mit Tiviakov nach Petra...

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Petra
Fotos: Sergey Tiviakov

Die Felsenstadt Petra ist einer der großartigsten Zeugnisse der antiken Kultur. Die Siedlung liegt auf halbem Weg zwischen dem Golf von Akaba und dem Toten Meer auf einer Höhe von 800 bis 1300 über N.N. im Bergland von Edom im heutigen Jordanien.

Zwischen steilen Felswänden versteckt war die Stadt nur im Nordwesten über einen schmalen Pfad und im Osten über eine 1,5 Kilometer lange und 200 Meter tiefe "Siq" (= Schacht) genannte Felsschlucht und an seiner schmalsten Stelle nur 2 Meter breiten Felsschlucht zugänglich. Hier lebten in biblischen Zeiten das Volk der Nabatäer, die vom Handel profitierten, der sich auf mehreren Karavanenstraßen, die sich in der Nähe der Petra kreuzten.



Die mit ihrem griechischem Namen für Fels heute als "Petra" bekannte Stadt könnte mit dem biblischen "Sela" identisch sein, was ebenfalls Fels bedeutet. Sela wird in der Bibel als in Edom gelegen im Buch der Richter und im Buch der Könige erwähnt.

Neben dem Handel war vor allem eine sichere Wasserversorgung der Ursprung für den Aufstieg des Platzes zur Hauptstadt der Nabatäer verantwortlich. Zu diesem Zweck hatte diese in die Felswand des Siq eine Rinne geschlagen, in der das Wasser eines Gebirgsbaches in die Stadt geleitet wurde. Die einzigartige Verbindung von Wasser und Fels an diesem Ort sei, so glauben Bibelforscher, möglicherweise der Ursprung für die Legende, in der Moses mit einem Schlag seines Stockes beim Auszug der Israelis aus Ägypten Wasser aus dem Fels habe quellen lassen. Die Umgebung Petras ist heute noch als Wadi Musa, (=Mosestal) bekannt,

Um 500 v Chr. hatten die Nabatäer - aus dem Inneren der Sinaihabinsel kommend . die hier ursprünglich lebenden Horriter und Edamiter verdrängt und begannen dann, Kontrolle über die Handeslwege zu erlangen. Neben ihren Zeltlagern schlugen die nomadischen Händler bereits Höhlenwohnungen die roten Sandsteinfelsen.

312 v.Chr. setzten sich die Nabatäer mit Hilfe der uneinnehmbaren Lage Petras einem Eroberungsversuch durch den Diadochen Antigonos I. Monophthalmus erfolgreich zur Wehr. Im 2.Jh. wurde Petra schließlich zur Hauptstadt des Nabatäerreiches. Der erste bekannte König ist der im 2.Buch Makabäer erwähnte Aretas I. (168 v.Chr.) Aretas III. (87-62 v.Chr.) eroberte Damaskus und belagerte Jerusalem. Dort kamen die Nabatäer erstmals mit dem römischen Reich in Konflikt. Als Vasallenstaat blieb das reich jedoch weitgehend autonom. In die Folgezeit fallen die meisten der heute noch erhaltenen Felsenbauten, darunter der Haupttempel. Man schätzt, dass zu dieser Zeit etwa 30.000-40.000 Menschen den Ort besiedelten.



Unter Malichus (59 bis 30 v.Chr.) hatten sich die Nabatäer mit den Parthern gegen die Römer verbündet. Da diese einen direkten Angriff auf Petra offenbar als aussichtslos oder zu aufwändig erachteten, begannen sie einen Wirtschaftskrieg, indem sie Handelswege abseits von Petra förderten oder neu anlegten. Damit begann der wirtschaftliche Niedergang der Stadt, dem 106 nach einer Niederlage gegen Trajan der politische folgte. Unter Kaiser Dikletian stieg Petra in der Spätantike zum Bischofsitz auf. Nach zwei Erdbebeben in den Jahren 363 und 551 und nach der Eroberung der Region durch die Araber gaben die Einwohner die Stadt auf.

Während die gemauerten Bauten bis auf die Grundmauern verfielen, überdauerten die Felsengräber und das römische Theater die Jahrhunderte. Die Stadt selbst geriet jedoch in Vergessenheit. 1812 wurde Petra vom Schweizer Johann Ludwig Burckhardt für Europa wieder entdeckt. Systematische Ausgrabungen und wissenschaftliche Erforschung begannen Anfang des 20.Jh. Seit 1930 wurde Petra für den Massentourismus erschlossen und ist heute eines der beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Nahen Osten.

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Bilder von Sergey Tiviakov:


"Bitte hier lang", Schachnomade als Wegweiser


Die Ränge des römischen Theaters

Höhlenwohnungen:




Stadt aus Fels


Treppenaufstieg zu einem Kloster


Ein Palast


Das römische Forum


gepflasterte Straße aus römischer Zeit



Tenpel


Tempelfront als Relief


Blick aus einer Höhlenwohnung


Yuri Korobov


Sergey Tiviakov

 

 

 



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