Pressekonferenz zur Dannemann Weltmeisterschaft

13.05.2004 – Auf einer von Sponsor Dannemann einberufenen Pressekonferenz in Hamburg wurden gestern die Einzelheiten zur kommenden Dannemann Schach-Weltmeisterschaft zwischen Weltmeister Kramnik und Herausforderer Leko bekannt gegeben. Die offizielle Wettkampfleitung wird an die ACP übergeben. Das Preisgeld beträgt 1 Mio. Schweizer Franken. Sowohl der ACP-Präsident Joel Lautier als auch die beidem Spieler bekannten sich rückhaltlos zum Prager Wiedervereinigungsplan, betonten aber auch, dass die FIDE ihren Teil der Vereinbarung in einem zeitlich überschaubaren Rahmen durchführen müsse. Lautier erläuterte in seiner Rede die gegenwärtige Situation und forderte die FIDE auf, bis Dezember 2004 für eine klare Grundlage zu sorgen. Ansonsten zeigte schon die Pressekonferenz im Hamburger Hotel Vier Jahreszeiten vor etwa 60 Journalisten, was die die Schachwelt von Dannemann und dem Wettkampf in Brissago erwarten darf: Perfekte Organisation mit schweizerischer Gradlinigkeit, gepaart mit italienischem Flair und brasilianischem Charme. Zu Dannemann...Bericht und Fotos...

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Pressekonferenz zur Dannemann Weltmeisterschaft
12. Mai, Hamburg, Hotel Vier Jahreszeiten
Von André Schulz; Fotos: Benjamin Bartels, André Schulz

 

 

 

Video von der Pressekonferenz im Fritz-Server -> Raum Chess Media System -> Events and Reports

Die Tabakfirma Dannemann wurde Mitte des vorletzten Jahrhunderts von dem Bremer Kaufmann Gerhard Dannemann in Brasilien gegründet. 1954 erwarb die Schweizer Firma Burger Söhne die Lizenzrechte. Anfang 2002 wurde in Brissago (Schweiz) nach Vorbild einer ähnlichen Dannemann-Einrichtung in Brasilien das Centro Dannemann als Kulturzentrum gegründet, das seitdem Gastgeber zahlreicher kulturelle Veranstaltungen war. Zu den Schwerpunkten gehören Film- und  Musikfestivals und auch Schach. Parallel zur Dannemann Schachweltmeisterschaft im Herbst wird im Centro Dannemann außerdem eine Ausstellung mit etwa 50 Werken des Surrealisten Salvador Dali gezeigt.


Daliskulptur in London


Als Ort für die Presskonferenz zur kommenden Dannemann Schachweltmeisterschaft zwischen dem "Weltmeister im klassischen Schach" Vladimir Kramnik und seinem Herausforderer Peter Leko hatte man Hamburg und dort das renommierte Hotel Vier Jahreszeiten ausgewählt.


Hotel Vier Jahreszeiten. Rechts herum geht es zur Pressekonferenz.


Kramnik, Leusen, Ariadna, Leko

 Etwa 60 Journalisten aus Fach - und Tagespresse hatten sich eingefunden.

Vor der eigentlichen Pressekonferenz wurde die Auslosung der Farbverteilung vorgenommen. Als charmante Glücksfee war die Brasilianerin Adriana anwesend, die ein Feld auf einem Brett auserwählte, sie entschied sich für das Feld f5. Danach erschienen die Spieler und spielten eine Blitzparte.


Ariadna und Jochen Leufen


f5 soll es sein.

Die Auslosungsregel sah vor, dass derjenige Spieler in der ersten Partie des Wettkampfes die weißen Steine führen solle, der zuerst mit einer Figur das gewählte Feld betreten würde. Dies war Leko, der bald einen Springer nach f5 zog.

P.Leko - V.Kramnik Danneman
Partie zur Farbenauslosung, Hamburg 2004

1. e4 e6 2. d3 d5 3. Qe2 Nf6 4. Nf3 Nc6 5. g3 Be7 6. Bg2 dxe4 7. dxe4 e5 8. 0-0 0-0 9. c3 a5 10. a4 h6 11. Rd1 Bd6 12. Na3 Qe7 13. Nb5 Rd8 14. h3 Qf8 15. Be3 Be6 16. Nh4 Rd7 17. Nf5


Gruppenbild mit Dame



 

Adriana legte danach beiden Spielern noch je fünf Wunschbänder an, eine Tradition afrikanischen Ursprungs,  die in Brasilien stark verbreitet ist, wie der Dannemann Präsident Brasilien Leusen erzählte. Kramnik hatte dazu gleich eine Regelfrage und wollte wissen, was passiert, wenn die Wünsche sich widersprechen. Darauf wusste Adriana allerdings auch keine Antwort. 





Moderator der Veranstaltung war Jochen Leufen von der Agentur Wülfing-Communication. Als Vertreter Dannemanns war deren Präsident Hans Leusen anwesend, außerdem die beiden Spieler Vladimir Kramnik und Peter Leko mit ihrem Manager Carsten Hensel, ACP-Präsident Joel Lautier, Rolf Behovitz vom technischen Partner Chessgate, und schließlich ein Repräsentant des Tessins, der sehr lebendig mit viel Witz die Vorzüge der Urlaubsregion Tessin vorstellte - kein schwieriges Unterfangen.
 




Kramnik, Leusen, Lautier


Leko. Behovitz, Hensel


Joel Lautier





Folgende technische Informationen wurden bekannt gegeben: Der Wettkampf finden vom 24.September bis 18.Oktober statt. Austragungsort ist das Centro Dannemann in Brissago am Lago Maggiore.


Centro Dannemann in Brissago

Die Eröffnungszeremonie wird am Freitag, den 24.September sein. Die Spieletage sind der 25., 26., 28. und 30. September, der 2., 3., 5., 7., 9., 10., 12., 14., 16. und 18.Oktober. Schiedsrichter sind Dr. Markus Angst (Schweiz), Dr. Andrzej Filipowicz (Polen) und Albert Vasse (Niederlande). Es wird mit klassischer Bedenkzeit gespielt. Bei 7:7 bleibt Kramnik Weltmeister. Falls Leko gewinnt, wird es kein Re-Match geben. Das Preisgeld ist 1 Mio. Schweizer Franken, das im Verhältnis 60:40 zwischen Sieger und Verlierer geteilt wird.

Ein neuer Aspekt bei der Durchführung dieser Weltmeisterschaft ist die Beteiligung der ACP. Die kürzlich gegründete Spielervertretung übernimmt die offizielle Turnierleitung. Dadurch bekommt die Veranstaltung ein deutlich größeres Gewicht, denn hinter der ACP stehen inzwischen über 200 Schachprofis. Joel Lautier, der gewählte Präsident der ACP, erklärte in einer längeren Rede (Text, s.u.) den anwesenden Journalisten noch einmal die gegenwärtige Situation und die Pläne zur Wiedervereinigung. Er und die beiden Spieler bekannten sich klar und deutlich zu den in Prag 2002 beschlossenen Plänen zur Wiedervereinigung der Schachweltmeister, mahnte jedoch auch die FIDE zu raschen Einhaltung und Durchführung ihres Teils.


 

Während der Lautier-Rede klingelte Kramniks Mobiltelefon, was in Anspielung auf die Regel, wonach Partien verloren sind, wenn das eigene Handy klingelt, aus dem Publikum mit einem fröhlichen "0:1!"  quittiert wurde.


Kramnik stellt sein Telefon ab

Im Übrigen betonten die beiden Spieler in ihren Reden den sportlichen Aspekt des Wettkampfes und wollten sich nicht zu sehr mit einer möglichen Konfrontation mit der FIDE und Kasparov, der sich tags zuvor sich mit einem Telefon-Interview zu Wort gemeldet hat, auseinander setzten.



Ein sehr gut gelaunter Kramnik fand viele Parallelen zwischen Dannemann und dem Schach. So sehe der Firmengründer auf dem Dannemann-Logo ganz genau so aus wie der erste Weltmeister Steinitz, falls er es nicht sogar selber ist, meinte Kramnik.





An dieser Stelle sei ein kleiner Einwurf gestattet: Allgemein wird in der Schachwelt der Mangel an professionellen Sponsoren beklagt. Ein Grund dafür ist sicher die gegenwärtige Spaltung in zwei Weltmeisterschaften, die einem Nichtfach-Publikum nur schwer vermittelbar ist. Viele Journalisten vermeiden das Thema Schach deshalb, weil sie sonst lange und umständliche Erklärungen für die Situation im Schach liefern müssten. Die Fide hat zudem die eigentlich grandiose Marke "Weltmeisterschaft im Schach" durch ein schlechtes Format (K.O.-System), mangelnde Planung (findet statt oder auch nicht) und verkürzte Bedenkzeit nachhaltig demoliert.

Einige Fachjournalisten haben in der Vergangenheit auch die Bedeutung des professionellen Sponsorentums für die Schachwelt nicht verstanden. In einem aktuellen Telefoninterview beklagt sich Kasparov z.B. über die negative Berichterstattung über den Sponsor Intel zu Zeiten des PCA- Zyklus. Die großen Turnierveranstalter und deren Sponsoren haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Besonders in Deutschland wird die Berichterstattung über die großen Schachereignisse von Fachjournalisten in der Tagespresse gelegentlich, leider aber zu regelmäßig, als Einladung zur Darstellung eigener sozialromantischer Ideen gründlich missverstanden. Auch dies ist wohl ein wichtiger Aspekt sein, wenn man herausfinden will, warum die Sponsoren sich im Schach in den letzten Jahren zurückgezogen haben.

Auf der anderen Seite wurden die Chancen von den Firmen, mit Schach zu werben, wahrscheinlich sehr unterschätzt. Das Schachspiel ist ein bedeutender Bestandteil vieler Kulturen, Völker verbindend und als Geistestätigkeit mit einem hohen Imagewert verbunden. Viele Firmen werben deshalb mit Schachmotiven ohne allerdings den Schritt zum richtigen Schachsponsoring zu wagen. Wer aber als Schachsponsor Geld investiert, bekommt einen hohen Gegenwert an Aufmerksamkeit zurück bezahlt. Über das Internet haben die Schachevents zahlreiche Besucher und die Namen der Firmen, die Schach organisieren und finanzieren, erreichen große Bekanntheit. Zudem werden sie auch und nicht zuletzt über die Schachdatenbanken auf ewig in die Schachgeschichte eingebrannt und selbst von zukünftigen Generationen wahrgenommen. Wie flüchtig ist dagegen doch eine Werbkampagne im Fernsehen.

Möglicherweise gibt es inzwischen ein Umdenken unter den Marketing-Direktoren. Dannemann sponsert nach dem Wettkampf Kosteniuk-Karjakin und dem Simultan Kramnik gegen die deutsche Nationalmannschaft nun die dritte Schachveranstaltung. Die Deutsche Bank trat zusammen mit der Bundeskunsthalle kürzlich bei einem Kramnik-Simultan in Bonn als Sponsor auf. In Dresden engagieren sich die Hightechfirmen ZMD und Infinion schon seit Längerem erfolgreich und zur eigenen Zufriedenheit im Schach.

Kramnik und Leko trugen übrigens beide schwarze (die Farbe des Sponsors) Hemden mit WM-Logo. Das wirkte sehr professionell und sah auch noch chic aus.

Nach der offiziellen Pressekonferenz gab es für die Journalisten Gelegenheit zu Gesprächen mit den Verantwortlichen und Spielern. Peter Leko gab dem Hamburger Abendblatt und ChessBase ein Interview, dass im Text in Kürze im Abendblatt und als Video im ChessBase Magazin erscheinen wird.




Gisbert Jacoby und Wolfram Runkel (Die Zeit)


Carsten Hensel und Dr. René Gralla


Malcolm Pein


Leko mit Gattin Sofie beim Fototermin


Peter und Sofie Leko

Kontakt:

Rosanna Pierantognetti
CENTRO DANNEMANN
Via R. Leoncavallo 55
Casella Postale 364
CH - 6614 Brissago
T +41 91 7868133
F +41 91 7868149
M +41 76 4995807
r.pierantognetti@centroDANNEMANN.com
Ellie Zips
IRA WÜLFING KOMMUNIKATION
Infanteriestraße 19
Haus 4a
D-80797 München
T +49-(0)89-200030-31
F +49-(0)89-200030-40
M +49-(0)177-8168158
ellie.zips@wuelfing-kommunikation.de


Joel Lautiers Rede, Hamburg 12.Mai 2004

Sehr geehrte Damen und Herren,

Obwohl es für mich immer eine aufregende Herausforderung ist, in Goethes Sprache zu reden, reicht mein Wissen unglücklicher Weise nicht aus, um meine Meinungen über einige der eher komplizierteren Themen, die ich heute vor Ihnen erläutern werde, auszudrücken. Lassen sie sich nicht von diesen wenigen deutschen Sätzen täuschen, da ich sie heute morgen sorgfältig geübt habe. Wenn sie mir erlauben, wechsle ich jetzt auf Englisch.

Ladies and gentlemen,

For those of you who do not know me, I would like to introduce myself. My name is Joel Lautier, I’m a chess Grandmaster and the highest rated player in France. I am here in a different capacity however, as the President of the ACP, the Association of Chess Professionals.

To start with, I would like to briefly describe the current situation in the chess world. In order to do that, I need to go back a little in the history of our game. In 1993, the then FIDE World Champion Garry Kasparov and his official challenger Nigel Short left FIDE, the international chess federation, in order to play their match under the roof of a new organization created specifically for that purpose. Ever since that date, the chess world has been split in two, FIDE continued to stage its world championship events, while Garry Kasparov stayed away from them and played independent matches with his world title at stake. After successfully defending it in 1993 and 1995, Kasparov was defeated in 2000 by Vladimir Kramnik, who thus became the new World Champion. This schism has remained to this day, and that is why we currently have two World Champions, the FIDE titleholder Ruslan Ponomariov from Ukraine and the Classical World Champion Vladimir Kramnik.

What exactly entails the title of “Classical” Champion must be explained. It is a testimony to the fact that the holder of this title belongs to the long, classical tradition of World Champions that goes all the way back to 1886 and to Wilhelm Steinitz, the first World Champion. Such a lineage of champions is unique in the history of sports, and what makes it so valuable is the fact that every World Champion has beaten his predecessor in a fair duel. The only exceptions were in 1948 and 1975, but there were good reasons for that: in the first case Alexander Alekhine abruptly died, while in the second Bobby Fischer just stopped playing chess. Therefore, Garry Kasparov himself, in his recent best-selling book “My Great Predecessors”, only recognizes Vladimir Kramnik as the current World Champion, the fourteenth in the history of chess.

Since 1993, FIDE has been struggling to hold its own championships, as it was always lacking the participation of the strongest player at the time. In 2002, by signing the so-called ‘Prague Agreement’, FIDE recognized the necessity to reunify the chess world. It took upon itself the responsibility of organizing a FIDE title match between the current holder Ruslan Ponomariov and Garry Kasparov. The winner of this match was due to meet the winner of the Classical World Championship for the reunified title. For reasons that are not fully elucidated to this day, the match between Ponomariov and Kasparov was eventually cancelled by FIDE President Kirsan Ilyumzhinov. This means that FIDE has gone one step backward in the reunification process, since Ponomariov has lost his status as World Champion and now has to defend his title in a large knock-out event involving 128 players before being able to play Kasparov in a separate match. FIDE’s attitude towards Ponomariov is very questionable and has provoked a strong reaction from Ponomariov who has refused to take part in the knock-out world championship, but we shall not dwell on that now.

Vladimir Kramnik, in the meantime, has obtained a worthy challenger in the person of Peter Leko, who convincingly won a very strong candidates’ tournament in Dortmund in 2002. Once their match will be over, we shall know the name of the Classical World Champion and this part of the Prague Agreement, at any rate, will have been fulfilled. FIDE’s part of the Prague deal, however, is not likely to be delivered very soon. At the moment, FIDE is experiencing serious difficulties in attracting the best players in its World Championship knock-out event that will be staged in Libya in June-July. All the FIDE World Champions since 1993, all four of them – Karpov, Khalifman, Anand and Ponomariov, have refused to play in Libya. On top of that, out of the best 16 players in the world, 9 have declined to play in Libya, not counting Kasparov who is granted a direct match for the FIDE title against the winner from Libya. This basically means that FIDE has already failed in its avowed attempt to reunify the chess world. It also means that in the current state of things, FIDE’s World Championship title cannot be considered legitimate if so many top players are missing from the competition.

As you can see, FIDE has not done a stellar job in running high-level chess during the last years, and that is precisely why the ACP has come into existence. In September 2003, a small group of strong professional players decided that it was time to take matters in their hands and not let the bureaucrats from FIDE or the ECU, the European branch of FIDE, dictate professional players how and where they should play chess. This small group of players gathered together and created the ACP, a not-for-profit international organisation established in Paris under the French law. We actively started recruiting new members from October 2003 and in December of last year, a Board of nine members was elected to run the association and I was elected as its president. Eight months after the birth of the ACP, we have more than 200 members, a large majority of which are high-level professional chess players. The aim of the ACP is twofold, to defend the rights of chess players worldwide and to promote chess by setting up a circuit of professional chess events.

Both FIDE and the ECU have, unfortunately, given us a lot of work as far as defending the players is concerned. I will just explain briefly some of the more recent conflicts we have had to solve. As I mentioned previously, the next FIDE World Championship will be a large knock-out event with 128 players, to be staged in Tripoli, Libya. However, in order to take part, the participants had to sign a so-called “Player’s Undertaking” that had very little to do with a proper contract. It is actually a written commitment signed by the players, which contains no obligations on FIDE’s part and does not even bear any signature from a FIDE representative. This means that if a dispute arises between a player and FIDE, the organization can use this document at leisure while the player has no binding evidence of FIDE’s obligations towards him or her. FIDE has turned a deaf ear to our offer of improving this undertaking, as a result many top players have refused to sign it and have consequently been excluded from the World Championship.

I must also point out that, by holding the FIDE World Championship in Libya, FIDE is de facto depriving all Israeli players and several American participants of a chance to fight for the world title. To this day, it is absolutely unclear whether Israeli players are allowed to enter Libya, as FIDE’s press releases assuring that all players will be granted visas have just been completely contradicted by a public statement coming from the Libyan authorities claiming that they never intended to allow Israeli citizens to enter Libya. If this were confirmed, it would be an obvious breach of a basic sporting rule, namely that no participants in a major sports competition can possibly be disqualified on account of race, citizenship or religious beliefs.

Another striking example is FIDE’s absurd decision to stage the Women’s World Championship in the city of Batumi, located in a province of Georgia called Ajaria. This province was refusing to obey the central powers in the capital Tbilisi, and therefore the Georgian government had warned FIDE and the participants that it was against the staging of a World Championship in Batumi, as it couldn’t guarantee the safety of the participants. The ACP repeatedly asked FIDE to let common sense prevail and it finally did, but at a very late stage. The event in Batumi has just been cancelled and moved to Elista, capital of Kalmykia, only a couple of weeks prior to the event. The list of FIDE’s management mistakes goes on and on, but I will bore you no longer with that.

The second part of the ACP activity, promoting chess, has been more rewarding. We have staged two successful Internet chess tournaments and we are now actively working on building a unified circuit of tournaments called the ACP Tour. In a nutshell, the idea is to group important existing tournaments, both at classical and rapid time-controls, both from closed and open tournaments, all into one system. The top performers of the season will then be qualified to a Masters event that the ACP plans to organize at the end of next year. For some reason, this simple model, which has worked very well for major individual sports such as tennis, golf or Formula 1, has never been implemented in chess. Given the time and means, we also envision to develop chess teaching for children, as chess is ideally suited to help kids develop a strong sense of logic and therefore, serves as an ideal introduction to mathematics and sciences in general. Numerous other qualities are stimulated by the early practice of chess, such as independent thinking, competitive drive or a sense for aesthetics, to name but a few. Chess is best taught at an early age, around six or seven, when children usually learn to read and their intellect develops at a very fast pace.

Having introduced the ACP, I would now like to state its role as far as the Classical World Championship goes. For the reasons described previously, the ACP recognizes the World Championship match between Vladimir Kramnik and Peter Leko, as opposed to the FIDE event in Libya. However, I must stress that the sponsor Dannemann is the official rights’ holder to the Classical World Chess Championship, therefore it would be incorrect to call this the ACP World Championship. Nevertheless, the company Dannemann shares the views of the ACP on the current situation in the chess world, that is why I have been offered the function of match director, which it has been my honour to accept.

Of course, the big question on everyone’s mind is now: what will happen after the World Championship match between Vladimir and Peter? Well, we all agree that what chess needs more than anything else, is the reunification of all the best players in one championship cycle. FIDE has such a damaged reputation nowadays that we fear it will be hard for them to find sponsors to fulfil their part of the reunification process. In fact, the only thing they have going for them is Garry Kasparov’s commitment to play one match for the FIDE title. However, even that may not last forever, since Kasparov has already seen his match with Ponomariov twice announced and twice cancelled, in Buenos Aires and Yalta. If FIDE struggles to find the financial backing for a match between the winner in Tripoli and Kasparov, it is not quite clear how they could stage a reunification match. The ACP position is the following: FIDE should be given some time to stage its match between the winner in Tripoli and Kasparov. By the end of the match in Brissago, we should already have a fair idea of how far FIDE has advanced in that direction. If nothing definite is announced by FIDE by the end of October 2004, the ACP will seriously consider taking part in the reunification process. When the time comes, we shall advise everyone in another press conference. Something tells me we might see each other again in the near future!

Ladies and gentlemen, thank you for your attention.
 

 

 

 

 


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