Randsportart Fußball: Heute ist da was...

von Olaf Steffens
11.06.2021 – Schach ist Volkssport. Die Netflix-Serie sorgte letztes Jahr für einen Schachboom und die Corona-Pandemie hat das Schach viel weniger getroffen als andere Sportarten. Es gibt aber keinen Grund zur Arroganz, findet unser DSOL-Berichterstatter Olaf Steffens und fordert die Schachfreunde zur Unterstützung der Randsportarten auf.

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Heute ist es soweit  – die Fußballmeisterschaft im sommerlich heißen Europa beginnt! Nun ist Fußball ja schon seit langem der schüchterne kleine Bruder des Schachs, und als solcher durchaus kurios, was die Spielidee anbetrifft – man läuft bei diesem „Sport“ mit einem Ball umher und schießt ihn in einen Kasten.

Diese eigenartige Balltätigkeit konnte selbstverständlich bislang noch nicht das Medieninteresse erlangen, den unser königliches Spiel spätestens seit Magnus Carlsen und Emanuel Lasker innehat. Trotzdem möchten wir helfen, dem aufstrebenden Fußballsporte unter die Arme zu greifen und ihn aus seiner stiefmütterlichen Existenz zu befreien. Gerne verlinken wir daher auf Anfrage der UEFA (das ist der Europäische Verband der Fußballer – ja, auch so etwas gibt es) hier bei den Veganen Schachkatzen zum Turnier der Fußspezialisten, welches offenbar heute Abend beginnt.

Sogar, so hörten wir mit Erstaunen, wird eine deutsche Équipe zur Turnierteilnahme geschickt, elf Spieler an der Zahl, dazu offenbar ein eigener Trainer, ein Busfahrer und noch einige Betreuer mehr für die ersten Begegnungen gegen Frankreich, Ungarn und Portugal.
Selbst einen Pressesprecher gibt es, der den Journalisten sagt, was sie schreiben sollen – ein gutgemeinter Service bei diesem fremdartigen Spiel.

Allein, wir wissen, dass ein Sport kein Publikumssport werden kann, wenn das verehrte Publikum elf Spieler zugleich im Auge behalten soll, die alle auch noch zur selben Zeit über einen riesigen Platz eilen. (Hinzu kommen noch elf gegnerische Spieler.)

Wie ungleich zuschauerfreundlicher ist da doch unser schöner Schachsport – beide Spieler scharen sich um ein überschaubar großes Brett, und sie laufen auch nicht in kurzen Spurts mit Bällen durch die Gegend. Alles ist hübsch rational beim Schach, und es leuchtet unmittelbar ein, dass es dadurch für Zuschauer aller Altersstufen deutlich einladender und weniger kraftraubend ist, wenn sie nicht elf, sondern nur vier Akteuren folgen müssen – so wie bei den Spielen unserer Schach-Nationalmannschaft... 

Weiter geht's auf Olaf Steffens Blog "Vegane Schachkatzen"...

 


Olaf Steffens, Diplom-Handelslehrer, unterrichtet an einer Bremer Berufsschule. FIDE-Meister seit 1997, ELO um die 2200, aufgewachsen in Schleswig-Holstein. Spielte für den Schleswiger Schachverein von 1919, den MTV Leck, den Lübecker Schachverein, die Bremer Schachgesellschaft und nun für Werder Bremen. Seit 2012 Manager des Schachbundesliga-Teams des SV Werder Bremen. Bloggt seit 10 Jahren auf www.schach-welt.de.
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schachkwak schachkwak 11.06.2021 05:15
Ich erinnere mich noch mit Freude an die Anfänge meiner Schachkarriere vor ca. 20 Jahren. Da haben wir an einem Turnier teilgenommen. Wir waren einer zu wenig und haben aus einer anderen Mannschaft Aushilfe bekommen und ihn aufgrund der Spielstärke an Brett 1 gesetzt. Wir haben sofort starke Schachspieler aus der Oberliga geschlagen.

Insgesamt sind wir beim Fußball 1. und beim Schach letzter geworden, was insgesamt zu einem wunderbaren 3. Platz von 8 Mannschaften gereicht hatte.
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