Rapid-Europameisterschaft der Frauen: Pähtz gewinnt Bronze

von André Schulz
15.01.2024 – Nach dem Gewinn der Blitz-Europameisterschaft der Frauen holte sich Alexandra Kosteniuk auch den Titel bei der Schnellschach-Europameisterschaft. Elisabeth Pähtz gewann mit einem halben Punkt weniger Bronze. Die Veranstaltung fand im Novotel Hotel in Monaco statt und war aus organisatorischen Gründen vom Dezember 2023 in den Januar 2024 verschoben worden. | Foto: Veranstalter

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Die Europameisterschaften der Frauen im Blitz-und Schnellschach sollten ursprünglich im vergangenen Dezember ausgetragen werden, mussten aber aus terminlichen und organisatorischen Gründen verschoben werden. So kam es dass diese Meisterschaften für das Jahr 2023 erst im Januar 2024 ausgespielt werden konnten. Gastgeber war der Schachverband von Monaco. Die Veranstaltung wurde über drei Tage vom 12. bis 14. Januar im örtlichen Novotel durchgeführt. 

Sieger der Blitzschachmeisterschaft wurde Alexandra Kosteniuk. Die inzwischen unter Schweizer Flagge spielende Ex-Weltmeisterin im klassischen Schach gewann mit 10 Punkten nach 13 Runden dank der besseren Zweitwertung vor den punktgleichen Sara Khadem (Spanien) und Bela Khotenashvili (Georgien). Elisabeth Pähtz war beste Deutsche mit 8 Punkten auf Platz 19.

Cramling gegen Pähtz

Dinara Wagner belegte mit einem halben Punkt weniger Platz 34 im Blitzturnier und Lara Schulze mit 7 Punkten Platz 43. Als weitere Teilnehmerinnen aus Deutschland erreichte Dr. Anita Stangl mit 6,5 Punkten Platz 57 und Teodora Rogozenco mit 6 Punkten Platz 63.

Teodora Rogozenco, links

Dem Blitzturnier am Freitag folgte am Samstag und Sonntag die Schnellschach-Europameisterschaft, über 11 Runden nach Schweizer System und mit der Bedenkzeit von 15 Minuten plus 10 Sekunden Zeitzugabe pro Zug durchgeführt.

In der Schnellschach-Europameisterschaft konnten sich die deutschen Nationalspielerinnen besser in Szene setzten als im Blitzturnier. Elisabeth Pähtz startete mit 3,5 Punkten aus den ersten vier Runden und blieb auch in der Folge ohne Niederlage.

Am Ende kam die deutsche Spitzenspielerin auf 8,5 Punkte und bleib damit einen halben Punkt hinter der Siegerin, punktgleich mit Antoaneta Stefanova und Klaudia Kulon. Gemäß Zweitwertung erreichte Pähtz Platz drei und gewann damit Bronze. Siegerin wurde erneut Alexandera Kosteniuk.

Die Doppelsiegerin gibt Interviews

Dinara Wagner blieb bis zur zehnten Runde ebenfalls ohne Niederlage und belegte vor der Schlussrunde mit 7,5 Punkten und einem halben Punkt weniger als das Führungstrio Platz 5, verlor dann aber im Kampf um eine Medaille ihre letzte Partie gegen Klaudia Kulon und fiel auf Platz 10 zurück. Lara Schulze wurde mit 7 Punkten 24te. Anita Stangl kam auf Platz 72 ins Ziel.

Anita Stangl

Das Blitzturnier war mit einem Preisfonds von 7.650 Euro dotiert, das Schnellschachturnier mit 14.400 Euro

Endstand Schnellschach

Rg. Snr Name Typ Land Elo Verein/Ort Pkt.  Wtg1   Wtg2   Wtg3   Wtg4   Wtg5  Rp K rtg+/-
1 Kosteniuk, Alexandra 9 0
2 Stefanova, Antoaneta 8,5 0
3 Paehtz, Elisabeth 8,5 0
4 Kulon, Klaudia 8,5 0
5 Batsiashvili, Nino 8 0
6 Khademalsharieh, Sarasadat 8 0
7 Salimova, Nurgyul 8 0
8 Daulyte-Cornette, Deimante 8 0
9 Ushenina, Anna 7,5 0
10 Wagner, Dinara 7,5 0
11 Vega Gutierrez, Sabrina 7,5 0
12 Sliwicka, Alicja 7,5 0
13 Hoang, Thanh Trang 7,5 0
14 Osmak, Yuliia 7 0
15 Garcia Martin, Marta 7 0
16 Schippke, Manon 7 0
17 Khotenashvili, Bella 7 0
18 Agrest, Inna 7 0
19 Guichard, Pauline 7 0
20 Piddubna, Bozhena 7 0
21 Krasteva, Beloslava 7 0
22 Gvetadze, Sofio 7 0
23 Savina, Anastasia 7 0
24 Schulze, Lara 7 0
25 Bensdorp-De Labaca, Marlies 7 0

116 Spielerinnen

Partien Schnellschach

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André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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