Ray Robson gewinnt in Ulan-Bator

von André Schulz
17.08.2018 – Die Mongolei ist auf der Schachlandkarte eher noch ein weißer Fleck. Nun fand aber in Ulan-Bator ein internationales Großmeisterturnier statt. Ray Robson gewann mit einem ganzen Punkt Vorsprung. | Fotos: Chingiss Chess Club

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Die Mongolei ist auf der Schachlandkarte eher noch ein weißer Fleck. Offenbar gibt es beim mongolischen Schachverband aber Bemühungen, das zu ändern. Die mongolischen Männer sind in internationalen Wettbewerben noch nicht besonders in Erscheinung getreten. Im Frauenschach ist das schon etwas anders. Die beiden Spitzenspielerinnen Batkhuyag Munguntuul und Tuvshintugs Batchimeg gehören durchaus schon zur erweiterten Weltspitze. Junge Talente mit ebenso wenig einfachen Namen wachsen nach.

Nun wurde in der mongolischen Hauptstadt Ulaan Bator (neu: Ulaanbaatar, dt: Roter Held), ca. 1,5 Mio. Einwohner, ein internationales Großmeister-Schachturnier ausgerichtet. 

Organisator war der örtliche Chinggiss Chess Club, der seinen Sitz etwas außerhalb des Stadtzentrums in der Nähe des Tuul Gol Flusses hat.
 

Karte: Google Maps

Blick auf Ulan Bator

Bild: Google Street View

Der Schachclub, in dessen Räumen das Turnier wohl stattfand, befindet sich in der Nähe des Hochhaus, weiter hinten. Das Google-Auto ist die Straße jedoch nicht weiter hinein gefahren.

Das Turnierfeld bestand aus dem mongolischen Spielern Sumiya Bilguun, Tsegmed Batchuluun, Tsedvee Lkhagvasuren, den Aseris Nihat Abasov und Vasif Durarbayli, den Russen Dmitry Bocharov und Anton Shomoev, dem Inder Surya Ganguly und den beiden US-Spielern Ray Robson und Zviad Izoria.

Ray Robson startete mit einem Sieg und drei Remis in den ersten vier Runden, gab dann aber in der zweiten Turnierhälfte mächtig Gas und gewann das Turnier mit 7 aus 9.

 

Stellung nach 16...Lc5

Nach 17.Sf5 0-0 18.Te1 sah sich Schwarz schon genötigt die Dame zu geben, stand aber nach 18...Dxe1 19.Dxe1 exf5 20.g5 auf verlorenem Posten.

Nihat Abasov wurde Zweite mit 6 Punkten. Der aserische Großmeister blieb ebenfalls ohne Niederlage, gewann aber nur drei Partien. Etwas außer Form präsentierte sich S. Ganguly, der mit der zweithöchsten Elozahl nur Vorletzter wurde. 

Robson-Ganguly

Tabelle

 

Partien

 

 

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André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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