Rückblick auf Biel

02.08.2004 – Das 37. Schachfestival von Biel ist vorüber. Mit genau 603 Teilnehmern konnte man den Zuspruch unter den Schachfreunden weiter steigern. Eine Ursache dafür war sicher auch das neue, von der Kulturstiftung Accentus finanzierte Frauenturnier. Die jungen, smarten Damen sorgten für reichliche Presseresonanz und geben dem Schach in der breiten Öffentlichkeit ein ganz neues Image. Trotz der großen öffentlichen Aufmerksamkeit ist die Finanzierung des nächsten Festivals jedoch kein Selbstgänger. Deutlich schwerer wird im nächsten Jahr das Zusammenstellen der Telnehmerfelder: Die ECU hat den Beginn der nächstjährigen Europa-Mannschaftsmeisterschaft genau in den angestammten Bieler Festivaltermin hinein gelegt. Thomas Pähtz, der seine Tochter Elisabeth begleitete, spielte selbst im Open mit und betätigte sich außerdem als Fotograf. Zum Schachfestival...Rückblick...

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Rückblick auf Biel
Fotos: Thomas Pähtz

Zur Eröffnung spielte Elisabeth Pähtz auf dem MobiCat, dem größten Solargetriebenen Katamaran der Welt, simultan gegen Schweizer und Bieler Prominenz.



Die Simultanvorstellung erwies sich für die Erfurterin als schwieriger als gedacht, als sie bei Anlegemanöver mit ihren hochhackigen Schuhen auf dem etwas schaukelnden Schiff fast seekrank wurde.
 


Elisabeth Pähtz und Yannick Pelletier genießen die schöne Aussicht

Die Frauen des Accentus-Turniers bekamen zum Auftakt als kleine Aufmerksamkeit Blumen geschenkt.


Elisabeth Pähtz und Monika Seps, re: Peter Burri


Gruppenbild mit Damen: v.l.n.r.: Peter Burri, Peter Bohnenblust, Iweta Radziewicz, Monika Seps, Elisabeth Pähtz, Tatiana Kosintseva, Kateryna Lahno, Eva Repkova, Olivier Breisacher, Willam Wirth.


Und hier die Herren: Luke McShane, Alexander Morozevich, Rusaln Ponomariov, Yannick Pelletier, Etienne Bacrot, Kishnan Sasikiran



Alexander Morozevich, der in der Weltspitze mit das unterhaltsamste Schach spielt, hatte das Turnier unter Kontrolle und siegte überlegen.



Ruslan Ponomariov, Fide-Weltmeister von 2002, sorgte im letzten Jahr für Aufsehen, als er sich nach langem Hin und Her und Streit mit der Fide geweigert hatte, einen Wettkampf gegen Kasparov zu spielen. Nach langer Turnierpause spielte er in Biel erstmals wieder ein starkes Turnier mit.



Krishnan Sasikiran konnte als Einziger zeitweise das Tempo von Morozevich mithalten und wurde am Ende Zweiter. Wie sein prominenter Landsmann Anand bevorzugt der bescheidene Inder vegetarische Küche.



Luke McShane startete mit vier Niederlagen, fing sich dann zwar, aber konnte den schlechten Start nicht mehr wettmachen. Der Engländer studiert in Oxford Mathematik und Philosophie.



Der Lokalmatador der Bieler Schachgesellschaft Yannick Pelletier spielte ein ausgezeichnetes Turnier, auch dank seiner Vorbereitung mit Sekundant Javier Moreno, und verpasste die 50% nur um einen halben Punkt.



Das frühere französische Wunderkind Etienne Bacrot ist mit 2714 inzwischen in der Weltspitze angekommen, blieb in Biel aber etwas hinter den Erwartungen zurück.


Männer und...

... erstmals auch Frauen auf der Bühne im Kongresshaus.



Elisabeth Pähtz hatte sich viel vorgenommen und verpasste durch einige Flüchtigkeitsfehler eine bessere Platzierung.



Die Slowakin Eva Repkova empfand es als Eher und Ansporn, zusammen mit  den Stars auf der Bühne zu spielen.



Monika Seps hatte es mit über 300 Elopunkten Rückstand auf die anderen Teilnehmerinnen sehr schwer und verlor leider alle Partien.



Die Polin Iweta Radziewicz (li.) wurde Zweite. 



Tatiana Kosintseva, frisch gebackene Russische Meisterin, gewann das Turnier. Ihre Schwester Nadeshda spielte im Open und verpasste dort knapp eine Männer-GM-Norm.



Kateryna Lahno war Elofavoritin, musste sich aber mit einem Mittelplatz zufrieden geben.


 

 

 


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