Rückblick auf die Chess Classic 2006

24.08.2006 – Die Chess Classic sind seit vielen Jahren eine der Höhepunkte im deutschen Schachkalender. Und in jedem Jahr schafft es das Organisationsteam um Hans-Walter Schmitt, neue Akzente zu setzen und das hohe Niveau der Veranstaltung nicht nur zu halten, sondern auch noch zu verbessern. In den Wettkämpfen, sei es im klassischen Schach oder der Dusziplin Schach960 geben sich die Stars die Klinke - hier die Figuren - in die Hand und sorgen für ein einzigartiges Schachspektakel. Prominente,  in diesem Jahr die Schauspielerin Vaile, die Musiker der finnischen Rockgruppe HIM oder das Supermodel Carmen Kass (Foto), inzwischen schon Dauergast, kommen gerne nach Mainz und verleihen dem Schach zusätzliche Glanz. Vor allem hat aber auch der Mainzer OB Jens Beutel großen Anteil am Gelingen des Events. Natalia und Carsten Straub bieten eine Rückblick in zwei Teilen. Chess Classic Mainz Turnierseite...Rückblick, Teil 1....

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Chess Classic Mainz: Alle Jahre wieder -
und dennoch immer noch einen bisschen besser

Von Natalia und Carsten Straub

Die Chess Classic 2006 in Mainz lockte nach der Schacholympiade in Turin im Mai wieder zahlreiche Schachspieler nach Deutschland, und jedes Jahr werden es mehr. Für diejenigen, die leider nicht dabei sein konnten, möchte ich noch einmal auf 4 Tage Mainz zurückblicken. Mit 248 Teilnehmern stellte das FiNet-Open im Chess960 erneut eindrucksvoll unter Beweis, dass die Fangemeinde dieser Schachvariante weiter wächst.


OB von Mainz, Jens Beutel


Hauptschiedsrichter Sven Noppes und Hans.Walter Schmitt


Turnierdirektor Markus Busche


Der Geschichts-Professor und Wer-wird-Millionär-Gewinner Prof. Dr. Eckhard Freise


Gefragt auch zwischen den Runden, Deutschlands Nummer 1 Arkadij Naiditsch im Fernsehinterview

Nach 11 Runden konnte sich Etienne Bacrot ohne Niederlage vor Shakhriyar Mamedyarov durchsetzen, der bis zur achten Runde noch mit 8 Punkten geführt hatte, dann aber gegen den späteren Sieger einzügig die Partie verschenkte. In der Schlussrunde erhielt Etienne nach einem sehenswerten Selbstpatt, das ihm das erforderliche Remis sicherte, Applause vom Publikum.


Alexander Grischuk


Alexander Morozevich


Rechts: der spätere Orix-Open Sieger Rustam Kazhimdzhanov


Unser Freund Mikhail Zaitsev gegen Ticia Gara


Ticia Gara


Schwester Antita spielt gegen Alexander Graf


Elisabeth Pähtz unterlag im Wettkampf gegen Alexandra Kosteniuk und nahm dann am Open teil


GM Stelios Halkias aus Griechenland


Eric Lobron mal wieder am Brett

IM Istvan Almasi bekam in Runde 5 die Tücken des Chess960 zu spüren, als er in der Partie gegen Daniel Fridman nach 3 Zügen mit Weiß bereits aufgeben musste, da ein Matt nach dem fünften Zug nicht abzuwenden war.


Etienne Bacrot


Die Top 5 im FiNet-Open

Bei den Frauen unterstrich Alexandra Kosteniuk, dass sich das Training an den Vortagen im Match gegen Elisabeth Pähtz ausgezahlt hatte und konnte dank der besseren Feinwertung die punktgleichen Natalia Zhukova und Anita Gara auf die Plätze verweisen. Damit kommt es im nächsten Jahr zum Match zwischen den beiden Erstplatzierten Kosteniuk und Zhukova und bei den Junioren fordert der Sieger Andrej Volokitin aus der Ukraine den Inder Pentela Harikrishna heraus, der 2 Tage zuvor gegen Arkadij Naiditsch ein sensationelles Comeback feierte und sich doch noch den Titel sichern konnte.


Arianne Caoili aus Australien machte ungewollt Schlagzeilen bei der letzten Schacholympiade


Marie Sebag


Viktorija Cmilyte


Alexandra Kosteniuk energisch


Alexandra Kosteniuk und Shakhryar Mamedyarov


Natalia Zhukova


...hier im Kampf gegen Shakryar Mamedyarov



Natalia Straub im Open


Hans Wlater Schmitt mit Alexandra Kosteniuk und Natalia Zhukova

Die Attraktivität der Live-Übertragung der ersten 10 Bretter an die große Leinwand wurde durch die Live-Einblendung eines Bewertungscharts noch einmal gesteigert, da für die Zuschauer vermeintliche Schwankungen in der Stellungsbewertung nun umgehend angezeigt wurden. Auch das von Hans-Walter Schmitt und seinem Team auf die Beine gestellte "Rahmenprogramm" konnte sich wahrlich sehen lassen. Parallel zum FiNet-Open wurde die Chess960-Computer-WM ausgetragen, wobei der Titelverteidiger Spike im starken Feld abgeschlagen anerkennen musste, dass die anderen Programme einiges an Spielstärke hinzugewonnen hatten. Mit einer souveränen Vorstellung konnte sich Stephan Meyer-Kahlen mit Shredder den Titel sichern vor Jonny und Ikarus. Welches Niveau die Engines insbesondere im Schnellschach inzwischen erreicht haben wurde in den Mensch-Maschine-Matches deutlich, die beide von den Computern dominiert wurden.


Stefan Meyer-Kahlen auch im Schach960 erfolgreich


Ehrengast bei den Chess Classic 2006 in Mainz, Schauspielerin und Sängerin Vaile

Nach aktivem Spiel am Tage lädt die Abendveranstaltung geradezu zum Erholen ein. Bei den Clerical Medical Chess960 World Championships forderte der Vorjahressieger des FiNet-Opens und frischgebackener Olympiasieger Levon Aronian den Weltmeister Peter Svidler heraus während beim GRENKELEASING Rapid World Championship Match Vishy Anand seinen Titel gegen Teimour Radjabov verteidigen musste, der mit hohen Erwartungen angereist war. Nach 4 von 8 Partien konnte Svidler nach 0:2 Rückstand noch zum 2:2 ausgleichen und auch Anand holte seinen 0,5:1,5 Rückstand auf und glich am zweiten Tag ebenfalls zum 2:2 aus.


Schnellschach-WM: Anand gegen Radjabov


Anand nach offener Schlacht siegreich


Angriffslustig: Teimour Radjabov


Levon Arionian


...vergraben.


Und Peter Svidler... in Gedanken versunken

 

Fortsetzung folgt...

 

 

 

 

 

 


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