Das Match der Matriarchinnen in Boston

von ChessBase
24.10.2018 – In der Boston Sculptors Gallery in Boston findet vom 3. Oktober bis zum 4. November ein interessanter Wettkampf statt: das „Match der Matriarchinnen“. Die Idee zu diesem symbolischen Wettkampf hatte die amerikanische Künstlerin Donna Dodson, die ein Schachspiel mit ausschließlich weiblichen Figuren entworfen hat. Alle Figuren wurden von Meerestieren inspiriert.

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Donna Dodson über ihr Schachspiel

Dieses Schachspiel ist ein Tribut an meinen Mentor Joseph Wheelwright. Er war Schachspieler und Gründungsmitglied der Boston Sculptors Gallery und ein außergewöhnlicher Künstler. Leider ist er 2016 gestorben. Dass er schwer krank war, habe ich erst eine Woche vor seinem Tod erfahren, und so blieben viele Dinge, die ich noch sagen wollte, ungesagt. Zur Würdigung seiner Freundschaft und der Unterstützung und Inspiration, die er mir gegeben hat, habe ich deshalb dieses Schachspiel geschaffen.

Begonnen habe ich mit dieser Serie 2015, als ich für eine Solo-Show im New Bedford Art Museum fünf Figuren von Meerjungfrauen geschaffen habe. Meine zeitgenössische Interpretation mythischer Frauenfiguren war eine Antwort auf die traditionellen Schnitzereien, die auf den Walfangschiffen New Bedfords angefertigt wurden. Ich schuf einen Narwal, einen Orca, einen Seeelefanten, einen Tintenfisch und einen Oktopus, denn diese Figuren scheinen mir in der Welt der Fische einzigartig zu sein. Sie alle haben eine eigene Persönlichkeit und ihre Eigenarten haben meine Arbeit inspiriert. Doch ich wollte mehr aus dieser Serie machen, und stellte mir deshalb die Aufgabe, ein ganzes Schachspiel zu schaffen.

Ausgangspunkt dieses Schachspiels ist, dass der Riesen-Kalmar und der Wal in der Tiefsee Todfeinde sind. Deshalb kämpfen die Cephalopoden (Oktopus, Tintenfisch und Sepia) im Wettkampf der Matriarchinnen gegen die Zetazeen (Orca, Seeelefant und Narwal).

Alle Figuren dieses Schachspiels sind weiblich, im Gegensatz zur einsamen Dame in modernen Schachspielen. Alte Schachspiele kannten nur männliche Figuren aus dem Kriegswesen: König, General, Infanterie, Fußsoldaten, Kavallerie, etc. Im 16. Jahrhundert tauchte die Dame auf dem Brett auf und entwickelte sich im Laufe der Zeit zur stärksten Figur. Frauen hören oft, dass „man“ Männer und Frauen umfasst, und es normal ist, dass jede und jeder männlich ist, und ich möchte, dass mein Publikum sich eine Welt vorstellt, in der es normal ist, dass jede und jeder weiblich ist. Ein Schachspiel mit ausschließlich weiblichen Figuren schien mir die passende Metapher für diese Sicht auf die Welt zu sein.

Aus einer Pressemitteilung der Boston Sculptors Gallery (Übersetzung: Johannes Fischer)

Kontakt und Informationen

Almitra Stanley
Director, Boston Sculptors Gallery
bostonsculptors@yahoo.com

Donna Dodson
donnadodsonartist.blogspot.com/
donnadodsonartist@gmail.com

Webseite der Boston Sculptors Gallery




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