Rekorde, Rekorde!

25.08.2006 – Wohin nur mit den vielen Schachspielern? Die Mainzer Chess Classic sind inzwischen so populär, dass mit mit knapp 1000 Teilnehmern und 632 Spielern im ORDIX Open - 100 mehr als im letzten Jahr - an die Grenzen der bestimmt nicht kleinen Mainzer Rheingoldhalle gestoßen ist. Wenn es so weiter geht, müsse die Stadt wohl daneben noch eine zweite Halle bauen, scherzte der Mainzer OB Jens Beutel (Foto) in seiner Ansprache. Natalia und Carsten Straub liefern den zweiten Teil ihres Rückblicks. Chess Classic Mainz Turnierseite...Rückblick, Teil 2...

ChessBase 15 - Megapaket ChessBase 15 - Megapaket

Kombinieren Sie richtig! ChessBase 15 Programm + neue Mega Database 2019 mit 7,4 Mio. Partien und über 70.000 Meisteranalysen. Dazu ChessBase Magazin (DVD + Heft) und CB Premium Mitgliedschaft für ein Jahr!

Mehr...

Rekorde, Rekorde!
Von Natalia und Carsten Straub

Samstagvormittag, schönes Wetter am Rhein, genau der richtige Moment um nach ausgiebigem Frühstück im Hilton ein bisschen durch die Stadt zu spazieren und auf dem Markt frisches Obst zu kaufen. Wie fast zu Erwarten war hatten andere die gleiche Idee.


Markt in Mainz


Der Mainzer Dom, 975 erbaut. Sieben Königskrönungen fanden hier statt.


Erzbischof Bonifatius (675-754 n.Chr) macht Mainz zum kirchlichen Zentrum nördlich der Alpen


Tafeln in Keilschrift. Übersetzung: Zu den Chess Classic geradeaus und dann die erste Straße rechts.

Gut erholt wartete ab mittags dann aber bereits das nächste Highlight in der Rheingoldhalle, insgesamt 632 Teilnehmer hatten sich zum Ordix-Open angemeldet. Wie soll es angesichts dieser Steigerung von mehr als 100 Spielern im Vergleich zum Vorjahr nur weitergehen? Oberbürgermeister Jens Beutel kündigte an, dass für das nächste Jahr noch eine weitere Halle gebaut werde, um dem Ansturm gerecht zu werden.


Das indische Fernsehen ist immer da, wo Anand ist.


Georgische Ecke: GM David Baramidze, GM Merab Gagunashvili und
GM Mikhail Mchedlishvili warten auf die Auslosung


Eines der besten deutschen Talente: Georg Meier


Michael Prusikin


Andrej Volokitin und Fabian Döttling


Morosevich und Kasimdzhanov kämpfen um den Sieg.


Rustan Kasimdzhanov


Rafael Leitao und...


Giovanni Vescovi aus Brasilien


Leonid Kritz auf dem Sprung in die deutsche Olympiamannschaft

Nicht beeindrucken von der Vielzahl an Großmeistern und starken Gegnern ließ sich Rustam Kasimdzhanov, der in der siebten Runde die Tabellenführung übernahm und bis zum Ende nicht mehr abgab. Erneut "nur" zweiter wurde Shakhriyar Mamedyarov, der sich damit aber immerhin den Titel bei der Kombinationswertung sicherte. Auf dem dritten Platz landete der Elofavorit Alexander Morozevich vor weiteren Spielern mit ebenfalls 9 Punkten.

Ähnlich knapp ging es bei der Frauenwertung zu, wo Natalia Zhukova sich für den zweiten Platz beim FiNet-Open revanchieren konnte und diesmal Alexandra Kosteniuk auf den zweiten Platz verwies.


Alexander und Alexandra


Ehemalige Hamburger Vereinskolleginnen, Eva-Maria Zickelbein und Joanna Dworakowska


Verstehen sich auch abseits vom Schachbrett gut, Elisabeth Pähtz und Arianne Caoili


Die Ungarin Anita Gara


Anita Gara mit Schwester Ticia


Der Hamburger SK verbreitet mit Evi Zickelbein und Meijn van Delft gute Laune. Das auch Michael Willim an.

 
Die Sieger des Ordix Opens: Kasimdzhanov, Mamdyarov und Morozevich

Da vermutlich den meisten nicht bewusst ist, welch hervorragende Arbeit hinter der Leinwand auf der Bühne vom "Technik-Team" um Thilo Gubler und Stephan Späth erforderlich war, um den Zuschauern eine derart attraktive Partievisualisierung zu bieten, habe ich mal einen Blick hinter die Kulisse geworfen und festgestellt, dass hinter der Bühne manchmal mehr Stress aufkam, als auf der Bühne. Bemerkt hat es von den Spielern oder Zuschauern niemand, ein riesen Kompliment daher an alle Beteiligten.


Der Rest der Technik verschwindet im Dunkeln


Showkampf zwischen den Runden fürs australische Fernsehen, Hans-Walter Schmitt gegen Arianne Caoili


Gespräch am Rande, Christian Zickelbein mit Sven Noppes


Viele, viele Bücher!


Entspannt als Zuschauer der Partien, Hans-Walter Schmitt mit Gattin

Last but not least standen dann noch die entscheidenden Partien in den Duellen Teimour Radjabov gegen Vishy Anand und Levon Aronian gegen Peter Svidler auf dem Programm, und es wurde noch einmal richtig spannend. Vishy konnte nach spannendem Matchverlauf mehrfach einen Rückstand egalisieren und siegte am Ende mit 5:3 und konnte damit zum siebten (!) Mal in Folge den Titel erringen. Ebenfalls mit 5:3 konnte sich im Chess960-Match der Shootingstar des letzten Jahres Levon Aronian durchsetzen und sich damit die Krone des besten Chess960-Spielers der Welt aufsetzen.

 

Damit möchten wir unseren Rückblick schließen. Auf ein Neues im nächsten Jahr!

 

 

 



Discussion and Feedback Join the public discussion or submit your feedback to the editors


Diskutieren

Regeln für Leserkommentare

 
 

Noch kein Benutzer? Registrieren