Rudolf Teschner ist gestorben

28.07.2006 – Wie viele Menschen Rudolf Teschner für das Schach begeistert hat, weiß man nicht. Es müssen zahllose gewesen sein. Der Berliner Teschner war Internationaler Meister, Großmeister ehrenhalber und von Beruf Schachautor. Lange Jahre gab er die Deutsche Schachzeitung heraus und verfasste zahlreiche Schachbücher, von denen viele, wie z.B. die "Schule des Schachs in 40 Stunden", äußerst populär waren. Am Sonntag, den 23. Juli, starb Rudolf Teschner jetzt mit 84 Jahren in Berlin. Alfred Seppelt erinnert an einen der wichtigsten deutschen Schachautoren.Ein Treffen mit Rudolf Teschner bei der Lasker-Gesellschaft...Zum Nachruf...

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Nachruf

Rudolf Teschner ist tot.

Am Sonntag, den 23. Juli 2006 verstarb im Alter von 84 Jahren der Internationale Meister und Großmeister ehrenhalber, Rudolf Teschner.


(Foto: Andreas Saremba) Rudolf Teschner bei der Lasker-Gesellschaft

Vor mehr als 55 Jahren lernte ich Rudolf Teschner im Schachverein Wilmersdorf kennen, dem Verein, dem er bis zu seinem Tode treu blieb. Wir spielten in der gleichen Mannschaft, natürlich Rudolf am Spitzenbrett. Seine Verdienste für das Berliner Schach waren aber viel größer. Als Berliner Meister nahm er an vielen Deutschen Meisterschaften teil und wurde in den 50er Jahren im Berliner Haus Cumberland Deutscher Meister. Natürlich spielte er auch bei mehreren Schacholympiaden in der deutschen Mannschaft und last not least vertrat er auch mehrfach Berlin bei Städtewettkämpfen, z. B. beim damaligen Vier-Städte-Kampf mit Graz, Wien und Zürich oder beim Hanseatenpokal, bei dem auch Berlin mit von der Partie war. Auch bei diesen Städtewettkämpfen waren wir oft zusammen.


Urkunde zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft

In den letzten Jahren hatte sich Rudolf Teschner altersbedingt vom aktiven Schach zurückgezogen, dennoch traf ich ihn alljährlich bei einem privaten gemeinsamen Senioren-Schachtreffen. Dabei bewies er immer wieder seine großen Fähigkeiten auf dem Schachbrett.



Schach war sein Leben, obwohl er als IM kein Schachprofi war. Im Hauptberuf war er Redakteur der Deutschen Schachzeitung und Autor und Bearbeiter von ungezählten Schachbüchern. Diese Schachbücher werden noch viele, viele Jahre an Rudolf Teschner erinnern.

Schachfreund Rudolf Teschner hinterlässt seine Ehefrau und drei Kinder.

Der Berliner Schachverband spricht seiner Familie sein aufrichtiges Beileid aus. Rudolf Teschner wird mir, sowie vielen Schachfreunden, nicht nur in Berlin, stets in guter Erinnerung bleiben.

Die Trauerfeier findet am Montag, den 31. Juli 2006 um 14.30 Uhr im Krematorium Ruhleben statt.

Alfred Seppelt
Ehrenpräsident des Berliner Schachverbandes


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