Russische Meisterschaften 2004 mit Kramnik und Kasparov?

31.12.2003 – Unter dem im letzten April gewählten neuen Präsidium mit dem agilen Vizepräsidenten Alexander Zhukov ist der Russische Verband wieder erstarkt. Die russischen Nationalmannschaften haben auf den Mannschaftsturnieren wieder die Favoritenrolle übernommen und eine Reihe von starken Turnieren wurden schon gespielt oder sind in Vorbereitung. Im kommenden Jahr soll die Russische Meisterschaft durch ein Superfinale mit den besten Spielern des Landes gekrönt werden. Mehr...

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Am 25.Dezember vergaben Alexander Roschal, Chefredakteur der Schachzeitschrift 64, und Alexander Mordachov, Chef der russischen Stahlfirma SEVERSTAL, und Sponsor der russischen Männernationalmannschaft, im Moskauer Zentralschachklub eine Reihe von Auszeichnungen. Garry Kasparov erhielt etwas verspätet den Schachoscar des Jahres 2002 und die Mitglieder der russischen Nationalmannschaft, Evgeny Bareev. Alexander Grischuk, Alexander Morozevich und Peter Svidler (Alexander Khalifman war verhindert) wurden für ihren Sieg bei den Europameisterschaften geehrt.

Im Laufe der Veranstaltung bestätigte das Präsidium des Russischen Verbandes (RCF) durch seinen Vertreter Alexander Zhukov, eine Reihe von geplanten Veranstaltungen für das kommende Jahr. Das bedeutendste Turnier wird ein neues "Superfinale" der Russischen Meisterschaften sein, das im September 2004 als  Rundenturnier mit 12 Teilnehmern, den stärksten russischen Spielern, Kramnik und Kasparov inklusive, gespielt werden soll.

Mit der Wahl von Alexander Zhukov ins Präsidium des Schachverbandes beim Kongress im April 2003 in Dagomys hat das russische Schach viele neue Impulse erhalten und erlebt eine Renaissance. Inzwischen sind so gut wie alle Schulden des Verbandes getilgt und die Konflikte zwischen den Vertretern der Unterverbände ausgeräumt. Erstes Ergebnis der Revitalisierung des Spitzenschachs in Russland waren bereits die hoch dotierten und ausgezeichnet besetzten letzten Meisterschaften von Russland in Krasnoyarsk, die Peter Svidler für sich entschieden hatte.

Die nächste Meisterschaft wird nun in drei Stufen ausgetragen: Qualifikationsturniere der Mitgliedsverbände, ein hochklassiges Turnier nach Schweizer System und das besagte Superfinale mit den 12 besten Spielern. Die Turnierorte sind noch nicht bestimmt.

Auf Fragen der anwesenden Journalisten bemerkte Kasparov, dass die Schachwelt sich im Zustand des Chaos befindet, der "Nebel sich aber im kommenden Jahr auflösen werde". Im Folgenden wollte Kasparov zum System der Weltmeisterschaften, den Aktivitäten der neu gegründeten Association of Chess Professionals und einer Neuauflage des Wettkampfes "Russland gegen den Rest der Welt" keine Stellung nehmen. "Mein Beruf ist, Schach zu spielen. Ich möchte nur, dass man mir sagt, wo ich spielen kann, am besten etwas im Voraus, damit ich mich vorbereiten kann. Alles andere interessiert mich nicht," kommentierte Kasparov. Kasparov lobte die Aktivitäten des Verbandes. Er kündigte außerdem ein möglichen neuen Wettkampf "Mensch gegen Maschine" an, nach seiner Ansicht ein ausgezeichnetes Spektakel, um Sponsoren anzuziehen. Mangels eines regulären Kalenders könne das Interesse zur Zeit noch nicht genutzt werden.

Ungekürzter Originalartikel in World Chess Rating (russisch)



 

 

 

 


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