Saint Louis: Ultimate Moves

17.08.2018 – Zwischen Saint Louis Rapid & Blitz und dem Sinquefield Cup, der morgen beginnt, wurde gestern zu allgemeinen Belustigung der "Ultimate Moves"-Wettkampf gespielt. Team Randy traf auf Team Rex. V. Saravanan berichtet. | Fotos: Saint Luis Chess Club/ Lennart Ootes/ V.Saravanan

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Viel Spaß und Freude

Nach fünf Tagen mit 145 Spielen Partien und bevor der aufregende Sinquefield Cup am Samstag, den 18. August, beginnt, gönnte der Saint Louis Chess Club den Zuschauern und den Spielern gestern eine Verschnaufpause in Form eines unterhaltsamen Events, dem 'Ultimate Moves'-Wettkampf. Dazu reiste auch schon Magnus Carlsen an, schloss sich dem Feld an, beteiligte sich mit seinem charakteristischen Sinn für Humor und brachte neues Leben in den Pulk der Spieler, die vom langen Schnellschach- und Blitzspielen gegeneinander vermutlich schon gelangweilt sind.

Magnus Carlsen ist in Saint Louis angekommen, gut gelaunt und selbstbewusst. | Foto – V.Saravanan

"Ultimate Moves" hat jedes Jahr das gleiche Format - der Sponsor Rex Sinquefield und sein Sohn Randy Sinquefield bekämpfen sich in einem speziellen Wettkampf, indem sie die Großmeister in ihre eigenen Teams aufteilen. Rex und Randy beginnen immer das Spiel, dann wechseln die Spieler der beiden Teams nach jeweils 5 Zügen, wobei die Zeitkontrolle 5 Minuten für die gesamte Partie plus 5 Sekunden pro Zug beträgt. 

Ultimate Moves – Randy Sinquefield versus Rex Sinquefield | Foto – Saint Louis Chess Club / Lennart Ootes

Das Team von Rex Sinquefield’s bestand aus: Fabiano Caruana, Maxime Vachier-Lagrave, Peter Svidler, Wesley So, Shakhriyar Mamedyarov und Sergey Karjakin. Randy Sinquefield spielte mit Magnus Carlsen, Vishy Anand, Hikaru Nakamura, Alexander Grischuk, Leinier Dominguez und Levon Aronian. Am Ende des Tages hatte Team Randy mit 3,5:2,5 gewonnen.

Meistens bekamen die Großmeister unkonventionelle, sogar zweifelhafte Stellungen aus den Eröffnungen, dann ging es weiter mit einer unterhaltsamen Mischung aus Spaß und Schach. Und anders als sonst, wird jeder ermutigt, über das gegnerische Team zu sprechen, die Kommentare sind unterhaltsamer als die Partien selbst. 

Der Spaß begann gleich von Anfang an und es gab viele Momente von großem Gelächter. Es lohnt sich, das ganze Video anzuschauen.

 

Stellung nach 39…Lf6

Im Zuge der Rotation war Randy Sinquefield in dieser Position am Brett und übersah 20 Df7. Stattdessen spielte er 20.Dg4?? und übergab das Brett an Magnus Carlsen. Rex Sinquefield dachte lange nach und "counterblundered" mit 40...De5, was mit einem lautem "Oh noooooooh" von seinem Team quittiert wurde, während das andere Team feixte.

Rex patzte und übersah Matt in 1 zur Freude der Spieler | Foto – Saint Louis Chess Club / Lennart Ootes

Carlsen lud den nächsten Spieler ein, sich Matt in 1 gefallen zu lassen, das war Shakhriyar Mamedyarov! | Foto – Saint Louis Chess Club / Lennart Ootes]

Armer Mamedyarov, er versuchte noch Karjakin ans Brett zu schieben, wurde aber selber von So geschoben. | Foto – Screenshot 

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In der 4. Partie spielte Magnus Carlsen gegen die Sizilianische Verteidigung 1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.Bc4

 

Stellung nach 7…0-0

Zu seinem seltsamen Aufbau befragt, meinte Carlsen lachend: "Ich habe so gegen Anish (Giri) gespielt, und er hat nach 3 ... Sf6 4.d3 g6 5.e5 dxe5 6.Sxe5 e6 7.Df3 schon einen Bauern verloren." Gemeint war die Blitzpartie gegen Giri in Paris 2016. Carlsen und Giri pflegen bekanntlich über Twitter eine innigen Meinungsaustausch.

 

Magnus Carlsen erinnert sich an seine Partie gegen Anish Giri 

Ein spannender Moment entstand, als Team Randy sich in der Eröffnung nicht gut aufgebaut hatte und Magnus Carlsen die Position gegen Maxime Vachier-Lagrave zu verwalten hatte. 

 

Stellung nach 8.Da4

Magnus sah sich die Position für ein paar Sekunden an und entkorkte dann 8... a6 9.Dc4 b5!?. Es dauerte etwas, bis alle bemerkten, dass 10.Dxc6 Ld7 11.Db7 Tb8 12.Dxa6 Ta8 remis ist. Nun, der Weltmeister war tatsächlich angekommen ...

Shakhriyar Mamedyarov| Foto – V.Saravanan

Ohne Zweifel hatten alle großen Spaß. Leider sind die Schachspieler aber zu oft mit zu viel Ernst bei der Sache...

Der ganze Spaß im Video

Übersetzt, bearbeitet und veröffentlicht von André Schulz

 



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