17.09.2026 – Die 46. Schacholympiade begann in Samarkand mit 206 Mannschaften in der offenen Gruppe. Die USA, Indien, Usbekistan und China gelten als die Top-Favoriten, Deutschland werden ebenfalls gute Chancen eingeräumt. Die 30 besten Teams gewannen ihre Auftaktpartien, obwohl einige starke Großmeister Federn lassen mussten. Botswana sorgte für die einzige große Überraschung und erreichte gegen Brasilien ein Mannschaftsremis. Arjun Erigaisi erlitt die größte Einzelüberraschung des Tages: Der indische Weltklassespieler verlor gegen den thailändischen IM Prin Laohawirapap (im Bild). | ChessBase-Olympiaseite mit Live-Partien, Statistiken u.v.m. | Foto: Rafal Oleksiewicz / FIDE
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Ein riesiges Feld startet in Samarkand
Die 46. Schacholympiade startete am Mittwoch in Samarkand mit 206 Mannschaften im offenen Wettbewerb und 190 Mannschaften im Frauenwettbewerb. Usbekistan stellt als Gastgeberland in jeder Gruppe drei Mannschaften.
Beide Turniere werden im Schweizer System über elf Runden ausgetragen, wobei die Mannschaften in jeder Runde an vier Brettern spielen und jede Mannschaft zudem einen Ersatzspieler umfasst. Bis zum kommenden Montag werden an sechs aufeinanderfolgenden Tagen sechs Runden gespielt. Dienstag ist Ruhetag, bevor von Mittwoch bis Sonntag, dem 27. September, fünf weitere Runden stattfinden.
Im offenen Wettbewerb weisen die vier führenden Teams – die USA, Indien, Usbekistan und China – durchschnittliche Wertungszahlen von über 2700 auf. Die Teams auf den Plätzen 5 bis 16 haben alle Durchschnittswerte über 2600. Deutschland ist der Fünfte in dieser Setzliste und damit erster Verfolger der Topfavoriten. Der Auftakt des Gustafsson-Teams gelang souverän mit einem 4:0 gegen die Färöer-Inseln.
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Die gleichen vier Teams galten auch bei der vorherigen Olympiade als Favoriten und belegten schließlich auch die ersten vier Plätze in der Endwertung. Indien gewann Gold mit beeindruckenden 21 von 22 möglichen Punkten, die USA holten Silber, Usbekistan Bronze und China wurde Vierter.
Die in der Weltrangliste höchstplatzierten Spieler in Samarkand sind Fabiano Caruana (USA), Javokhir Sindarov (Usbekistan), Wesley So (USA), Vincent Keymer (Deutschland) und Nodirbek Abdusattorov (Usbekistan). Der Weltranglistenerste und -zweite, Magnus Carlsen (Norwegen) und Hikaru Nakamura (USA), fehlen.
Wesley So gut gelaunt beim Treffen mit Vertretern der Philippinen, seinem Heimatland. | Foto: Rafal Oleksiewicz / FIDE
Ding Liren spielt für China am ersten Brett. | Foto: Michal Walusza / FIDE
Der amtierende Weltmeister Gukesh Dommaraju spielt für Titelverteidiger Indien am vierten Brett – in der ersten Runde spielte er am dritten Brett, da Praggnanandhaa Rameshbabu am Mittwoch nicht zum Einsatz kam. | Foto: Michal Walusza / FIDE
Lassen Sie uns gemeinsam lernen, wie man die besten Felder für die Dame im frühen Mittelspiel findet, wie man diese Figur auf dem Brett navigiert, wie man den Damenangriff zeitlich abstimmt, wie man entscheidet, ob man sie tauscht oder nicht, und vieles m
Die Delegation aus Burundi | Foto: Michal Walusza / FIDE
Die Delegation aus Fidschi | Foto: Michal Walusza / FIDE
Alle Top-30-Teams gewinnen
Die 30 vorne gesetzten Mannschaften konnten in der ersten Runde allesamt Siege verbuchen. 17 von ihnen gewannen mit 4:0, 8 mit 3,5:0,5 und 4 mit 3:1 siegten.
Lediglich Ungarn, an Position 8 gesetzt, musste unter den Top-30-Teams mit dem knappsten Ergebnis vorliebnehmen. Sie besiegten Malta, die Nummer 110 der Setzliste, mit nur 2,5:1,5.
Die einzige Überraschung im Gesamtergebnis gab es an Brett 31: Botswana (Nr. 133 der Setzliste) erreichte gegen Brasilien (Nr. 31 der Setzliste) ein sensationelles und viel umjubeltes Remis. Providence Oatlhotse (Botswana, 2230) besiegte Alexandr Fier (Brasilien, 2537), während Mogotsi Mothudi (Botswana, 1914) Roberto Molina (Brasilien, 2390) schlug.
Darüber hinaus gelang es keinem anderen Team mit niedrigerer Wertung, seinem höher eingestuften Gegner in der ersten Runde Mannschaftspunkte zu stibitzen.
Am 21. Brett verbuchte Israel einen 4:0-Sieg gegen Pakistan, nachdem die pakistanische Mannschaft beschlossen hatte, nicht anzutreten und alle vier Bretter kampflos aufgab.
Oatlhotse gegen Fier 1:0
Für Fier lief es im Abgelehnten Damengambit schnell schief. Bereits im 19. Zug hatte Oatlhotse einen klaren Vorteil, und der Internationale Meister aus Botswana brauchte 25 Minuten, bevor er den von Fier sicher bereits gefürchteten Zug 19.d6! spielte.
Es folgte 19…Df7 20.Sb5, womit sowohl Sb5-c7+ als auch Sb5xd6+ drohten, falls Schwarz den Bauern auf d6 schlagen sollte. Nach 20…0-0 21.Sxc7 Tb8 22.0-0 Lf5 23.Sc5 Kh8 24.Dxf7 Sxf7 25.Tfd1 hatte Weiß mit dem weit vorgerückten Freibauern auf der d-Linie einen klaren Vorteil.
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Für Schachspieler aller Spielstärken gehört das präzise Berechnen von Varianten zu den wichtigsten Fähigkeiten: In taktischen Stellungen weist es den Weg zum Gewinn, während es in positionellen Situationen hilft, Pläne optimal umzusetzen. Kein Wunder also, dass intensives Training in diesem Bereich häufig zu spürbaren Fortschritten in Spielstärke und Rating führt. Im Anschluss an die Erklärungen bietet dieser Kurs 50 herausfordernde interaktive Videoaufgaben, mit denen Sie die erlernten Techniken sofort vertiefen können.
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Mogotsi Arnold Mothudi aus Botswana erzielte am vierten Brett einen unerwarteten Sieg über Roberto Molina. | Foto: Michal Walusza / FIDE
Überraschungsergebnisse
Mehrere starke Großmeister spielten gegen deutlich schwächere Gegner nur remis. Der namhafteste unter ihnen war Levon Aronian (USA, 2725), der mit Schwarz gegen Ali Ehsan Aryan (Irak, 2163) lediglich ein Remis erreichte.
Ali Ehsan Aryan aus dem Irak punktete gegen Levon Aronian aus den USA. | Foto: Michal Walusza / FIDE
Vier Spieler mit einer Wertungszahl über 2500 verloren sogar ihre Partien. Besonders bemerkenswert war die Niederlage von Arjun Erigaisi (Indien, 2759) gegen Prin Laohawirapap (Thailand, 2363).
Benjamin Gledura (Ungarn, 2610) verlor gegen Matthew Portelli (Malta, 2187), Khumoyun Begmuratov (Usbekistan 2, 2514) verlor gegen Homayoun Mohtaat (Afghanistan, 1928) und Felix Blohberger (Österreich, 2552) wurde von Ahmad Abdel Wahab (Palästina, 2066) besiegt – hier seine selbstkritische Analyse:
GM Blohberger präsentiert in dieser zweiteiligen Reihe ein vollständiges Repertoire für Schwarz: praxisnah, verständlich, flexibel – statt seitenlanger Theoriewüsten gibt es klare Konzepte und leicht erlernbare Strategien. Die Königsindische Verteidigung ist seit Jahrzehnten eine der dynamischsten und beliebtesten Antworten auf 1.d4. Spieler wie Garri Kasparow, Bobby Fischer oder Hikaru Nakamura haben sie auf höchstem Niveau eingesetzt – und sie begeistert bis heute, weil sie Schwarz nicht nur solides Spiel, sondern auch reiche Angriffs- und Gegenspielmöglichkeiten bietet. Der besondere Vorteil: Königsindisch ist ein universelles System, das sich gegen 1.d4, 1.c4 und 1.Sf3 gleichermaßen anwenden lässt. Großmeister Felix Blohberger, mehrfacher österreichischer Meister und erfahrener Sekundant, präsentiert in dieser zweiteiligen Reihe ein vollständiges Repertoire für Schwarz. Sein Ansatz: praxisnah, verständlich, flexibel – statt seitenlanger Theoriewüsten gibt es klare Konzepte und leicht erlernbare Strategien.
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Im späten Mittelspiel hatte Erigaisi in einer Stellung mit Damen, Türmen und je einer Leichtfigur auf beiden Seiten einen klaren Vorteil. Der indische Star gab diesen Vorteil jedoch auf und erreichte ein objektiv ausgeglichenes Endspiel mit Damen, Türmen und einem Mehrbauern. Schließlich unterlief ihm mit 50.Dg7?? ein Fehler.
Der einzige Zug, der hier die Balance wahrt, ist 50.Df4, denn 50…Dh1+?! (wie in der Partie gespielt) ist für Schwarz nicht gut, da der König dort Schutz findet und Weiß seinen Mehrbauern optimal nutzen kann. Nach 50…Te4 51.Tf1 Dc3+ in dieser Variante könnte Schwarz die Stellung jedoch im Griff behalten.
Stattdessen konnte Schwarz nach 50.Dg7?? die Kombination 50…Dh1+ 51.Kg4 Te4+ 52.Tf4 Dd1+ 53.Kg3 (53.Kg5 scheitert an 53…Txe5+) Dg1+ 54.Kh3 Te3+ spielen, woraufhin Erigaisi aufgab.
Dieser Videokurs enthält GM Anish Giris tiefe Einblicke und IM Sagar Shahs sachdienliche Fragen an den Super-GM. In Band 1 werden alle Eröffnungen nach 1.e4 behandelt.
Carlos ColodroCarlos Colodro stammt aus Bolivien und ist Spanisch-Philologe. Seit 2012 arbeitet er als freier Übersetzer und Autor. Schach, Literatur und Musik sind seine großen Leidenschaften.
27.09.2026 – Die finale Runde der Schacholympiade 2026! Deutschland spielt in der offenen Sektion gegen die Niederlande und hat noch Chancen auf den ersten Platz. Frederik und Rasmus Svane, die für einige entscheidende Siege gesorgt hatten, wurden erneut wieder aufgestellt. Usbekistan 1 könnte sich aber auch aus eigener Kraft von den Verfolgern absetzen. In der Frauensektion spielen Dinara Wagner, Hanna Marie Klek, Jana Schneider und Lara Schulze gegen Montenegro. China hat die besten Chancen auf den Turniersieg. | Foto: Nils Rohde / ChessBase | Live mit Kommentar ab 8 Uhr (MESZ)
16.09.2026 – "Usbekistan ist zwei Wochen lang das Zentrum der Schach-Szene: Bei der Team-WM ist der Gastgeber einer der Favoriten. Aber auch Deutschland hat Chancen", schreibt Holger Hank in seinem Beitrag für die Deutsche Welle und skizziert den Aufstieg von Usbekistan zur Schach-Großmacht. Rustam Kasimdschanov (Foto) spielte dabei auch eine wichtige Rolle spielt.
Benoni ist eine aktive Eröffnung für Schwarz, und gerade jetzt genießt sie ein Comeback. Das Zähmen der gegnerischen Dynamik in Stellungen, wo der Nachziehende auf seine aktiven Figuren und die Damenflügelmajorität pochen kann, ist den Weißspielern immer schwergefallen. Thema dieser 60-Minuten-Videoplips ist der Kern des Abspiels 8.h3 0-0 9.Ld3 (nach 1.d4 Sf6 2.c4 c5 3.d5 e6 4.Sc3 exd5 5.cxd5 d6 6.e4 g6 7.Sf3 Lg7). Dieses stößt unter Benoni-Anhängern auf keine große Gegenliebe - dem Traum, den Gegner zu massieren, kommen die Anziehenden damit nämlich gefährlich nahe. Wie man diesem aussichtsreichen Aufbau am besten begegnen soll, wird nach wie vor hitzig diskutiert, denn nicht jeder ist mit dem schwarzen Hauptabspiel mit dem sofortigen 9…b5 zufrieden. Gut vorbereitete Benoni-Liebhaber können immer noch Wege finden, dem Ausgleich nahezukommen, doch die Initiative bleibt fest in der Hand von Weiß. Der slowakische GM Lubomir Ftacnik analysiert und bewertet alle zentralen Ideen der Verteidigung und zeigt Wege, Schwarz unter Druck zu setzen. Ergänzt wird das Ganze durch eine Datenbank mit den wichtigsten Partien. Jeder, der ein solides, aussichtsreiches und klar strukturiertes Eröffnungssystem gegen Benoni sucht, findet eine Fülle an sorgsam ausgewählten Informationen.
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Schacholympiade 2026 mit Analysen von Abdusattorov, Donchenko, Duda, So u.v.a. – „Türme liegen offene Linien“: Taktiktraining mit Oliver Reeh – „Bloß nicht unterschätzen“: Caruanas Blitzwaffe 1.e4 e5 2.d3 – Über 6 Stunden Videospielzeit!
Schacholympiade 2026 mit Analysen von Abdusattorov, Donchenko, Duda, So u.v.a. – „Türme liegen offene Linien“: Taktiktraining mit Oliver Reeh – „Bloß nicht unterschätzen“: Caruanas Blitzwaffe 1.e4 e5 2.d3 – Über 6 Stunden Videospielzeit!
Den meisten Spielern fehlt nicht die Lust am Angriff, sie schlagen nur im falschen Moment zu, und GM Sipke Ernst zeigt Ihnen, welche Signale für den Angriff auf den König sprechen und wann ein anderer Plan gefragt ist.
Wie Großmeister ohne Feuerwerk gewinnen: GM Jan Markos zeigt Ihnen 11 sehr praktische Tipps, von „Wie man in verlorener Stellung spielt“ bis „Geduldig sein wie Carlsen“, die Ihr Turnierschach verbessern werden.
Der Nimzo-Inder hat sich seit über einem Jahrhundert bewährt: Bis heute ist er eine erste Wahl der Weltelite, von Magnus Carlsen bis Praggnanandhaa, und er bleibt eine der zuverlässigsten Möglichkeiten für Schwarz, nach 1.d4 2.c4 3.Sc3 um echte Chancen zu
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