Schach-Bildungsgipfel in Hamburg

von ChessBase
08.08.2019 – Schach ist mehr als nur ein Zeitvertreib oder ein Sport. Schach ist auch Kultur und Erziehungshilfe. Der Hamburger Schachverband und die Schulschachstiftung laden deswegen zum "Bildungsgipfel" ein. | Flyertitelbild: Rosemarie Pfortner

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Flyer des Hamburger Schachverbandes

 

Einladung zum Bildungsgipfel

Schach als Instrument in der Bildung

Am 7. Dezember 2019 in der Handelskammer Hamburg. Ausgerichtet von der Deutschen Schulschachstiftung e.V. und dem Hamburger Schachverband e.V.

Intention

Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft rapide. Daher widmet sich diese Konferenz den Fragen:

  • Wie kann Bildung die Jugend auf die Aufgaben in der Zukunft vorbereiten?
  • Welche Qualifikationen benötigt unsere Jugend dafür?
  • Welche Möglichkeiten bietet Schach, und wie lassen Sie sich umsetzen?


In Hamburg, am 7. Dezember, treffen Sie alle Akteure, die mit Schach in der Bildungsarbeit aktiv sind, an einem Fleck! Vernetzen Sie sich mit anderen, die mit Schach in der Bildung zu tun haben!

Adressaten

  • Alle Mitarbeiter der Kultusministerien und Referenten der Länder, Städte und Gemeinden.
  • Alle Schulleitungen, didaktische Leitungen und Lehrkräfte, die bereits Schach unterrichten oder und Menschen, die planen, Schach als Unterrichtsfach einzuführen.
  • Alle Bildungseinrichtungen (z.B. Kita, Erwachsenenbildung, Privatschulen u.w.), die solch ein Angebot planen.
  • Alle Forschungseinrichtungen, die zu diesem Thema forschen.

Wann und wo

Veranstaltungsort: Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg.

Beginn: 9.00 Uhr Ende: 17.00 Uhr

Kosten

Tickets sind ab 24.7.19 erhältlich und nur über eventbrite (Stichwort: Springer, Dame, König, matt).

Early Bird Ticket erhältlich für 30 EUR, wenn Sie sich bis zum 30.9.19 anmelden.

Standard Ticket ab dem 1.10.19: 50 EUR

Kontakt: Boris Bruhn, Hamburger-Schachverband e.V. Schäferkampsallee 1, 20357 Hamburg.
Email: 1.Vorsitz@hamburger-schachverband.de

Vorläufiges Programm:

9.00-9.30                    Begrüßung

9.30-10.30                  Vorträge:

1. Grußwort von Wladimir Kramnik (angefragt), ehemaliger Schachweltmeister

2. Was Schach in der Schule bewirken kann. Hans-Jürgen Koller (Wien)

3. "Schach macht schlau" an Bremer Grundschulen. Vorstellung des Projekts und Ergebnisse einer wissenschaftlichen Begleitstudie. Dr. Iris Krimmel (Bremen)

 

10.30-11.00                Kaffeepause 1 mit Möglichkeiten der Vernetzung

11.00-12.30                Worldcafé

An sechs verschiedenen Stationen im Saal besteht das Angebot, sich über verschiedene Fragestellungen rund um das Thema „Schach als Bildungsinstrument“ auszutauschen.

Zum Beispiel:

  • Sollten besser Lehrkräfte oder lizensierte Schachtrainer oder Ehrenamtliche den Schachunterricht an Schulen geben?
  • Welche Differenzierungsmöglichkeiten bietet das Schachspiel im Unterricht?
  • Weitere Inhalte folgen

12.30.-13.30               Mittagessen – Fingerfood

13.30 – 15.00             Speed Dating

  • 8x8 = 64 . 8 Gesprächspartner, jeweils 4 Minuten Redezeit für beide:
  • Politik/Verwaltung trifft Schule und Bildungswesen:
  • Leitfrage: Was könnte

15.00-15.30                Kaffeepause

15.30-16.45                Marktplatz der Schachschulen, Rundgang

Schachschulen aus Hamburg und dem Bundesgebiet stellen sich und ihr Konzept vor und beantworten Fragen aus der Praxis.  

16.45-17.00                Zusammenfassung, Erkenntnisse, Feedback

 

Facebook: Springer, Dame König matt

Instagram: @SDKMBildungsgipfel

Twitter:@HSchachverband

 




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DoktorM DoktorM 09.08.2019 11:51
Was soll eine 35-40 % höhere schulische Leistung sein? Ich kann mir darunter nichts vorstellen, was einen Sinn ergibt.
Wer behauptet, dass Schach das allgemeine logische Denken schult, wird bereits dadurch widerlegt, dass es viele (gute) Schachspieler gibt, die selbst die einfache Schulmathematik nicht wirklich beherrschen. Dabei steckt dahinter nun wirklich keine schwierig zu fassende Logik. Ähnlich sieht es bei der Informatik aus. Die Analyse beim Schach unterscheidet sich grundlegend von der Analyse, die man in den Schulfächern benötigt. Schnelles Denken sagt nichts aus, man kann auch den größten Unsinn schnell denken.
Es gibt sehr viele Menschen, die finden Schach nicht interessant. Ich kann das nachvollziehen. Ich finde als Schachspieler auch viele andere Spiele als Schach uninteressant. Wer seine Kinder wirklich fördern möchte, sollte ihnen beibringen, wie man selbständig lernt, wie man seine Hausaufgaben gewissenhaft macht und wie man neugierig bleibt. Vor allem sollte man seinen Kindern die Welt der Bücher nahebringen. Es gibt so viele gute Bücher speziell für Kinder, zu fast allen Themen. Da wird jeder fündig.
Die "wissenschaftlichen" Arbeiten zum Thema Schach in der Schule sollte man nicht so ernst nehmen. Daraus eine Begründung für ein Schulfach Schach abzuleiten, überhöht die Aussagekraft dieser Arbeiten auf eine groteske Weise.
Christop Baumann Christop Baumann 09.08.2019 01:41
Mir graut vor dieser putinesken Vision, in der allein effektives Denken herrscht. Ich denke, am Ende würde diese Welt in etwa so aussehen wie diejenige, die Kafka in seinem Roman "Der Process" beschrieben hat. Dieser totalitäre Apparatschik möchte eine Welt ohne Erinnerung, ohne ethischen Zweifel und ohne intellektuelle Kritik. Das Argument der schulischen Leistung ist nichts anderes als ein Zirkelschluss. Man verlangt Dinge, die schachaffin sind und stellt fest, dass sie durch Schach gefördert werden. Warum sind die klassischen Fächer so langsam? Weil in ihnen gedacht und nicht nur kombiniert wird.
Walter Rädler Walter Rädler 09.08.2019 07:58
Ich halte diese Veranstaltung für eine große Chance.
Mehr Schach in den Grundschulen ist meiner Meinung nach ein Mehrwert für die Kinder, für die Lehrkräfte und auch für die Eltern.

PS: Russland führt im nächsten Schuljahr landesweit Schach als Schulfach ein, danach wissen wir mehr!

Das Bildungsministerium hat beschlossen, Schach zum Pflichtfach der Schule zu machen. Seit 2017 werden Änderungen am Bildungsprogramm des Bundes vorbereitet.
Olga Vasilyeva, noch Leiterin des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft, sagte: „Ich bin überzeugt, dass sie in der Schule Schach spielen sollten. Es ist schwer, mit Statistiken zu streiten. In unserem Land und im Ausland haben Kinder, die in der Schule Schach spielen, eine um 35–40% höhere schulische Leistung. Dieses Denkspiel entwickelt ein Kind. “
Schach hat einen starken Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten. Dieses Problem wurde wiederholt in psychologischen und pädagogisch-wissenschaftlichen Arbeiten untersucht. Fähigkeiten für Analyse, Planung und schnelles Denken sind in allen Wissensbereichen erforderlich, werden jedoch von „klassischen“ Fächern eher ineffizient entwickelt. Viele Lehrer beschweren sich über veraltete Programme, bei denen eine große Menge bereits leicht zugänglicher Informationen gespeichert wird, was die Fähigkeit beeinträchtigt, unabhängig und effektiv damit zu arbeiten.
Im April 2019 gab es 18.000 russische Schulen, an denen Schachkurse eingeführt wurden, was fast die Hälfte aller Bildungseinrichtungen darstellt. Programme und Lehrbücher sind bereits fertig, eine massenhafte Fortbildung der Lehrkräfte ist im Gange. Ab dem 1. September werden alle russischen Erstklässler 33 Stunden pro Jahr Schach lernen und ab der zweiten bis vierten Klasse eine Stunde mehr. Dies stellt keine zusätzliche Belastung dar, da das Fach lediglich den dritten Sportunterricht ersetzt, den viele Lehrer und Eltern als "übertrieben" kritisierten.
QUELLE KP.RU
Thomasius Thomasius 08.08.2019 07:51
Von wegen Matt: warum schlägt im Plakat der König nicht einfach den Bauern?!...
DoktorM DoktorM 08.08.2019 03:10
Ich bin entschieden gegen ein Schulfach Schach. Und ich bin sowohl Schachspieler als auch Gymnasiallehrer. Warum sollte man als Schüler derart spezifische Dinge lernen, die man hauptsächlich nur beim Schach anbringen kann? Zumal das Spiel Schach auch nicht viele Schüler interessiert. Warum sollte es auch? Weitaus besser wäre ein Schulfach Informatik. Da lernt ein Schüler logisches Denken (nicht nur das im Schach nutzbare) und kann ebenfalls kreativ sein (weitaus mehr als beim Schach). Schach als Schulfach ist eine Schnapsidee von wenigen. Die Vorteile, die Schach den Schülern angeblich bringen soll, basieren auf Studien, die nicht wirklich wissenschaftlich gehaltvoll sind. Um es nett zu formulieren.
Christop Baumann Christop Baumann 08.08.2019 11:47
Oh je, die Pädagogisierung des Schachs scheint unaufhaltsam. Jetzt kommen sie bald mit ihren Arbeitsblättern, Disziplinierungsritualen und wolkigen Versprechungen. Und wie immer im Hintergrund: die kommerzielle Agenda. Schach sollte man denen überlassen, die es aus eigenem Antrieb spielen wollen. So behält das Spiel seinen geheimnsivollen Reiz. Ich prophezeie einen Rückgang an jungen Mitgliedern in Schachclubs und ein Schrumpfen von Turnieren, wenn Schach institutionell erzwungener Schulsport wird.
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