Text: Michael Mertineit
Bilder und Bildunterschriften: ChessBase
Die Uhr schlägt zur Geisterstunde. Die leblosen Spielsteine erkennen ihre Seele.
Sie sichten die gegnerischen Truppen und marschieren in die Schlacht. Auf dem
Brett, das ihre Welt bedeutet, entblößen sie ihren Charakter.
Spricht Michael Mertineit über die Partie Anderssen-Dufresne...
Unbeweglich heuchelt der König Zuversicht. Stolz dominiert die Dame den Kampfplatz.
Der felsenfeste Turm wehrt sich standhaft, das sprunghafte Pferd überwindet
die Blockade. Leichtfüßig stürzt sich der Läufer ins Getümmel und der todgeweihte
Bauer schlägt sich tapfer.
...die Partie Anderssen-Kieseritzky...
Lebendig entfaltet sich das dramatische Wechselspiel von Angriff und Verteidigung,
von Verlust und Gewinn, von Triumph und Todeskampf. Wir erleben Schach aus einem
neuen, einem ungewöhnlichen Blickwinkel inmitten des Geschehens.

...oder die Partie Spassky-Bronstein?