Schach in Zeiten von Corona

07.07.2020 – Die Corona-Pandemie hat das öffentliche Schachleben bekanntlich zum Erliegen gebracht. Nun kommt es aber langsam wieder in Fahrt. In Bischofsgrün wurden die Oberfränkischen Seniorenmeisterschaften gespielt. Die Abstandsregel wurde dabei penibel eingehalten - mit Doppelbrettern.

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Von Jürgen Wempe

37. Senioren Einzelmeisterschaft Oberfranken 2020

In einem lieblichen Tal, nicht weit von Bayreuth, fand die diesjährige Senioren-Einzelmeisterschaft Oberfrankens statt, in Bischofsgrün. Lange sah es so aus, als ob auch dieses Schachevent durch Corona verhindert werden würde. Doch es fügte sich, dass wenige Tage vorher die angekündigten Änderungen der Versammlungsrechte erlassen wurden und 50 Teilnehmer wieder zugelassen sind. Alle Hygiene- und Abstandsregeln wurden im Sporthotel Kaiseralm erfüllt, die 266 qm im Turniersaal ließen 18 Partien zu, wobei jedes Brett an 2 Tischen gespielt wurde (siehe Foto).

Schach mit zwei Brettern

Abstand

Zur Runde des Folgetags bekam jeder Spieler dann dasselbe Brett und Figuren an den Platz gestellt. So war ein sicheres und bequemes Schachturnier möglich, sehr zur Freude der gemeldeten 36 Schachfreunde.

Favorit und Sieger aus 2018, Christian Schatz von Postbauer Heng, hatte einen schwierigen Start und lag nach 4 Runden schon einen ganzen Punkt hinter Manfred Kröncke, dem der Start mit 4 aus 4 gelang. In Runde 6 gelang Michael Gihr ein Sieg gegen Kröncke und damit übernahm dieser die Ranglistenspitze. Munter ging es weiter, Schatz bezwang Gihr in Runde 7. Vor der Schlussrunde waren CM Schatz und Gihr punkt- und buchholzgleich, mit Kröncke und Manuela Schmitz zwei  Verfolger auf den Fersen. Da keiner den vollen Punkt in der letzten Runde holen konnte entschied nun die Buchholz über Platz 1 und 2, Manfred Gihr hatte das Quäntchen Glück und einen halben Zähler mehr.

Die Sieger

Neben etlichen Wanderungen, z.B. auf den Ochsenkopf (1024 Meter über NN) wurde auch das Felsenlabyrinth der Luisenburg besucht. Bei wechselndem sommerlichen Wetter ein gutes Training für Körper und Geist (und die Schachmuskeln).

Es grüßt die Natur

Dass bei ausreichend Platz im Saal und nicht zu großer Spielerzahl ein gelungenes und sicheres Schachturnier ausgetragen werden kann, das wurde hier beispielhaft demonstriert. Es ist zu hoffen, dass das Turnier-Schachleben bald wieder an Fahrt gewinnen kann.

 



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Donauspringer Donauspringer 04.08.2020 10:42
Abstand ist egal beim Fußball zählt es auch nichtmehr.

Übrigens Karl Es gibt auch Leute die stört eine Maske naturbedingt z.b. Brillenträger, Bartträger .Ich kenne das und will nicht das ich alle paar Minuten wieder die Brille putzen muss.

Nein Corona ist nur eine harmlose Grippe und der Terror muss aufhören, denn ich will auch Mal wieder normal am Brett spielen können
Grebredna Grebredna 08.07.2020 09:01
Der in Bayern geforderte Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Spielern wird offenkundig nicht eingehalten, da die Spieler kaum mehr als 1 Meter auseinander sitzen.
Karl Hackenmeier Karl Hackenmeier 08.07.2020 04:38
Warum auf die Maskenpflicht verzichtet wird, ist nicht nachvollziehbar. Genauso wie die häufigen Verstöße seitens des Verkaufspersonals (ohne Maske, Maske unterhalb der Nase etc) wie im Discounter um die Ecke beobachtet. Aber das ist eine andere Baustelle. Das Virus wird uns noch hübsch auf Trab halten.
DoktorM DoktorM 08.07.2020 02:17
Das Bild ganz oben ist lustig. Da spielt dann Weiß gegen Weiß.

Mit vielen Menschen über lange Zeit in einem Raum zu sein, ist genau das, was das Virus freut. Dabei ist es sicherlich egal, ob dabei Schach gespielt wird oder nicht. Meine Gesundheit ist mir wichtiger als Schach. Also meide ich solche Bereiche.
Pemoe6 Pemoe6 08.07.2020 11:35
Es geht natürlich nur mit den 30 Sekunden Inkrement, aber das ist inzwischen ja weitestgehend Standard. Mitschreiben muss man ja auch bis zum Schluss, da findet sich auch noch die Zeit für den Gegnerzug.
HarryTegelen HarryTegelen 08.07.2020 10:16
Ich spiele Tegelen/ Niederland im Schachverein und wir spielen schon seit 4 Wochen an 2 Brettern und es geht.
Es gibt wie in vielen Dingen auch das berühmte Haar in der Suppe,- aber uns Amateuren kommt es in erster Linie darauf an,- wieder Schach spielen zu können
hochgraefe hochgraefe 08.07.2020 09:40
Auf dem Foto der Siegerehrung stehen die Leute alle viel näher als 1,5m zusammen. Und ohne Maske.
Themistokles68 Themistokles68 08.07.2020 08:51
...ist ja alles gut und schön....nur was ist wenn Zeitnot auftritt bei den Spielern....da hat wohl nicht die nötige Ruhe um jeweils vom anderen auch noch die Züge zu machen....vom Uhr dücken mal abgesehen...
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