Schach mit Tod und Teufel

11.07.2020 – Ein Schachspiel mit dem Tod oder dem Teufel um die Seelen der Menschen ist ein häufiges Motiv in der christlichen Symbolik des Mittelalters. Ingmar Bergman hat es in seinem berühmten Film ""Das siebte Siegel" verwendet. Und bei seinen Streifzügen durch die Dörfer an der Oder entdeckte Rolf-Dietrich Beran geheimnisvolle Hinweise.

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Von Rolf-Dietrich Beran

Schach mit dem Teufel

Beim Besuch eines Konzertes der Veranstaltungsreihe „Feldstein und Musik“ entdeckte ich an der Dorfkirche von Grunow (Landkreis Märkisch-Oderland) schachbrettartige Muster an der Fassade. (s. Foto).

Foto: Rolf-Dietrich Beran

Grunow (Landkreis Märkisch-Oderland), Karte: Google Maps

Nach Recherchen im Internet gibt es diese Schachbrettsteine an mehreren Feldsteinkirchen in Dänemark und in Deutschland entlang der Oder.

Diese Kirchen wurden überwiegend im 12. und 13. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Christianisierung erbaut. Es gibt mehrere Theorien zur Bedeutung dieser Steine. Neben der Deutung als Zunftzeichen der am Bau beteiligten Handwerker ist für Schachhistoriker besonders diese Legende interessant:

Der Teufel spielte Schach mit dem Herrn um den Bau der Kirchen und die armen Seelen. Als er verlor, bekam das Schachbrett zur Erinnerung seinen Platz beim Bau der Kirche in Form dieser Steine. Schwarz und weiß stünden somit für Gut und Böse, Leben und Tod, Anfang und Ende. (Quelle Wikipedia).

Wer einmal in Berlin zu Besuch sind, kann auch an der Dorfkirche in Hönow (Endstation der U-Bahn Linie 5) einen Schachbrettstein bewundern.

Hönow, Karte: Google Maps

Foto: Rolf-Dietrich Beran

Nicht mit dem Teufel, aber mit dem Tod spielt ein Ritter (Max von Sydow) Schach - um sein eigenes Leben. Der Film "Das siebte Siegel" von Ingmar Bergman aus dem Jahr 1957 ist ein Klassiker zu diesem Thema. Der Kreuzritter und der Tod philosophieren über das Leben und den Tode und den Verlust der christlichen Werte. Bergman verarbeitete die Nazi-Gräuel und die Angst vor einer nuklearen Katastrophe.

 

 

 



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