Schach und Entscheidungsstrategien: Interview mit Stefan Kindermann in der SZ

von ChessBase
20.09.2022 – Der deutsch-österreichische Großmeister Stefan Kindermann gehörte in seiner besten Zeit zu den Top 100 in der Welt. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung spricht er über erfolgreiche Lebensstrategien und wie das Schach dabei hilft. | Foto: Stefan Kindermann

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"Sind Schachspieler erfolgreicher im Beruf", fragt die Süddeutsche Zeitung den Schachgroßmeister Stefan Kindermann. 

"Man kann auf der Grundlage von schachlichem Denken handfeste Methoden entwickeln, die im Alltag tatsächlich anwendbar sind", erläutert Stefan Kindermann. Dazu gehört beispielsweise der Umgang mit überraschenden Ereignissen. Schachspieler sind darin aufgrund ihrer Partien geübt und handeln intuitiv richtig:
 

" Stichwort "Das Unerwartete passiert": Sie sprechen in dem Kontext von schwarzen Schwänen. Was bedeutet das?

Das ist eine Metapher, die auf den österreichischen Philosophen Karl Popper zurückgeht. Er beschrieb damit ein unvorhersehbares Ereignis, das aber große Auswirkungen hat. Bis ins 17. Jahrhundert hinein war die europäische Zoologie der festen Überzeugung, dass es ausschließlich weiße Schwäne gibt - bis ein Forscher nach Australien vordrang und dort einen schwarzen Schwan erblickte. Allgemein zerfällt unser Wissen in drei Kategorien: Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie wissen; Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie nicht wissen; und Dinge, von denen wir nicht wissen, dass wir sie nicht wissen. Letztere sind die schwarzen Schwäne.

Wie aber bereitet man sich auf ein unvorhersehbares Ereignis vor?

Sich auf überraschende Umschwünge einzustellen, ist ein wichtiger Aspekt von schachlichem Denken. Theoretisch dürfte es im Schach keine schwarzen Schwäne geben: Alle möglichen Optionen sind in der Stellung der Figuren auf dem Brett bereits enthalten, insofern ist es ein Nullsummenspiel mit vollständiger Information."

Zum ganzen Interview in der Süddeutschen Zeitung...

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