Schachbundesliga in Österreich

von Marco Baldauf
29.02.2016 – Vom 25.-28.02.16 fanden in St. Veit an der Glan vier Runden der höchsten Spielklasse Österreichs statt. Spitzenreiter und designierter Meister Maria Saal konnte seinen Vorsprung in der Tabelle weiter ausbauen und hat nun vier Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz. Der amtierende Meister aus Jenbach kommt immer besser in Fahrt und steht mittlerweile auf dem zweiten Platz. Mehr...

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Schachbundesliga in Österreich

 

Vom 25. bis 28. Februar wurden in St. Veit an der Glan (Kärnten) die Runden fünf bis acht der Österreichischen Schachbundesliga ausgetragen. Nach einem äußerst erfolgreichen ersten Wochenende vergangenen Novermber wies der Favorit aus Maria Saal bereits einen Vorsprung von zwei Mannschaftspunkten in der Tabelle auf. Die Vereine aus Wulkaprodersdorf und Hohenems lagen knapp dahinter in Lauerposition.

In der fünften Runde konnte der Spitzenreiter Maria Saal mit Grieskirchen erst einmal einen der Abstiegskandidaten besiegen, in Runde sechs trafen sie auf die Verfolger aus Hohenems.

Grieskirchen/Bad Schallerbach gegen Maria Saal: am Ende gewann das favorisierte Team standesgemäß 5:1. Am Spitzenbrett duellieren sich Ragger und Haba.

Dabei unterlief dem tschechichen Großmeister Petr Haba, Grieskirchens Spitzenbrett, ein ungewöhnlicher Fehler:

Stellung aus der Partie Ragger-Haba: Schwarz hatte weißes e2-e4 eben mit 21...e6-e5 gekontert und dabei die Response 22.Sxc8 offensichtlich übersehen, daher 1:0.

Gegen Hohenems tat sich Maria Saal trotz starker Aufstellung erheblich schwerer, am Ende sprang bei einem 3:3 nur ein Mannschaftspunkt heraus.

Ebenfalls in Runde sechs fand das Verfolgerduell zwischen Wulkaprodersdorf und dem amtierenden Meister aus Jenbach statt, das Jenbach verdient mit 4:2 gewann.

Jenbach (l.) gegen Wulkaprodersdorf, am Spitzenbrett duellieren sich Volokitin und Melkumyan (Remis).

Eine kurze aber aufregende Partie ereignete sich dabei an Brett sechs:

 

Hrant Melkumyan holte mit Wulkaprodersdorf nur vier Mannschaftspunkte und verliert damit den Kontakt zur Spitze.

Das Team aus Jenbach hat sich nach dem verkorkstem Start in die Saison wieder gut gefangen und holte drei Siege bei einer Niederlage. Hervor stachen dabei die beiden Spitzenbretter Volokitin mit 3.0/4 sowie der deutsche Nationalspieler Nisipeanu mit 3.5/4.

Volokitin profitierte in der fünften Runde von einem zu optimistischen Figurenopfers seines Gegners Papp:

 

 

Der Ungar Gabor Papp (Ottakring).

Tabelle nach acht von elf Runden:

Rg. Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12  Wtg1   Wtg2   Wtg3 
1 SC MPÖ Maria Saal  *  5 3     5   15 34,5 0
2 Schachklub Sparkasse Jenbach 1  *    3 4     4 11 29,0 0
3 SK Hohenems 3    *  5   4 2   11 29,0 0
4 Schachklub Absam   3 1  *      6 11 26,5 0
5 ASVÖ Wulkaprodersdorf   2  *  3 4 3     10 27,0 0
6 SV Raika Rapid Feffernitz ½    *  3 4     9 23,0 0
7 Schachclub Sparkasse Götzis   3  *      7 24,5 0
8 SV Jacques Lemans St. Veit   2 ½ 3    *    7 21,0 0
9 L.A. Kraftanlage Ottakring ½ 4   2 2    *    6 22,5 0
10 SIR Royal Salzburg   3      *  3 4 22,0 0
11 Spk. Grieskirchen/Bad Schallerbach 1 2   0     ½ 3  *  3 14,0 0
12 Spg Sauwald   ½ ½      *  2 15,0 0

Der Kampf um die Meisterschaft scheint dieses Jahr entschieden, wer als Zweier ins Ziel kommt ist hingegen noch völlig offen. Mit entscheidend wird dabei das Aufeinandertreffen zwischen Jenbach und Hohenems gleich in Runde neun sein. Von den drei Abstiegsplätzen sind mit Blick auf das Restprogramm vermutlich bereits zwei Stück an Sauwald und Grieskirchen vergeben, um den dritten streiten sich Salzburg und Ottakring, die ebenfalls in Runde neun aufeinander treffen.

 

Als weiteres Highlight des Wochenendes fiel mir die Endphase der Partie Schmaltz-Schreiner auf:

 

Angriffslustig trotz reduziertem Material: Peter Schreiner (Feffernitz)

Kurioses Charakter hatte hingegen das Ende der folgenden Partie:

 

Harald Schneider-Zinner, Moderator der Sendung ChessBase TV Austria .

Partien der Runde fünf bis acht:

 

 

Die Blumenhalle in St. Veit diente als Spiellokal.

 

Die nächsten drei Runden werden vom 31.3 - 2.4. in Jenbach ausgetragen. Zum Ausklang der Saison findet am 3.4. eine Teamblitz-Meisterschaft statt.

 

Fotos: chess-results.com

Ergebnisse bei chess-results

Österreichischer Schachbund

 



Marco Baldauf, Jahrgang 1990 spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Schach. 2000 und 2002 wurde er Deutscher Jugendmeister, seit 2014 ist er Internationaler Meister und spielt für die SF Berlin in der Bundesliga.
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