19.07.2026 – Mit den Siegen des Drittplatzierten Süleymanli und Viertplatzierten Erdogmus in Runde 5 ist es an der Spitze des Masters zu einem Zusammenschluss gekommen. Aronian führt vor Süleymanli und Lê, doch auch Erdogmus, der einen hervorragend herausgespielten Sieg gegen Martínez Alcántara feierte, liegt nur 3½ Punkte hinter dem Leader. In der Generations Challenge feierte Xiao Tong den einzigen Sieg des Tages gegen Kosteniuk. | Fotos: Biel Chess Festival
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Pressemitteilung, Dennis Briechle / Biel Chess Festival
Biel Masters Triathlon: Erdogmus zeigt seine Klasse
Nach vier Remis in Folge zeigte am Samstag das türkische Supertalent Yagiz Kaan Erdogmus im Spiel gegen José Martínez Alcántara seine Klasse: Er erkannte die sich im Mittelspiel ergebende Chance und verwandelte diese mit großem Können in einen Sieg. Zwar ließ Erdogmus, der mit 14 Jahren und 10 Monaten als jüngster Schachspieler aller Zeiten die Marke von 2700 Elo erreichte, auch in dieser Runde viel Zeit verstreichen und hatte in der Schlussphase der Partie rund 40 Minuten weniger auf der Uhr als sein Gegner. Doch es zeigte sich, dass er alle Eventualitäten berechnet hatte, so dass er seine finalen Zügen innerhalb kurzer Zeit ziehen konnte. Mit diesem Sieg machte Erdogmus einen großen Schritt in Richtung Qualifikation für die finale Phase. Martínez hingegen benötigt in den Blitzpartien ein hervorragendes Ergebnis, um noch eine Chance dafür zu haben – allerdings ist mit dem Mexikaner im Blitz bekanntlich immer zu rechnen!
An der Spitze der Tabelle kam es zu Verschiebungen: Der vorherige Dritte Aydin Süleymanli schiebt sich dank Sieg in der Direktbegegnung gegen Lê Quang Liêm auf den zweiten Platz vor. Lê zeigte nach zwei Siegen und zwei Remis am Samstag erstmals Schwächen in einer klassischen Partie und beging mit Springer 15.a4 einen klaren Fehler. Zwar versuchte der Vietnamese die Partie noch zu retten, doch Süleymanli bestätigte den starken Eindruck, welchen er in Biel hinterlässt und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen – und hat mit 6 Punkten Vorsprung auf Platz fünf gute Chancen, in die finale Phase einzuziehen.
Matthias Blübaum vs. Levon Aronian: Remis | Foto: Biel Chess Festival
Die ungeteilte Führung im Triathlon des Masters gehört nach der Niederlage von Lê wieder Levon Aronian. Zwar ging sein Gegner Matthias Blübaum, der als Tabellenfünfter um den Einzug in die finale Phase kämpfen muss, mit einem Bauern mehr auf dem Brett in das Mittelspiel, doch Aronian ließ sich davon nicht beirren, holte sich diesen nach dem Abtausch verschiedener Figuren wieder zurück und erreichte eine unentschiedene Stellung. Mit den so gewonnen 1½ Punkten liegt Aronian nun vor den Blitzpartien mit insgesamt 16½ Punkten an der Spitze, einen halben Punkt vor Süleymanli.
Im Blitz am Sonntag spielen alle Spieler je zweimal gegeneinander und können so in zehn Partien nochmals maximal zehn Punkte gewinnen. Danach wird abgerechnet und nur die besten vier – falls der Vierte mehr als 12 Punkte Rückstand auf die Führung hat die besten drei – ziehen in die finale Phase nächste Woche ein.
Alle Partien Masters - Klassisch
Erdogmus vs. Martinez Alcantara - Arturs Rückblick
Runden-Rückblick mit GM Arturs Neiksans | Video: Biel Chess Festival
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Tagessieger in der Generations Challenge von Biel ist Xiao Tong. Nach vier Unentschieden in Folge konnte er am Samstag seine klassische Partie gegen Alexandra Kosteniuk gewinnen. Geduldig baute er Schritt für Schritt seine vorteilhafte Stellung aus, bis Kosteniuk nach 53 Zügen aufgeben musste. Da die anderen beiden Partien zwischen Carissa Yip und Vaclav Finek sowie zwischen Vaishali Rameshbabu und Marco Materia, Remis endeten, schloss Xiao mit den 4 gewonnen Punkten zu Marco Materia auf. Beide liegen nun 3½ Punkte hinter dem nach wie vor ungeschlagenen Vaclav Finek. Die Damen im Turnier folgen mit Abstand, Yip ist heute mit Kosteniuk gleichgezogen, beide kommen auf 10 Punkte. Sie werden sich in den Blitzschachpartien am Sonntag somit ein Fernduell um den Einzug in die finale Phase liefern, in welche nur die vier Bestklassierten einziehen – sofern ihr Abstand auf den Leader nicht gar noch auf über 12 Punkte anwächst.
Xiao Tong befindet sich momentan im Mittelfeld | Foto: Biel Chess Festival
Alle Partien Generations Challenge - Klassisch
Meisterturnier: Glöckler und Savitha fordern die Großmeister
Die junge Generation setzt die gestandenen Großmeister im offenen Meisterturnier gehörig unter Druck: Nach der sechsten Runde stehen mit Christian Glöckler und Savitha Shri B zwei Internationale Meister (IM) an der Spitze der Tabelle, während die im Turnier spielenden Großmeister, nominell die stärksten Spieler im Turnier, zurückliegen. Der 2011 geborene Glöckler besiegte am Samstag an Brett 1 den vormaligen Leader GM Peter Acs und beweist einmal mehr, dass er auf gutem Weg zum Großmeister-Titel ist. Die 19-jähirge Savitha setzte sich im innerindischen Nachwuchsduell gegen WFM Yasawi Krishna Bommi durch und kommt somit wie Glöckler auf 5 Punkte nach sechs Runden. Mit einem halben Punkt Abstand folgen neun Verfolger, darunter mit IM Fabian Bänizger auch der beste Schweizer im Turnier, der heute gegen WGM Xeniya Balabayeva remisierte. Erneut eine Niederlage kassierte GM Sasikiran Krishnan, in dieser Runde gegen das 2014 geborene amerikanische Supertalent CM Ling Chenxuan. Am Sonntag geht das Meisterturnier in einen Ruhetag.
Christian Glöckler zeigt seine Stärke | Foto: Biel Chess Festival
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18.07.2026 – Die Turnierfavoriten Aronian und Lê trennten sich in Runde 4 des Masters mit einem Remis und führen so die Tabelle weiterhin an. Auch ihr erster Verfolger Süleymanli spielte Unentschieden gegen Erdogmus. In der Generations Challenge konnte Finek mit einem Sieg gegen Vaishali seinen Vorsprung noch ausbauen. Kosteniuk erkämpfte sich gegen Fineks ersten Verfolger Materia ein Unentschieden. Christian Glöckler spielte Remis in Runde 5 (MTO) und hat so nur einen halben Punkt Abstand auf den ersten Platz. | Fotos: Biel Chess Festival
17.07.2026 – In der dritten Runde des klassischen Schachs im Masters Triathlon beim Bieler Schachfestival endeten alle drei Partien Remis. Le (Bild) konnte gegen Erdogmus nicht gewinnen und auch Blübaum kam gegen Süleymanli über ein Remis nicht hinaus - und auch Aronian und Martínez einigten sich auf ein Unentschieden. Umkämpfter waren die Partien in der Generations Challenge, wo Materia gegen Yip einen Sieg feiern konnte. Kosteniuk fand den Weg zum Sieg gegen Vaishali hingegen nicht, ebenso Finek gegen Xiao, so dass diese beiden Partien auch unentschieden ausgingen. | Fotos: Biel Chess Festival
Nach 1.d4 c5 2.d5 g6 3.c4 Lg7 ergibt für Schwarz eine interessante positionelle Möglichkeit, wenn Weiß hier mit dem natürlichen Zug 4.Sc3 fortsetzt. Schwarz kann nämlich mit4...Lxc3 Weiß einen hässlichen Defekt in seiner Bauernstruktur verschaffen. Dabei gibt Schwarz zwar seinen Fianchetto-Läufer auf, erhält aber auch eine Reihe von Vorteilen und einen klaren strategischen Plan. Oft wird nach dem Wiedernehmen auf c3 (5.bxc3) mit 5...f5 fortgesetzt, wodurch Schwarz das weiße Spiel im Zentrum mit e2-e4 unterbindet. Da der in die USA ausgewanderte starke georgische Großmeister Romandzindzichashvili gerne so spielte, wird diese Verteidigung Dzindzichashvili-Indisch, bzw. kurz: Dzindzi-Indisch genannt. Heute wenden auch starke Spieler wie Radoslaw Wojtaszek und Hikaru Nakamura sie gelegentlich an. Kenneth Nahnsen hat sich mit dieser interessanten Eröffnung intensiv auseinandergesetzt und stellt die wichtigsten Ideen und Varianten in sieben Video-Lektionen mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 60 Minuten vor. Mit Dzindzi-Indisch können Sie ihren Gegner ohne große Vorbereitung von Anfang an in die Defensive drängen.
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Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und kann oftmals d5 in einem Zug spielen und ein Tempo sparen.
Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und dessen Stärke auf der langen Diagonale a1-h8 kommt gerade gegen die Anti-Sizilianer zur Geltung.
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„Matt macht Laune!“ – Taktiktraining mit Oliver Reeh, „Normale Züge reichen nicht!“- Andy Woodward analysiert seine Partie gegen Magnus Carlsen, „Ein moderner Nimzo-Inder“ – Andrei Volokitin weiht Sie in „sein“ System ein u.v.m.!
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