18.07.2026 – Die Turnierfavoriten Aronian und Lê trennten sich in Runde 4 des Masters mit einem Remis und führen so die Tabelle weiterhin an. Auch ihr erster Verfolger Süleymanli spielte Unentschieden gegen Erdogmus. In der Generations Challenge konnte Finek mit einem Sieg gegen Vaishali seinen Vorsprung noch ausbauen. Kosteniuk erkämpfte sich gegen Fineks ersten Verfolger Materia ein Unentschieden. Christian Glöckler spielte Remis in Runde 5 (MTO) und hat so nur einen halben Punkt Abstand auf den ersten Platz. | Fotos: Biel Chess Festival
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Pressemitteilung, Dennis Briechle / Biel Chess Festival
Masters: Großmeister neutralisieren sich weiter
Im Masters Triathlon des Bieler Schachfestivals haben sich die Großmeister am Freitag in Runde 4 belauert, alle aber vergeblich auf einen Fehler ihrer Kontrahenten gewartet, welchen sie hätten ausnutzen können. Dies galt insbesondere auch für die Spitzenpartie des Tages, in welcher Levon Aronian, die ehemalige Nr. 2 der Welt, auf Lê Quang Liêm, den dreifachen Biel-Sieger, traf. Mit dem Remis, in welchem ihre Partie nach rund einer Stunde endete, verbleiben sie gemeinsam an der Tabellenspitze. Mit einem Vorsprung von 6½ Punkten auf den fünften Platz stehen die Chancen sehr gut, sich für die finale Phase des Turniers nächste Woche zu qualifizieren, wo sie dann noch einmal gegeneinander spielen werden.
Ebenfalls in einer guten Ausgangslage verbleibt Aydin Süleymanli, der zum vierten Mal in Folge Remis spielte und dank seiner 6 im Rapid erspielten Punkte weiterhin auf Platz drei der Tabelle verbleibt. Eine starke Leistung des Aserbaidschaners, der erst kurz vor dem Turnier für den verhinderten Yakubboev einsprang und sich somit schlechter auf das Turnier vorbereiten konnte als seine fünf Kontrahenten. Für seinen Gegner Erdogmus ist die Lage weniger klar: Aktuell als Vierter noch gerade für die finale Phase qualifiziert, trennt ihn nur ein halber Punkt von Platz fünf.
Die beiden aktuell nicht qualifizierten, José Martínez Alcántara und Matthias Blübaum, konnten im Direktduell auch keinen Boden gut machen – auch sie trennten sich mit einem Remis. In der fünften Runde am Samstag bleibt eine weitere Chance auf 4 Punkte. Aber vielleicht haben sie, insbesondere auch «Jospem», der sich online einen Ruf als hervorragender Blitzspieler erarbeitet hat, auch bereits einen Blick auf das Blitzschach geworfen, in welchem sich die «Triathleten» am Sonntag messen werden und wo max. 10 Punkte zu gewinnen sind.
Partien Masters
Erdoğmuş & Süleymanli enthüllen ihre Ideen
Großmeister-Spielanalyse in Biel | Video: Biel Chess Festival
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Generations Challenge: Finek tadellos, Kosteniuk mit Kampfgeist
Wer stoppt Vaclav Finek? Jedenfalls nicht Vaishali Rameshbabu: Die Inderin, 2024 Dritte im Bieler Challengers, tut sich in der diesjährigen Ausgabe des Turniers weiterhin schwer und zeigte sich gegen den stark aufspielenden jungen Tschechen fehleranfällig. Finek hingegen gewinnt auch seine zweite mit Weiß gespielte klassische Partie und bleibt über alle Partien – sowohl in klassischen Partien als auch im Rapid – ungeschlagen. Der 16-jährige Tscheche, aktuell noch als Internationaler Meister (IM) und nicht mit dem Titel des Großmeisters ausgezeichnet, kommt somit inzwischen auf 19 Punkte in der Gesamttabelle und kann, sofern er nicht verliert, bereits im Spiel gegen Carissa Yip und vor dem Blitzschach die Qualifikation für die finale Phase sicherstellen.
Yip spielte in einem sehr ausgeglichenen Spiel Remis gegen Xiao Tong. Xiao verbleibt damit auf Platz drei, Yip bleibt Fünfte.
Die dritte Partie der Generations Challenge, zwischen Marco Materia und Alexandra Kosteniuk, dauerte über fünfeinhalb Stunden. Materia musste sich bereits am Vortag über fünf Stunden gedulden, bevor ihm seine Gegnerin zum Sieg gratulierte und auch in dieser Runde sah es zeitweise so aus, dass es dazu kommen würde. Doch Kosteniuk verteidigte sich hartnäckig, und konnte die leichten Vorteile, welche sich Materia erspielte, wieder wettmachen und in ein ausgeglichenes Endspiel überführen, welches unentschieden endete. Kosteniuk hält somit den Abstand auf den vor ihr platzieren Xiao bei 3 Punkten und könnte somit in der nächsten Runde im Direktduell mit einem Sieg dessen dritter Platz einnehmen.
Partien Generations Challenge
Fínek setzt sich ab
Biel Zusammenfassung der 4. Runde durch GM Arturs Neiksans | Video: Biel Chess Festival
Gegen GM Gopal G.N. hat der Leader im Meisterturnier, GM Peter Acs, erstmals nicht das Punktemaximum erreicht und unentschieden gespielt. Trotzdem bleibt der Ungar mit 4½ Punkten alleiniger Leader, mit einem halben Punkt Vorsprung auf elf Spieler, welche jeweils nach fünf Runden 4 Punkte aufweisen. Unter diesen befindet sich mit IM Fabian Bänziger auch der aktuell beste Schweizer. Christian Glöckler (2506) spielte auch Remis in Runde 5. Sein Gegner war der Inder Aronyak Ghosh (2549). Glöckler hat momentan nur einen halben Punkt Abstand auf den ersten Platz. In Runde 6 tritt er gegen den Erstplatzierten Peter Acs an.
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17.07.2026 – In der dritten Runde des klassischen Schachs im Masters Triathlon beim Bieler Schachfestival endeten alle drei Partien Remis. Le (Bild) konnte gegen Erdogmus nicht gewinnen und auch Blübaum kam gegen Süleymanli über ein Remis nicht hinaus - und auch Aronian und Martínez einigten sich auf ein Unentschieden. Umkämpfter waren die Partien in der Generations Challenge, wo Materia gegen Yip einen Sieg feiern konnte. Kosteniuk fand den Weg zum Sieg gegen Vaishali hingegen nicht, ebenso Finek gegen Xiao, so dass diese beiden Partien auch unentschieden ausgingen. | Fotos: Biel Chess Festival
16.07.2026 – Die Spannung steigt weiter nach Runde 3 im klassischen Schach des Masters und der Generations Challenge beim Internationalen Schachfestivals Biel. Im Masters Triathlon kam es an der Spitze zum Zusammenschluss: Le Quang Liem schlug Matthias Blübaum. Dank des zweiten Sieges in Folge schloss der Vietnames zu Levon Aronian auf. Etwas im Schatten des Hauptturniers steht die Generations Challenge. Doch dort spielt der jüngste Teilnehmer ganz groß auf: Der 16-jährige Vaclav Finek aus Tschechien hat bisher sowohl im Rapid, als auch den beiden klassischen Partien am besten gespielt und führt die Tabelle mit mittlerweile 3,5 Punkten Vorsprung an.| Fotos: Biel Chess Festival
Die Aljechin-Verteidigung ist ein eher seltener Gast im Turnierschach, vielleicht zu Unrecht. Die Praxis zeigt nämlich, dass Schwarz gegen die Hauptvarianten ganz gut gewappnet ist. Hier setzt das Autorenduo Luther/Jordan an und schlägt nach den Anfangszügen 1.e4 Sf6 2. e5 Sd5 3. d4 d6 eine giftige Antwort vor: 4.Lc4. Damit vermeidet Weiß die theoretisch zum Teil tiefe analysierten Hauptabspiele und versucht eine gesunde Stellung mit Angriffschancen zu erhalten. Die beiden Autoren setzen sich in ihrer Präsentation mit den Antworten …Sb6, …dxe5, …c6 und …e6 auseinander und zeigen auf, wie der Anziehende jeweils auf Vorteil spielen und den Gegner mit „giftigen“ Zügen unter Druck zu setzen kann. Ein für die Praxis leicht zu erlernendes Angriffsrepertoire für den Weißspieler!
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Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und kann oftmals d5 in einem Zug spielen und ein Tempo sparen.
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