Der 1963 geborene Kasparov hat seine Turnierkarriere zwar bereits 2005 beendet, aber ist dem Schach treu geblieben, unter anderem als Kommentator, Autor, Organisator und Förderer von talentierten Jugendlichen. Gelegentlich spielt er auch ausgewählte Turniere oder Schaukämpfe mit verkürzter Bedenkzeit.
Anand, Jahrgang 1969, ist jedoch noch weiterhin aktiv und mit einer Elo-Zahl von 2743 aktuell die Nummer 13 der Weltrangliste. Daneben fördert er das Schach als FIDE-Vizepräsident und unterstützt eine Reihe indischer Talente.
Dieses Duell zweier Weltmeister ist die erste Veranstaltung des St. Louis Chess Clubs nach einer umfangreichen Renovierung. Auf 30.000 Quadratmetern entstanden ein erweiterter Turniersaal, moderne Studios für Live-Übertragungen und sogar ein schachbezogenes Restaurant.
Aber das Match Kasparov gegen Anand ist nicht das einzige Spitzenevent, das im Oktober in St. Louis stattfindet: Direkt im Anschluss folgen die US-Meisterschaften und US-Frauenmeisterschaften (12.–25. Oktober), ehe Ende Oktober die Weltelite – Magnus Carlsen, Hikaru Nakamura, Fabiano Caruana und Weltmeister Gukesh Dommaraju – nach St. Louis reist, um im Clutch Chess: Champions Showdown vom 25. bis 30. Oktober zu einem Turnier mit einem ungewöhnlichen Format anzutreten.
Der Preisfonds liegt bei 412.000 US-Dollar und gespielt werden 18 Runden Schnellschach (10+5). Für zusätzliche Spannung soll ein besonderes Wertungssystem sorgen: Am ersten Tag zählt ein Sieg 1 Punkt, am zweiten Tag 2 Punkte und am dritten Tag sogar 3 Punkte.
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