Simultan am Kyffhäuser-Denkmal

15.09.2009 – Mit 160.000 qm ist das Schachfeld am Kyffhäuser-Denkmal wohl das größte der Welt. Ein einzelnes Feld misst 50 mal 50 Meter, eine Figur 10 mal 20 Meter. Die Spielfläche wurde als Bodenbild in einen Acker eingepflügt. Unter dem Motto "Ein Brett im Kornfeld" zeigt der Tourismusverband des Kyffhäuserdenkmals hier eine Partie, die über die Homepage des Kyffhäuserdenkmals zwischen der Internetgemeinde und der früheren Jugendweltmeisterin Elisabeth Pähtz gespielt wird. Zur "Halbzeit" lud die Großmeisterin am Kyffhäuserdenkmal zu einer Simultanpartie. Thomas Pähtz hat das Ereignis fest gehalten. Ein Brett im Kornfeld... Ein Schachfeld wird gepflügt...Bericht vom Simultan...

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Simultanturnier mit Elisabeth Pähtz auf dem Kyffhäuser
Fünf mit Remis gegen die ehemalige Juniorenweltmeisterin
Von Thomas Pähtz


Kyffhäuserdenkmal


Das war der Veranstaltungshöhepunkt aus Anlass des größten Schachbretts der Welt am Fuße des Kyffhäusers, wo eine virtuelle Spielgemeinschaft gegen Ex-Juniorenweltmeisterin Elisabeth Pähtz antritt. Beim Simultanturnier am vergangenen Samstag spielte Pähtz am Denkmal gegen 29 Teilnehmer und gewann nach vier Stunden erwartungsgemäß mit 26,5:2,5.


Elisabeth Pähtz beim Autogrammschreiben


Vorstellung der Großmeisterin



Zwei Weltmeister kämpfen gegeneinander: Elisbeth Pähtz und der Gedächtnisweltmeister Gunther Karsten


Begrüßung der Teilnehmer/innen



Erklärung der Regeln


Die Simulktanrunde


Alina Zahn aus Erfurt


Fiona Sieber aus Gleichen


Antonia Gast aus Kirchworbis und Christina Kopf aus Bennungen


Wird hier etwa vorgesagt...?

Fünf Spieler konnten der aus Erfurt stammenden und in Berlin lebenden Schachmeisterin ein Remis abtrotzen. Jüngste Spielerin war die siebenjährige Hannah Päutz aus Hessen, die ja eine der Tagesgewinnerinnen war.


Die jüngste Teilnehmerin Hannah Päutz mit Papa

Interessant war auch die Teilnahme des Gedächtsnisweltmeisters Gunther Karsten aus Erfurt.


Matt: Das wird der Gedächtnisweltmeister sich sicher merken.

Die Tradition riesiger Bodenbilder (u.a. Fußballweltmeisterschaft 2006) am Kyffhäuser findet in diesem Jahr eine spielerische Fortsetzung. So entstand unterhalb des zweitgrößten deutschen Denkmals im Blickfeld von Kaiser Wilhelm I. sowie Tausender Touristen das größte Schachspiel der Welt.

Die Spielfläche („Schachbrett“) entstand Mitte August auf einem abgeernteten Getreidefeld in der Gemarkung Tilleda (Sachsen-Anhalt) in der „Goldenen Aue“ ca. 1000 m Luftlinie nördlich des Kyffhäuser-Denkmals (Thüringen). Sie hat eine Größe von ca. 400 m x 400 m, also 160.000 m2. Bereits ein einzelnes Spielfeld ist gigantische 50 m x 50 m groß.

Die „Schachfiguren“ werden zweidimensional ausgelegt, sie bestehen aus Abdeckvlies (weiß) bzw. Netzmaterial, welches wegen des besseren Kontrastes zum Untergrund rot statt schwarz gefärbt ist.
Die durchschnittliche Größe einer Figur beträgt 10 m x 20 m. Alle Figuren werden mittels spezieller Holzbügel im Boden verankert. Einen Antrag ins Guinnessbuch der Rekorde wurde vom Touristenverband Kyffhäuser gestellt.

Das Spiel geht weiter. Auf dem Brett im Kornfeld gab es am Samstag den Springer-Zug der Online-Community von b3 auf d4, Elisabeth Pähtz reagierte darauf live auf dem Balkon des Kyffhäuser-Denkmals mit der Dame, platzierte sie von c7 auf b6. Die Online-Community hatte das Wochenende Zeit genau gesagt bis Montag 10 Uhr, um sich zu überlegen, wie sie nun auf dem 400 mal 400 Meter großen Spielfeld auf den Dame-Zug von Schach-Ass Pähtz reagieren soll.


Die Simultanteilnehmer beobachten live die Ausführung des letzten Zuges 24...Dc7-b6


Die Dame ist besonders hier eine Schwerfigur


Auf b6 angekommen

Partie nachspielen...


Ein Gebirge – eine Burg – ein Denkmal – ein Name steht für eine faszinierende Einmaligkeit. Das Kyffhäusergebirge, südlich des Harzes gelegen, beeindruckt nicht nur mit einer geologischen und botanischen Vielfalt, sondern auch durch seine kulturhistorische Bedeutung. Von der Reichsburg Kyffhausen, einst eine der größten Burgen des Mittelalters, sind heute noch sehenswerte Ruinen und der tiefste Burgbrunnen der Welt erhalten geblieben.


Blick auf die Oberburg der ehemaligen Burg Kyffhausen. Von der Mittelburg sind nur noch wenige Mauerreste erhalten.


Brunnen auf dem Kyffhäuser, der mit 176 m Tiefe der tiefste Burgbrunnen der Welt ist. Der Durchmesser der Röhre ist 2 m und gespeist wird der Brunnen durch Sickerwasser

Deutschlandweit bekannt geworden ist der Berg mit der Burg jedoch mit dem, was sich in ihm verbirgt: „Dem schlafenden Kaiser Barbarossa im unterirdischen Schlosse“. Die „Barbarossasage“ im ausgehenden Mittelalter entstanden, im 19. Jahrhundert zur Nationalsage befördert, ist heute eine der bekanntesten Sagen Deutschlands. Sie war auch ein Grund für die Errichtung des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals, des Kyffhäuser-Denkmals, in den romanischen Ruinen der Reichsburg Kyffhausen.


Denkmalsturm mit Reiterstandbild und Barbarossafigur
 


Kaiser Wilhelm I., Höhe des Reiterstandbildes 9,70 Meter


Reiterstandbild Wilhelm I. mit den beiden Nebenfiguren


Kaiser Barbarossa, Sandsteinfigur Größe 6,50 Meter


Turmornamente Westseite


Gedenkstein im Turm mit der DDR-Nationalhymne!

Das Kyffhäuserdenkmal (auch Barbarossadenkmal oder Kaiser-Wilhelm-Denkmal) wurde auf der Kuppe des Kyffhäusergebirges bei Bad Frankenhausen (Thüringen)erbaut. Es wurde 1890 bis 1896 nach den Plänen des Architekten Bruno Schmitz auf den Ruinen der ehemaligen Reichsburg Kyffhausen errichtet am 16. Juni 1896 eingeweiht. Überragt wird das Denkmal von einem 57 m hohen, mit einer Kaiserkrone bekrönten Denkmalturm, die aus Gründen des Schutzes des Gebäudes eine Glaskuppel hat. Von der Turmkuppel hat man nach Ersteigen der 247 Stufen einen hervorragenden Rundumblick bis hin zum Brocken, dem höchsten Berg des Harzes.

 

 

 


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