Sinquefield Cup: Runde 2 endet als "Remisrunde"

von Klaus Besenthal
19.08.2019 – Was beim Auftakt des Turniers in Saint Louis noch knapp gescheitert war, ist den Spielern gestern in Runde 2 gelungen: Alle sechs Partien endeten unentschieden. Der eine oder andere ließ dabei aber eine große Chance liegen, so dass es keineswegs langweilig war. Tabellenführer bleibt Viswanathan Anand, der als bislang einziger Spieler eine Partie gewinnen konnte - gegen Weltmeister Magnus Carlsen war der Inder gestern zu einem sicheren Remis gekommen. | Foto: Justin Kellar / Grand Chess Tour™

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2019 Sinquefield Cup

Karjakin ½-½ Ding Liren

Lange folgten die Spieler 1:1 einer Partie, die Ding Liren als Schwarzer vor einem Jahr beim Berliner Kandidatenturnier gegen Wesley So gespielt hatte. Die schließlich erreichte Stellung bot dann kaum noch Ansatzpunkte für ein Spiel auf Gewinn. Mit der Stellungswiederholung waren am Ende wohl beide ganz zufrieden: 

 

Ding Liren hatte gestern alles im Griff | Foto: Lennart Ootes / Grand Chess Tour™

Mamedyarov ½-½ Nakamura

In dieser Partie hatte die häufig vorkommende symmetrische Struktur ohne c- und d-Bauern aufgrund heterogener Rochaden einige Spannungsmomente zu bieten. Einen Fehltritt leistete sich aber keiner:

 

Auch für Hikaru Nakamura hat der Sinquefield Cup mit zwei Remisen begonnen | Foto: Lennart Ootes / Grand Chess Tour™

Caruana ½-½ Nepomniachtchi

Nach seinem schrecklichen Fehlgriff gegen Anand eine Runde zuvor ließ sich Nepomniachtchi gestern wohl tatsächlich die kurzzeitig vorhandene Möglichkeit für ein außerordentlich vielversprechendes Turmopfer entgehen. Ziemlich viel Pech innerhalb kurzer Zeit!

 

Ian Nepomniachtchi wird in Saint Louis bislang nicht vom Glück verfolgt | Foto: Lennart Ootes / Grand Chess Tour™

Anand ½-½ Carlsen

Der Exweltmeister und Tabellenführer Anand kam zu einem sehr sicheren, kontrollierten Remis gegen den amtierenden Weltmeister:

 

Bislang nur zwei Remisen für den Weltmeister - das hat ihn aber noch nie gestört | Foto: Lennart Ootes / Grand Chess Tour™

Giri ½-½ Aronian

In einem komplizierten Endspiel mit besserer weißer Figurenaktivität trennte sich Aronian freiwillig von einem Bauern. Am Ende behielt der Armenier Recht: Giri konnte seinen weit vorangekommenen Freibauern nicht verwerten. Die Computer allerdings berechnen einen Sieg für Giri - ob das wirklich stimmt, ist in der Kürze der Zeit kaum zu sagen:

 

Hätte Anish Giri gestern gewinnen können? | Foto: Justin Kellar / Grand Chess Tour™

Vachier-Lagrave ½-½ So

In dieser Partie wurde die Remisbreite zu keinem Zeitpunkt verlassen. Die souveräne Art und Weise, wie die Spieler mit verschiedenen materiellen Ungleichgewichten hantierten, machte aber deutlich, warum sie der absoluten Weltspitze angehören:

 

Maxime Vachier-Lagrave opferte erst einen Bauern und dann die Qualität - alles passte! | Foto: Justin Kellar / Grand Chess Tour™

Ergebnisse der 2. Runde

 

Tabelle nach der 2. Runde

 

Partien

 

Round-up show mit GM Daniel King

Video-Kommentar der Grand Chess Tour

Turnierseite




Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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Krennwurzn Krennwurzn 19.08.2019 11:00
Beim Giri Endspiel ist interessant, dass die Stellung
also nach 48. b7 Tb2 für Weiß gewonnen wäre, wenn Schwarz am Zug wäre!
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