In seiner Partie gegen Firouzja bewies Caruana einmal mehr seine Vielseitigkeit. Mit einer ruhigen Eröffnung lenkte er die Partie in positionelles Fahrwasser. Firouzja verbrauchte auf der Suche nach dem richtigen Plan Unmengen an Bedenkzeit, aber fand dennoch kein Konzept und so kam Caruana zu einem überzeugenden Sieg.

Fabiano Caruana | Foto: Lennart Ootes
Caruana lässt die Geschehnisse noch einmal Revue passieren
Für deutlich mehr Drama sorgten Maxime Vachier-Lagrave und Levon Aronian. Aronian geriet früh in Nachteil, nachdem er in einem scharfen Abspiel des Franzosen in einer bekannten theoretischen Variante die Züge verwechselt hatte. Aber nach ungenauem Spiel Vachier-Lagraves konnte Aronian den Ausgleich wiederherstellen, nur um dann in einer Stellung mit ungleichfarbigen Läufern erneut überspielt zu werden. Doch am Ende hatte Aronian das Glück auf seiner Seite: In einer technischen Gewinnstellung verlor Vachier-Lagrave den Faden und Aronian konnte sich in ein Endspiel König+Turm gegen König+Turm+Läufer retten, das er mühelos Remis hielt.
Ein sichtlich gut gelaunter Aronian erzählt, wie er die fast schon verlorene Partie noch gerettet hat.
Die drei anderen Partien der Runde endeten ohne größere Aufregung mit Remis. Nach drei Runden führen Caruana, Aronian und Pragg mit je 2 aus 3 die Tabelle an.
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