Sokolovs "Understanding Middlegame Strategies" - eine Rezension

21.10.2020 – Ivan Sokolov ist bekannt für sein beeindruckendes Angriffsspiel. Das entsteht am häufigsten aus dem Mittelspiel - in den zwei Bänden seiner Fritztrainer-Reihe "Understanding Middlegame Strategies" untersucht der Großmeister das Thema ausführlich. Mark Arenhövel hat sich beide DVDs angesehen.

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von Mark Arenhövel

Bislang war mir Ivan Sokolov nur als ehemaliger Topgroßmeister, Sekundant von Jan Timman und vor allem als Buchautor ein Begriff. In seinem modernen Klassiker “Winning Chess Middlegames. An Essential Guide to Pawn Structures” überzeugte Sokolov mit seiner Fähigkeit, das Material zu strukturieren und didaktisch anzuordnen. Daher war ich gespannt, wie er sich auf seinen beiden DVDs „Understanding Middlegame Strategies. Vol. 1 – Dynamic Pawns“ und „Vol. 2 Practical Play“ präsentieren würde. Es sind ja unzählige Bücher und auch viele DVDs zum Mittelspiel erschienen, doch häufig bieten sie kaum mehr als kommentierte Partien rund um die Themen „Offene Linien“, „guter Springer gegen schlechten Läufer“, „Königssicherheit“, „Entwicklung“, „Raum“, „Angriff und Verteidigung“ usw. Sokolovs DVDs werden beworben mit dem Versprechen, die vorgeführten „Modellpartien“ sollten dem Rezipienten genügend Einblick in die behandelten Themen geben, um das Gelernte in den eigenen Partien selbst anzuwenden. Das Ziel der beiden DVDs ist damit explizit, das Schachverständnis des Zuschauenden zu nutzen und die praktische Spielstärke zu vergrößern.

Understanding Middlegame Strategies Vol.1 and 2

These DVDs are about Understanding Middlegame Strategies. In the first DVD dynamic decisions involving pawns are discussed. The second DVD deals with decision making process concerning practical play.

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Die beiden DVDs sind ähnlich strukturiert, können aber auch separat angeschaut werden, d.h. sie bauen nicht aufeinander auf, obwohl es durchaus sinnvoll ist, beide Teile eingehend zu studieren. Im ersten Teil geht es um „kleinere Opfer“ - ein oder sogar zwei Bauern oder die Qualität, um „Bauernsturm“, „Bauerninseln“ und das im modernen Schach geradezu in Mode gekommene „Vorstoßen des g- und h-Bauern“; Teil zwei behandelt das Problem des „richtigen Abtauschs“, ferner geht es um den König, der in einigen Eröffnungen auf die Rochade verzichtet und selbständig den Bauern g7 verteidigt, indem er nach f8 zieht (häufiger anzutreffen in einigen Abspielen des Franzosen oder auch in Caro-Kann), um Türme auf halb-offenen Linien (Sokolov selbst spricht hier seltsamerweise immer von „offenen Linien“) und auf das bewusste „Provozieren von Krisen“, um gegen schwächere Gegner auf Gewinn zu spielen oder den Kurs der Partie drastisch zu ändern. Beide DVDs werden abgerundet durch eine kleinere Datenbank mit ergänzenden, kommentierten Partien und einem interaktiven Training im FritzTrainer-Format. Bevor wir uns gemeinsam den Inhalt der beiden DVDs etwas genauer anschauen, noch ein kurzes Wort zum Präsentationsstil von Sokolov. Sicherlich ist es höchst subjektiv, die Art und Weise beurteilen zu wollen, wie jemand sein Material im Video vorstellt. Der Stil, wie Sokolov kommuniziert, liegt irgendwo zwischen dem extrovertierten Daniel King und Viktor Bologan (den ich sehr schätze), der kein Wort zuviel sagt. Jedenfalls gelingt es Sokolov, seinen Zuhörer auch in einem 30-minütigen Clip über eine Partie nicht zu verlieren, mitunter streut er sogar kleine Anekdoten ein, so etwa über seine Zusammenarbeit mit Timman, als es darum ging, dass der „Chef“ zum Horror seiner Sekundanten eine schwierige Variante unbedingt spielen wollte und Sokolov (wie auch Ulf Andersson) Überstunden machen mussten... Sokolov ist darüber hinaus immer darum bemüht, die Stellungen so weit zu erklären, dass selbst schwächere Klub- oder Turnierspieler seinen Ausführungen folgen können – auch kleine, eigentlich offensichtliche Taktikfinessen werden gezeigt, so dass jedem, der an seinem Schachverständnis arbeiten möchte, beide DVDs wärmstens empfohlen werden können.

 

Teil 1) Dynamische Bauern

Das gemeinsame Motiv der vier auf dieser DVD behandelten Themen ist die dynamische Behandlung der Bauern. Durch aktives – mitunter unerwartetes Bauernspiel – wird die Struktur der Stellung radikal geändert. Im ersten Themenkomplex geht es um Bauernopfer, die unterschiedliche Zwecke verfolgen können.

 

Diese Stellung ergab sich in der Partie Jussupow – Ivanchuk (Riga 1995) mit Weiß am Zug. Die strategische Idee, die Sokolov nun erläutert, liegt darin, mit einem (oder vielleicht zwei) Bauernopfer(n) riesigen Entwicklungsvorsprung zu erlangen. Wenn man dann das Konzept versteht (König in der Mitte, Linien gegen den König öffnen usw., ist die Lösung plötzlich ganz einfach…

Insgesamt präsentiert Sokolov sechs Partien in diesem Abschnitt, wobei es immer darum geht, das dynamische Potenzial der Bauern zu nutzen, indem durch Bauernopfer die Stellung gegen den König geöffnet wird oder etwas weniger direkt das Zusammenspiel der anderen Figuren optimal zur Geltung gebracht wird. Durch die verschiedenen Beispiele entwickelt sich beim Zusehen und Studieren der Partien ein Gefühl für die unterschiedlichen Formen von Kompensation, die sich für einen (oder sogar zwei) Bauern ergeben können. Geradezu aufregend und Augen öffnend in diesem Kontext ist die Partie Carlsen – Giri (Shamkir 2019). Bei der Auswahl der Musterpartien greift Sokolov auf klassische Partien wie auch auf Partien der jüngsten Vergangenheit zurück.

 

Im zweiten Abschnitt geht es darum, durch das Opfer einer Leichtfigur ein starkes, bewegliches Bauernzentrum zu bekommen und einen Bauernsturm zu initiieren. Das ist, wie auch Sokolov bemerkt, kein neues strategisches Thema, allerdings sind seine Beispiele auch hier wieder exzellent. Das erste Beispiel stammt aus einer Matchpartie Kasparov – Timman (Hilversum 1985):

 

Schwarz hat 16. … e5 gezogen und Kasparov entkorkte das überraschende 17. Sf5:. Immerhin hat der Springer nach 17. … Lc8 kein (gutes) Rückzugsfeld, aber mit 18. Sd4 oder sogar 18. f4! bekommt Weiß ein unwiderstehliches Zentrum.  Insgesamt vier Partien präsentiert Sokolov in diesem Abschnitt, womit das Konzept deutlich wird. Man muss dann nur noch den Mut haben, so auch in eigenen Partien zu spielen und auf die Kraft des „Bauernsturms“ zu vertrauen…

Das schwächste Kapitel der beiden DVDs bildet aus meiner Sicht Sokolovs Behandlung des Themas, wann man freiwillig die Schaffung von Bauerninseln zulassen soll. Ein einziges Beispiel zum Thema (So – Topalov, Saint Louis 2016) ist etwas mager, und ob hier überhaupt von einem strategischen Konzept gesprochen werden kann, wäre zu diskutieren.

Dieser Kritikpunkt wird durch das letzte Thema der ersten DVD vollauf kompensiert. Hier geht es um den gerade im modernen Schach populär gewordenen Vorstoß des g- und/oder h-Bauern, um das dynamische Potenzial der Stellung auszunützen. Dmitry Kryakvin hat dazu jüngst eine Monographie vorgestellt – „Attacking with g2-g4. The Modern Way to Get the Upper Hand in Chess“ – aber Sokolov zeigt, dass man auch hier von den Klassikern lernen kann.

 

In der Partie Kortchnoi – Polugajevsky (Leningrad 1956) folgte hier 14. Ke2 mit der Idee, erst den h-Bauern vorzuziehen, dann den g-Bauern folgen zu lassen, die h-Linie zu öffnen und nach dem Opfer des Springers auf g6 eine spannende, umkämpfte Partie zu gewinnen.

Das gleiche Thema wird überzeugend von Nepomniachi gegen Bacrot (Olympiade 2018) vorgeführt:

 

Nepo zog 8. h4!, ließ später g4 folgen und gewann überzeugend.

Insgesamt 5 Partien werden im Video ausführlich kommentiert und Sokolov beschwört den Zuschauer geradezu, auch in eigenen Partien würden sich Gelegenheiten für eine so beherzte Stellungsbehandlung ergeben. Analysierte Bonuspartien runden hier das Bild stimmig ab. Sokolov zeigt, dass sich dieses Motiv in offenen, halb-offenen und auch geschlossenen Eröffnungen ergeben kann – und zwar für Weiß wie auch für Schwarz. Angekündigt waren ja auch interaktive Übungen zu den unterschiedlichen Inhalten, doch – und dies ist mein zweiter Kritikpunkt – fallen diese Übungen sehr enttäuschend aus: Von den 6 Aufgaben stammen 5 aus im Video vorgeführten Partien, so dass hier nicht der Lernerfolg getestet oder das Stellungsgefühl geübt wird, sondern einzig und allein das Gedächtnis. Hier wäre es doch wirklich ein Leichtes gewesen, aus dem reichen Material neue Übungen zu generieren. Doch nun zur zweiten DVD:

 

Teil 2) Praktisches Spiel

Etwas kleinlich könnte man bemerken, dass die inhaltliche Trennung der beiden DVDs nicht ganz zu überzeugen weiß, hätten doch das zweite Kapitel – der König auf f8 verteidigt sich selbst – und das dritte – Offene Linien – auch gut zur ersten DVD gepasst; betrachtet man aber beide DVDs als zusammengehörig, fällt das wirklich nicht ins Gewicht. Von ungemein praktischer Bedeutung ist auf jeden Fall das erste Thema, nämlich die alte Frage des „richtigen“ Tauschs. Sokolov verzichtet hier auf die Diskussion des berühmten Springertauschs gegen einen Läufer von Fischer gegen Petrosian und präsentiert statt dessen sieben Beispiele, die den Bogen spannen von Botwinnik (in einer 1963 gegen Donner gespielten Partie) bis hin zu Carlsen (gegen So 2015 und Dreev 2017). Die Botwinnikpartie demonstriert aufs Feinste, wie ein strategisches Motiv eine ganze Partie durchzieht und sich am Ende als spielentscheidend erweist.

 

Gegen Donner zog Botwinnik hier 14. Sd4!, tauschte freiwillig seinen starken Läufer auf g2, um dann konsequent die Schwäche c6 im schwarzen Lager zu belagern und zu besetzen und so den Widerstand von Schwarz zu brechen. Hier zeigt sich auch der Klassenunterschied in der Stellungsbewertung zwischen dem Weltmeister und dem holländischen Großmeister. Schwarz kommt in der gesamten Partie nicht richtig auf die Beine und geht an der Schwäche auf c6 zugrunde. Großes strategisches Schach, ebenso hervorragend demonstriert von Sokolov. Das Thema kann auf einer DVD natürlich nicht erschöpfend behandelt werden, doch Sokolov zeigt verständlich und nachvollziehbar, wie ein strategischer Vorteil durch den richtigen Abtausch gesichert werden oder eine prekäre Stellung durch richtige Abtausche dem Remis nähergebracht werden kann. Gerade für schwächere Spieler wird es von großem Nutzen sein, die Relevanz des Abtauschs zu bedenken, denn wichtig ist nicht, was getauscht wird, sondern was übrig bleibt…

Das folgende Kapitel erscheint als etwas randständig. Sokolov analysiert Stellungen, in denen der König den Bauern auf g7 durch den Zug Kf8 deckt, so die Rochade aufgibt und hofft, auf einem anderen Teil des Bretts Vorteil oder Gegenspiel zu bekommen. Sokolov demonstriert anhand von vier Partien, dass dies in dem einen Fall gut geht, in dem anderen aber nicht so gut. Mit einer mir vorher nicht bekannten Fischerpartie (gegen Hook, gespielt auf der Olympiade in Siegen 1970) zeigt Sokolov, wie der Angriff in einem solchen Fall geführt werden sollte.

 

In dieser bekannten Stellung, die sich aus der Winawer-Variante der Französischen Verteidigung ergibt, zog Fischer, der in der Regel unkalkulierbare Risiken scheute, zunächst 9. Dd1, um den Bauern c2 zu decken und setzte dann thematisch mit h4, h5, gefolgt von Th4 fort. Die Diagrammstellung wird auch in der folgenden Musterpartie diskutiert (Caruana – Naroditsky, Meisterschaft der USA 2017), in der Caruana 9.Sf3 zog, einen Bauern opferte und auf seinen Eröffnungsvorteil setzte. Sokolov führt eine dritte Partie vor, die sich aus der Diagrammstellung heraus entwickelt (J. van Foreest – van der Lende, Vlissingen 2018) und zeigt, wie sich das Spiel entwickelt, wenn Schwarz eine andere Verteidigung wählt als in den beiden ersten Beispielen. Diese Partien sind in ihrer Systematik auch für Spieler interessant, die niemals in einem Franzosen landen werden – egal ob mit Weiß oder Schwarz – da Sokolov die strategischen Besonderheiten der Stellung diskutiert – Abtausch des schwarzen Läufers c8 über a6, Damentausch, Festigung der Stellung als Ziele der schwarzen Strategie vs. Turmlift h1-h3 oder h4, Tf4, Öffnung der Stellung (c3-c4) und Königsangriff für Weiß. Die Diskussion um dieses Thema wird abgeschlossen durch eine spannende Partie zwischen Kasparov und Timman (Prag 1998), die sich aus dem angenommenen Damengambit heraus in ähnliche strategische Strukturen entwickelt: Hier geht es also auch um Mustererkennung und die Fähigkeit, Analogien zwischen Stellungen zu sehen, die Grundmotive teilen.

Beispiele zur Entwicklung von Stellungen mit offenen Linien oder besser: halboffenen Linien hätte man wohl eher auf der ersten DVD erwartet, wie man auch denken könnte, das Thema sei doch hinlänglich bekannt und schon vielfach – selbst auf Anfängerniveau – behandelt. Sokolov schafft es aber wieder einmal, hier etwas Besonderes zu bieten. In der folgenden Stellung spielte Gelfand (gegen Karjakin, World Cup 2009) einen fantastischen Zug, der in seinen Folgen gar nicht mal so schwer zu berechnen ist, aber man muss erstmal einen solchen Zug als Kandidatenzug sehen:

 

Weiß hatte 11. Te1 gezogen mit der Drohung Ld5: und Te7: Schwarz scheint als Antwort 11. … Le6 oder auch 11. … Lf6 zu haben, beide Züge wehren die Drohung ab, führen aber zu leicht besserem Spiel für Weiß. Gelfand spielte hier das zunächst überraschende 11. … Ta6! mit der Idee, den Turm nach g6 zu schwenken und gegen die geschwächte Königsstellung (h3 ist eine Schwächung, g2 wird direkt angegriffen) aufs Korn zu nehmen. Karjakin scheute die Verwicklungen, die wohl auf Remis durch Dauerschach hinauslaufen, zog 12. Dh5 und verlor schließlich die Partie. Ein überzeugendes Konzept des Schwarzen. Dieses Beispiel zeigt, worum es Sokolov in diesem Kapitel geht. Nicht das Eindringen des Turms auf der siebten Reihe ist hier das Thema, sondern das kunstvolle Turmspiel gegen Schwächen.

Dies zeigt auch das folgende klassische Beispiel, entnommen der Partie Kortschnoi gegen Bronstein (Meisterschaft der UdSSR, 1959). 

 

Auch in dieser Partie waren der g- und h-Bauer raumgreifend vorgestoßen und Weiß steht jetzt vor der Wahl, wie er die Stellung öffnet, um seinen Türmen Zugang zur schwarzen Stellung zu gewähren. Man könnte auch sagen, dass Weiß mit dem folgenden Manöver eine zweite Schwäche schafft, denn in der Partie wird er nie auf der g-Linie durchbrechen, aber Kortschnoi öffnet auf der anderen Seite die Stellung und gewinnt im Spiel gegen den lang-rochierten schwarzen König. 

Es folgte 25. Sf5! und nach dem Springerabtausch zog Kortschnoi Tg3 mit Spiel in der g-Linie.

Das letzte von Sokolov behandelte Thema ist eine großmeisterliche Vorlesung darüber, wie man bewusst Krisen herbeiführt, um den Gang der Partie radikal zu verändern, sei es, um strukturelle Probleme zu überwinden oder um einen schwächeren Gegner auf ein Terrain zu locken, auf dem er die Orientierung verliert. So musste Kramnik mit Schwarz gegen Galkin in der russischen Meisterschaft 2011 unbedingt gewinnen und schon seine Eröffnungswahl zeigte, dass er es gegen den deutlich elo-schwächeren Gegner von Beginn an auf strategische Ungleichheiten anlegte.

 

Kramnik verkomplizierte das Spiel mit 8. … b6 !?, was nach 9. c6 Lb4: 10. cd7: auf ein Figurenopfer hinauslief mit scharfem Spiel für beide Seiten. Kramnik fand sich anschließend in den Komplikationen besser zurecht und siegte durch einen groben Fehler Galkins in ausgeglichener Stellung. Seine Strategie hatte sich ausgezahlt. Sokolov demonstriert dieses Thema anhand von vier Partien, wobei er auch zwei eigene erfolgreiche Versuche, eine Krise zu provozieren, vorführt. Dies ist besonders lehrreich, da er natürlich über seine eigenen Gedankengänge und Abwägungsprozesse beim Spielen der „kritischen“ Züge bestens Bescheid weiß. Dies ist natürlich ein schwieriges Thema, welches sich kaum durch reines Partienstudium erfassen lässt, aber im Repertoire eines stärkeren Spielers kann es durchaus eine interessante Waffe sein. Abgerundet wird diese zweite DVD durch 16 weitere Partien, welche die einzelnen Themen abermals beleuchten.

Schade wiederum ist, dass das interaktive Training wie schon auf der ersten DVD reines Gedächtnistraining darstellt. Sollte Sokolov die Möglichkeit haben, weitere DVDs dieser Art aufzunehmen, so wäre es schön, wenn er die Möglichkeiten des interaktiven Trainings insoweit ausreizen könnte, den Zuschauer über neuem, unbekanntem Material selbständig brüten zu lassen.

Fazit: Abgesehen von den kleinen angemerkten Kritikpunkten sind beide DVDs vollauf zu empfehlen. Es macht Spaß, mit der chessbase-Suchfunktion selbst auf die Suche zu gehen nach Partien, die zu den behandelten Themen passen. Wer den Ausführungen von Sokolov aufmerksam folgt und die Beispiele studiert wird in seinen eigenen Partien plötzlich Elemente erkennen, die ihm vorher so nicht vor Augen standen. Mehr kann man von Mittelspiel-DVDs wohl nicht erwarten!



Themen: Rezension
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