Spannendes Finale bei den DJEM 2008

20.05.2008 – Die meisten Plätze bei den Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften waren bis zum Schluss noch hart umkämpft. Neben dem Titel ging es für die Jugendlichen auch um die begehrten Qualifikationsplätze zu den kommenden Jugendeuropa- und Weltmeisterschaften. Die Veranstaltung der Deutschen Schachjugend im Sauerlandsternhotel in Willingen hat sich inzwischen zu einer der größten Jugendsportveranstaltungen Deutschlands entwickelt. Über 500 Spieler und ebenso viele Betreuer und Eltern nahmen teil. Mit Radio DEM und zahlreichen Rahmenaktionen wurden alle bei bester Laune gehalten. Das deustche Jugendschach braucht keine Vergleich mit anderen Sportarten zu scheuen. So wurden bei der Miniolympiade die Sportgeräte gegen alle Gesetze der Schwerkraft aufgetürmt (Bild). Das sollen die Ballsportler erstmal nachmachen.Turnierseite mit vielen Infos...Abschlussbericht, Bilder, alle Partien...

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DJEM 2008: alle Partien...
 

Kein Platz für schwache Nerven
Abschlussrunde bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Schachjugend
Von Christian Warneke
Fotos: Deutsche Schachjugend


Hmmm...

Mit einer dramatischen Schlussrunde endeten die Deutschen Einzelmeisterschaften der Schachjugend in Willingen / Hessen. Die Nervosität im ließ sich im Turniersaal fast mit Händen greifen. Denn neben dem Kampf um den Meistertitel stand auch für Nächstplatzierten das Duell um mögliche Qualifikationen zu Welt- und Europameisterschaften an.



„Das war auch eine besondere Konstellation: In neun der zehn Alterklassen gab vor der Abschlussrunde noch mehrere Spieler, die den Titel erringen konnten“, sagt Bernd Rosen, Leistungssportbeauftragter der Deutschen Schachjugend „Da kommt natürlich auch die Angst ins Spiel!“ Hektische Blicke auf die Konkurrenz, Daumen drückende Eltern und nervöse Betreuer erzeugten eine einzigartige Atmosphäre im Spielsaal. „Manchen Eltern mussten wir sogar das Zuschauen verbieten. Die waren so neben der Spur, die hätten uns die Spieler völlig verrückt gemacht“ verrät ein erfahrener Trainer aus Norddeutschland.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen: „Es gab auch wieder einige Überraschungen in der letzten Runde“ so Rosen „das bestätigt mich in meiner Auffassung, dass man gerade bei den Deutschen Einzelmeisterschaften keinen Siegertipp abgeben darf. Hier kann sich nie jemand sicher fühlen!“ Tatsächlich kämpften die jungen Schachtalente beharrlich um den Sieg.

Dies zahlte sich zum Beispiel für Filiz Osmanodja (USV TU Dresden/ Sachsen) aus, die in der Alterklasse U12 mit ihrem Schlussrundensieg den bislang führenden Matthias Blübaum (SV Königsspringer Lemgo/ NRW) noch überholen konnte. „Das fühlt sich schon toll an, zum zweiten Mal beide Titel zu holen!“ sagte die Dresdnerin nach der Partie.


Filiz Osmanodja

Auf den Plätzen folgen Hans Möhn (SC 1911 Großröhrsdorf/ Sachsen) und Jonas Lampert (SK Weiße Dame/ Hamburg).

Eine besonders kuriose Situation gab es in der Alterklasse U16. Spitzenreiter Julian Jorczik (Schachklub München-Südost/ Bayern) verlor seine Partie und musste um den Titel bangen.


Julian Jorczik

Doch da sein Kontrahent Andreas Heimann (SC Dreiländereck / Baden) nach langem Kampf ebenfalls die Waffen strecken musste, reichte sogar die Niederlage zum Titelgewinn.

Relativ früh erledigten die Favoriten in der U18 und U18w ihre Schlussrundenaufgaben. Melanie Ohme (SC Leipzig-Gohlis/ Sachsen) kam bereits in der Eröffnung in Vorteil und verwertete diesen konsequent.


Melanie Ohme

Auf Rang zwei platzierte sich Diana Hannes (SV Medizin Erfurt/ Thüringen) mit einer starken Turnierleistung und am Ende sieben Punkten. Petr Lichmann (SV Werder Bremen/ Bremen) reichte ein Remis zum Gesamtsieg. Den zweiten Platz erkämpfte sich Jonathan Carlstedt (SK Marmstorf GW Harburg/ Hamburg) mit 6,5 Punkten.

Wenige Experten hatten auf Bo Penne (USV Potsdam/ Brandenburg) als neue Deutsche Meisterin der Altersklasse U16w getippt.


Bo Penne

Doch die Brandenburgerin sammelte Punkt und Punkt ein und gewann in der dritten Runde sogar mit den schwarzen Steinen gegen die Spielerin des Jahres und Favoritin Anna Endress (TSV Schott Mainz/ Rheinland-Pfalz), die am Ende Rang zwei erreichte.

Seiner Favoritenstellung gerecht wurde Jens Kotainy (SV Turm Hohenlimburg 1926/ NRW) in der U14. Trotz seiner Auftaktniederlage erzielte er sieben Punkte aus neun Partien und wurde mit einem ganzen Punkt Vorsprung Deutscher Meister.


Jens Kotainy

Auf den Plätzen folgten Till Schreiner (SC Turm Lüneburg/ Niedersachsen) und Franz Bräuer (SV Jenapharm Jena/ Thüringen). Bereits den dritten Meistertitel in Folge errang Hanna Marie Klek (SC Erlangen 48/88/ Bayern) in der U14w: „Wegen meiner Wertungszahl hatte ich hier von Anfang an die Favoritenrolle. Ich freue mich, dass es dann auch so gut gelaufen ist“, sagte sie nach der Partie.


Hanna Marie Klek

Die Plätze zwei und drei erreichten mit je sieben Punkten Anja Schulz (Muldental Wilkau-Haßlau/ Sachsen) und My Linh Tran (SC Ladja Roßdorf/ Hessen).

Der neue deutsche Meister der Alterklasse U10 heißt Jan-Christian Schröder (SV „Lahn“ Limburg/ Hessen).

Mit einem Remis in der Abschlussrunde kam er auf insgesamt 9 Punkte aus 11 Partien und einen halben Punkt Vorsprung vor Leonid Sawlin (TuS Makkabi Berlin/ Berlin).

Die Altersklasse U10w gewann Sonja Maria Bluhm (Sfr. Neuberg/ Hessen) mit 7,5 Punkten.

Drei Spielerinnen waren punktgleich mit 6,5 Punkten in die Abschlussrunde gegangen. Doch Nicole Manusina (HSK Post Hannover/ Niedersachsen, remis) und Andrea Srokovskiy (Ooser SC 1930 Baden-Baden/ Baden, Niederlage) landeten auf den Plätzen zwei und drei.

Die Deutschen Einzelmeisterschaften der Schachjugend sind das zentrale Jugendturnier der Schachszene. Neun Tage lang kämpfen Schachtalente aus ganz Deutschland bei dieser im Jugendsport einzigartigen Veranstaltung um den Deutschen Meistertitel und die Qualifikation zu Welt- und Europameisterschaften. Neben mehr als 500 Spielern sind weitere ca. 500 Trainer, Betreuer und Fans angereist. Zentraler Ausrichtungsort ist das Sauerland-Stern-Hotel mit den angeschlossenen Kongresshallen in Willingen / Hessen.

Die Deutsche Schachjugend ist mit 40 ehrenamtlichen Betreuern vor Ort und organisiert unter anderem ein umfangreiches Ausgleichs- und Rahmenprogramm. Außerdem gibt es jeden Tag eine Meisterschaftszeitung und tägliche Sendungen via Internet-Radio sowie Live-Übertragungen an 32 Partien über die Veranstaltungswebsite www.dem2008.de

Neben dem eigentlichen Turnier wird ein umfangreiches Rahmenprogramm angeboten. Außerdem wurde das Ergebnis der Wahl "Spieler des Jahres" bekannt gegeben (s. Links, unten). Auch ein Trainer des Jahres wurde gewählt: Diese Auszeichnung erhielt Dr. Karsten Müller.



Als besonderen Gast begrüßte die Deutsche Schachjugend den Chairman der Schacholympiade Dr. Dirk Jordan.


Der Chairman der Schacholympiade Dr. Dirk Jordan

Weitere Bilder

Blitzturnier:



 

Rahmenprogramm:



Holzhacken für neue Schachfiguren? Nein, Bäume pflanzen!


Schwerkraft überwinden bei der Miniolympiade


Buntes beim New Games-Wettbewerb


Olympia-Show


Bewegung für Schachspieler


 

Trikotparade der Landesverbände:















 

Radio DEM...

Wahl zum Spieler / der Spielerin des Jahres (Ergenisse)...

Trainer des Jahres 2007: Karsten Müller...

 

 

 

 

 

 

 

 


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