25.08.2015 – Nach dem Turnier in Stavanager präsentiert sich Veselin Topalov auch in St. Louis in Bestform, Gestern rang er in einer langen Partie Hikaru Nakamura nieder. Magnus Carlsen kam gegen Fabiano Caruana im Zeitnotduell zu einem vollen Punkt. Caruana und auch Anand nach dessen Niederlage gegen Alexander Grischuk starten mit zwei Niederlagen in das Turnier. Analysen, Video (Update), die Bilder des Tages...
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Das ist der Sinquefield Cup
Vachier-Lagrave gegen Aronian
Gestern gab es in St. Louis beim Rex Sinquefield Cup eine weitere bunte Runde, wenn auch nicht ganz so spektakulär wie die erste Runde. Der Auftakt war noch wenig aufregend. Maxime Vachier-Lagrave wiederholte ein Abspiel in der Ragozin-Variante, das Topalov in Stavanger gegen Aronian gewählt hatte, doch der Armenier hatte mit 15...b6 eine Verbesserung vorbereitet und so gab es für den französischen Spitzenmann nichts zu holen. In der Folge kam es bald zum Damentausch und das entstandene Endspiel war völlig ausgeglichen. Nach nur eineinhalb Stunden Spiel war das Remis perfekt.
Maxime Vachier-Lagrave
Anish Giri gegen Wesley So
Auch die Partie zwischen Anish Giri und Wesley So dauerte nicht sehr lange. Hier stand eine Variante der Englischen Partie auf dem Brett, in der Schwarz mit frühem r5 versucht, das weiße Spiel im Zentrum zu unterbinden. Schon im 8. Zug kam es zum Damentausch und im folgenden Damenlosen Mittelspiel versuchte Giri durch Lavieren einen Ansatzpunkt für einen Angriff zu finden, was aber gegen Wesley So Verteidigungszüge nicht gelang. Nach einer taktischen Abwicklung landete die Partie im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Remis im 30. Zug.
Anish Giri
Wesley So
Grischuk gegen Anand
In der Partie gegen Anand wählte Alexander Grischuk das "Beschleunigte Londoner System" mit 2.Lf4, oder, wie er es nannte, die "correct Bishop Opening". Tatsächlich scheint 2.Lf4 gegen über 2.Sf3 und 3.Lf4 etwas giftiger zu sein. Genau die gleiche Eröffnung hatte Grischuk gegen Anand schon beim Eröffnungsblitz in Stavanger gespielt - und verloren. Bis zum 7. Zug verlief die Partie gleich. Mit 8.Dd4 statt 8.Sf3 suchte der russische GM sein Spiel zu verbessern. Anand fand dann keine harmonische Entwicklung und landete schließlich in seinem schlechten Endspiel.
Alexander Grischuk
Vishy Anand
Caruana gegen Carlsen
Magnus Carlsen war erneut mit einer Niederlage in ein Turnier der Grand Chess Tour gestartet. In Stavanger ließ er in den folgenden Runden zwei weitere folgen, unter anderem gegen Fabiano Caruana. Gestern befand sich der Weltmeister vor der Partie in einer ähnlich kritischen Situation. Natürlich wollte er gegen Caruana unbedingt gewinnen, um die Scharte aus Runde eins auszuwetzen, konnte aber mit den schwarzen Steinen auch immer Gefahr laufen, ausgekontert zu werden. In der Archangelsk-Variante der Spanischen Partie erreichte Carlsen eine solide Stellung und kam nach dem Vorstoß d6-d5 zu etwas Druckspiel im Zentrum. Ab dem 30. Zug wurde die Bedenkzeit knapp und der Rest der Partie wurde geblitzt. Mit dem 40. Zug beging der Amerikaner dann den entscheidenden Fehler.
Magnus Carlsen
Fabiano Caruana
Es geht los!
Nachbetrachtung mit Alejandro Ramirez
Topalov gegen Nakamura
Mit den weißen Steinen wählte Topalov zunächst 4.d3 gegen Nakamuras Angebot der Berliner Verteidigung, ging dann aber doch mit c3 und d3-d4 im Zentrum vor, nachdem Nakamura seinen Läufer nach c5 entwickelt hatte. Die Partie erhielt den Charakter der Italienischen Eröffnung und Topalov ergriff mit seinen Zentrumsvorstößen d4-d5 und e4-e5 verbunden mit einem Bauernopfer die Initiative. Nakamura verteidigte seine schlechtere Stellung lange, musste aber im 73. Zug doch aufgeben.
Veselin Topalov
Hikaru Nakamura
Die Partie dauerte bis etwa 1.30 Uhr (MESZ) nachts
In der Tabelle hat Topalov mit zwei Siegen die Führung übernommen. Anand und Caruana starteten mit zwei Niederlagen.
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Das Benkö-Gambit ist auf allerhöchstem Niveau zurück – und es ist leicht zu erkennen, warum. Schwarz opfert einen Bauern, um am Damenflügel die Initiative zu ergreifen, und erhält so anhaltenden Druck, aktive Figuren und offene Linien, die Weiß das Leben
Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und kann oftmals d5 in einem Zug spielen und ein Tempo sparen.
Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und dessen Stärke auf der langen Diagonale a1-h8 kommt gerade gegen die Anti-Sizilianer zur Geltung.
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