09.05.2013 – Die brisanteste Begegnung der zweiten Runde des Norway Chess Tournaments war natürlich die Partie zwischen Vishy Anand und Magnus Carlsen. Der Weltmeister und sein Herausforderer lieferten sich ein intensives Duell, doch am Ende teilten sie den Punkt. Es war eins von zwei Unentschieden, drei Partien wurden entschieden. Eine davon gewann der neue Tabellenführer Sergey Karjakin. Ergebnisse, Tabelle, Partien, Video...
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Runde 2, 9. Mai 2013
Magnus Carlsen
½-½
Viswanathan Anand
Veselin Topalov
½-½
Teimour Radjabov
Levon Aronian
1-0
Hikaru Nakamura
Wang Hao
1-0
Peter Svidler
Jon Ludvig Hammer
0-1
Sergey Karjakin
Das Duell Magnus Carlsen gegen Vishy Anand - im November spielen sie um die Weltmeisterschaft, in Stavanger trennten sie sich nach intensivem Kampf Remis.
Carlsen stand die ganze Partie über leicht besser, aber Anand verteidigte sich umsichtig. Nach 59 Zügen standen nur noch die beiden Könige und ein weißer Springer auf dem Brett: Remis.
Magnus Carlsen
Vishy Anand
Im Anschluss an die Partie gaben Magnus Carlsen und Vishy Anand eine sehenswerte Pressekonferenz, in der sie die Partie analysierten, kurz den kommenden Weltmeisterschaftskampf streiften und Fragen des Publikums beantworteten.
Was die Partie betrifft, so waren sich die beiden einig, dass Carlsen besser gestanden hatte, ja, Anand räumte sogar ein, in einem Moment geglaubt zu haben, er stünde auf Verlust, ohne jedoch einen konkreten Gewinn für Weiß gesehen zu haben. Zitat Anand: "Aber vielleicht habe ich mich nicht genug angestrengt. In solchen Stellungen ist es besser, wenn man nicht nach einem Gewinn für den Gegner sucht." Doch auch in der Analyse fanden die beiden keine klare Möglichkeit für Weiß, deutlichen Vorteil zu bekommen.
Hikaru Nakamura geriet gegen Levon Aronian kurz nach der Eröffnung auf Abwege und in eine strukturell deutlich schlechtere Stellung. Er verteidigte sich originell und einfallsreich, aber am Ende nutzte all das nichts und Aronian gewann.
Wang Hao
Wang Hao profitierte gegen Peter Svidler von der Risikobereitschaft des Großmeisters aus St. Petersburg. Svidler opferte bereits in der Eröffnung einen Bauern, ohne jedoch adäquate Kompensation dafür zu erhalten. Wang Hao hielt den Bauern fest und verwandelte ihn nach Überwindung einiger technischer Schwierigkeiten schließlich zum Gewinn.
Teymour Radjabov ging mit Schwarz gegen Veselin Topalov vorsichtig zu Werke und auch Topalov scheute das Risiko. So endete die Partie ohne größere Aufregung nach 40 Zügen mit Remis.
Jon Ludvig Hammer
Jon Ludvig hatte in der zweiten Runde nach seiner unglücklichen Auftaktniederlage gegen Peter Svidler mit einem in Hochform spielenden Sergey Karjakin wirklich keinen Aufbaugegner. Und tatsächlich überspielte Karjakin den Norweger in einem Dameninder mit Schwarz im Mittelspiel und opferte dann einen Bauern, um gefährlichen Angriff zu erhalten. Hammer parierte alle unmittelbaren Drohungen, aber landete trotzdem in einem schlechter stehenden Endspiel, das er nicht halten konnte.
Damit gewann Karjakin seine zweite Partie in Folge und ist mit 2 aus 2 alleiniger Tabellenführer.
Partien der Runden 1 bis 2
Runde 3 beginnt am Freitag, den 10. Mai, um 15 Uhr. Die Partien werden auf dem Fritz-Server übertragen, Premium-Mitglieder können die Live-Kommentare verfolgen (Deutsch und Englisch) und den Großmeistern Fragen zur Partien stellen.
ChessBaseDie ChessBase GmbH, mit Sitz in Hamburg, wurde 1987 gegründet und produziert Schachdatenbanken sowie Lehr- und Trainingskurse für Schachspieler. Seit 1997 veröffentlich ChessBase auf seiner Webseite aktuelle Nachrichten aus der Schachwelt. ChessBase News erscheint inzwischen in vier Sprachen und gilt weltweit als wichtigste Schachnachrichtenseite.
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Das Benkö-Gambit ist auf allerhöchstem Niveau zurück – und es ist leicht zu erkennen, warum. Schwarz opfert einen Bauern, um am Damenflügel die Initiative zu ergreifen, und erhält so anhaltenden Druck, aktive Figuren und offene Linien, die Weiß das Leben
Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und kann oftmals d5 in einem Zug spielen und ein Tempo sparen.
Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und dessen Stärke auf der langen Diagonale a1-h8 kommt gerade gegen die Anti-Sizilianer zur Geltung.
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