Stilvoller Massenandrang beim Wien Open

17.08.2003 – Eine Stunde lang mussten die Schachfans warten, bis sie bei der Anmeldung zur Internationalen Wiener Stadtmeisterschaft ihr Formular ausfüllen und die 55 Euro Startgeld (30 Euro für Internationale Meister) abgeben durften. Sie taten es gerne und ohne Murren, in der Hoffnung auf ein Stück vom 24.000 Euro großen Preisgeldkuchen. Alle späteren Nicht-Preisträger dürfen sich jetzt schon über den Spielsaal freuen - allein sein Anblick ist das Startgeld wert. Wer nicht dabei ist, muss neidisch in die Tischkante beißen, kann aber immerhin die Liverübertragungen der ersten 36 Bretter miterleben. Turnierseite mit Live-Übertragungen...Partien der Runde 1 zum Nachspielen...Evi Zickelbein berichtet aus Wien...

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Ein Turnier mit Stil
14. Internationale Offene Wiener Stadtmeisterschaften
16.8 - 24.8.03

In den Sommermonaten jagt ein stark besetztes Open das andere, die Internationalen Wiener Stadtmeisterschaften jedoch sind etwas ganz Besonderes: Gespielt wird im großen Festsaal des zwischen 1872 und 1883 erbauten neugotischen Rathauses – eindrucksvoller geht es nicht!

Es gibt ein stark besetztes A-Turnier mit ca. 220 Teilnehmern sowie ein B- und C-Turnier. Die ersten 36 Bretter (!) werden ins Internet übertragen.

Bei der Anmeldung herrschte ein solches Gedränge, dass man vermuten musste, dass es etwas umsonst gibt (siehe Foto)... Die Spieler warteten geduldig mehr als eine Stunde und selbst die IM’s zahlten ohne Murren ihr Startgeld von 30 EUR. Das schachliche Fußvolk ist mit 55 EUR dabei, doch allein der Spielsaal (siehe Foto) ist dieses Startgeld wert!



Gleich in der ersten Runde waren natürlich die Bretter der Stars am meisten umlagert: Grandseigneur Victor Korchnoi, Wunderkind Sergey Karjakin und der beste Österreicher Nikolaus Stanec hatten mit ihren Erstrundengegnern keine Probleme. Die Nummer zwei der Setzliste allerdings, GM Konstantin Landa, kam über ein Remis nicht hinaus!

Unsere Anreise aus Hamburg verlief durch mehrere defekte Maschinen der Billigfluglinie AirBerlin dermaßen chaotisch, dass wir fast genauso lange brauchten wie unsere holländischen Freunde, die mit dem Zug aus Utrecht anreisten. Bei der Landung wurden einige deutsche Proleten, die wohl den falschen Flug gebucht hatten und eigentlich nach „Malle“ wollten, gleich mit den strengeren österreichischen Sitten vertraut gemacht: Sie hatten während des Fluges Passagiere beleidigt und wurden am Flughafen in Wien-Schwechat von der Polizei begrüßt, im Flugzeug festgehalten und bei der nächsten Auffälligkeit müssen sie Österreich verlassen!



Im Akademiker- und Beamtenbezirk von Wien, dem 9. Bezirk, haben wir eine im Louis XVI-Stil eingerichtete Wohnung gemietet, die bisher außer der fehlenden Internetverbindung keine Wünsche offen ließ. Wenn dieses letzte Problem gelöst ist, steht weiteren Berichten aus Wien nichts im Wege!



Eva Maria Zickelbein




Themen Wien Open
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