Superbet Romania: Wesley So startet mit Sieg

von André Schulz
06.05.2022 – Fast die ganze Weltelite hat sich in Bukarest bei den Superbet Chess Classic Romania zum Auftakt der Grand Chess Tour 2022 versammelt. Garry Kasparov eröffnete das Turnier. Wesley So startete als einziger Spieler mit einem Sieg. | Fotos: Lennart ootes (Grand Chess Tour)

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Am Donnerstag startete im Bukarester Sheraton Hotel das erste Turnier der diesjährigen Grand Chess Tour. Insgesamt werden in dieser Serie in diesem Jahr fünf Turnier ausgetragen. Bei den Superbet Chess Classic Romania ist fast die ganze Weltelite versammelt, mit Ausnahme von Magnus Carlsen. Nach langer Turnierpause sitzt auch Alireza Firouzja wieder am Brett. Kurz vor dem Kandidatenturnier dient das Turnier in Rumänien für den weltbesten Junior sicher auch dazu, wieder etwas Praxis zu bekommen. Mit Fabiano Caruana, Ian Nepomniachtchi und Richard Rapport sind drei weitere Teilnehmer des Kandidatenturniers hier am Start. Die Runde wurde von Garry Kasparov eröffnet.

Der 13. Weltmeister ist Spiritus Rector der Grand Chess Tour.

Auf dieser DVD geht ein Expertenteam Kasparovs Spiel auf den Grund. In über 8 Stunden Videospielzeit beleuchten die Autoren Rogozenko, Marin, Reeh und Müller vier wesentliche Aspekte von Kasparovs Spielkunst: Eröffnung, Strategie, Taktik und Endspiel.

Mit Fabiano Caruana und Alireza Firouzja spielten zwei der Teilnehmer des Kandidatenturniers in Runde eins gegeneinander. Caruana führte die weißen Steine und eröffnete mit 1.c4. In einer recht ruhigen Partie in der Abtauschvariante des Abgelehnten Damengambits hatte Weiß etwas Vorteil, der aber nicht zum Gewinn reichte. Im 29. Zug endete die Partie remis.

Ein weiterer Teilnehmer des Kandidatenturniers, Ian Nepomniachtchi, traf auf den Vertreter des Gastgebers, den jungen rumänischen Großmeister Bogdan-Daniel Deac. Dieser wählte gegen Nepomniachtchis 1.e4 die Russische Verteidigung. Weiß gab in der Folge einen Bauern, um zum Angriff zu kommen, doch dieser reichte nur zum Remis durch dreifach Stellungswiederholung. 

Auch in der Partie zwischen Maxime Vachier-Lagrave und Leinier Dominguez stand die Russische Verteidigung auf dem Programm. Nach dem Damentausch entstand eine symmetrische Stellung, in der keine Seite Vorteil erzielen konnte. Die Partie endete ebenfalls remis. 

Levon Aronian hat es im Gegensatz zu seinem Gegner Richard Rapport nicht geschafft, sich für das Kandidatenturnier zu qualifizieren, obwohl viele seiner Fans den freundlichen und originellen Armenier, der jetzt für die USA spielt, dort gerne sehen würden. Auf der anderen Seite ist Richard Rapport sicher eine Bereicherung für das Kandidatenturnier. Gegen Aronians 1.d4 verteidigte Rapport sich mit dem Slawischen Damengambit und hatte dort keinerlei Probleme, die Partie im Gleichgewicht zu halten.

Eine Entscheidung brachte die Auftaktrunde des Turniers aber doch. Wesley So erreichte gegen Shakriyar Mamedyarovs Nimzoinder einen dauerhaften strukturellen Vorteil. Dem Dauerdruck seine Gegners hielt Mamedyarov lange Stand, machte dann aber doch einen entscheidenden Fehler.

Wesley So

 

 

Wesley So hat bei ChessBase 2 Eröffnungs-DVD veröffentlicht: 1.b3, der so genannte Nimzowitsch-Larsen-Angriff, aus weißer Sicht und seine Geheimnisse im modernen Italienisch (mit c3 und d3) aus schwarzer Sicht.

Ergebnisse

 

Tabelle

 

Partien

 

 

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André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.