Sutovsky gewinnt in Antwerpen

28.09.2009 – Am Samstag endete mit dem Inventi-Schachturnier in Antwerpen das best besetzte GM-Turnier in Belgien seit 15 Jahren. Emil Sutovsky war der eindeutige Sieger. Mit 7 Punkten (aus 9 Runden) distanzierte er das übrige Feld um 1,5 Punkte. Etienne Bacrot und Krishnan Sasikiran belegten die Plätze. In der letzten Runde ging es ungeachtet des nahenden Turnierendes in der Partie zwischen Bartosz Socko und Etienne Bacrot noch einmal richtig zur Sache. Im Geiste der Schachromantik lieferten sich die beiden Großmeister im Zweispringerspiel ein kompromissloses Gefecht mit vielen originellen Ideen. Mit dem Fritz 12-Schärfemesser auf Gehalt geprüft, war die Anzeige eindeutig: Schärfer geht es nicht! Turnierseite...Endstand, Partien, Schärfe...

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Mit Fritz 12 auf Schärfe geprüft

Socko,B (2637) - Bacrot,E (2709) [C59]
Inventi GM Antwerpen BEL (9), 26.09.2009

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1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 Das Zweispringerspiel führt zu kompliziertem Spiel 4.Sg5 Zwingt Schwarz zu einem Opfer. 4...d5
[Am schärfsten ist 4...Lc5 ]

5.exd5 Sa5
[Interessant ist 5...b5 und nun ist das bizarre 6.Lf1 am besten.] 6.Lb5+ c6 7.dxc6 bxc6 8.Le2

[Nakamura spielte kürzlich in der US-Meisterschaft mit Erfolg 8.Ld3 ]

8...h6 9.Sh3 [
Fischers Zug. Üblicher ist 9.Sf3 ] 9...g5 10.Sc3 Lg7

[10...g4!? 11.Sg1 Lc5 kam in Betracht.]

11.d3 Db6
[11...0–0 sieht hier nicht schlecht aus.]

12.Sg1 [
Wenn das die Idee von 9.Sh3 war, wird es schwer sein, weitere Anhänger für den Zug zu finden.]

12...g4 13.h3 h5 14.Se4 Sxe4 15.dxe4 Le6 16.hxg4 Td8 17.Ld3 Lxg4?!
[17...c5!?; 17...hxg4!?]

18.f3 Le6 19.b3 Sb7 20.De2 Dd4 21.Tb1 Db4+ 22.Kf2
[22.Ld2 Da3]

22...Sc5 23.Le3 f5 24.exf5 Sxd3+ 25.cxd3 Lxf5 26.Td1 Dc3 27.Tc1 Db4 28.d4 e4 29.fxe4 Lxe4 30.Txh5 Df8+ 31.Ke1 Db4+ 32.Kf1

32 ... 0–0+

Die schwarze Rochade erfolgt spät und unter sehr ungewöhnlichen Umständen.

33.Sf3 Tde8 34.Tcc5 Tf7 35.Thg5
Allmählich wird der weiße Vorteil offenkundig.

35...Tef8 36.Kg1

36... Ld5 37.Se5 Tf6 38.Sd7?!

[Weiß sollte hier am besten einfach seine Stellung verstärken, denn Schwarz kann kaum etwas unternehmen: 38.Tg3 Db8 39.Dg4 Dc7 40.Kh2 Te8 41.Lg5 Tfe6 42.Lf4 De7 43.Tc1 Tf8 44.Th1+-]

38...Tf1+


Der Schärfemesse in Fritz 12 zeigt hier maximale Schärfe an.


39.Kh2 [Nach 39.Dxf1 Txf1+ 40.Kxf1 Kh7 sind die weißen Figuren etwas unkoordiniert und Schwarz besitzt mit der Dame und den Läufern zumindest gute "Schummelchancen".]

39...T8f5 40.Txf5 Txf5 41.Dg4 Tf1 42.Dg3 Kf7 43.Tc2 Lxd4 44.Tf2+ Txf2 45.Dxf2+ Ke8 46.Lxd4 Kxd7 47.Df5+ Ke8 48.De5+ Kd7 49.Dg7+ Ke8 50.Dxa7 Dd6+ 51.Kg1 Dg6 52.Db8+ Kd7 53.Db7+ Kd6 54.Dg7 Db1+
[Nach 54...Dxg7 55.Lxg7 Le4 ist das Endspiel alles andere als klar gewonnen.]

55.Kh2 Dxa2 56.b4 Ke6 57.Lc5 Kf5 58.Kh3 Db3+ 59.Kh4

1–0


Hier gab Schwarz etwas überraschend auf (oder überschritt die Zeit?). Zwar droht Matt nach 60.g4.


Es droht g4 Matt (Funktion Drohung zeigen)

Nach 59...Dc4+ 60.g4+ Ke4 61.De7+ Kd3 62.Kh5 Df4 63.g5 Dh2+ 64.Kg6 Le4+ 65.Kf6 Dh8+ 66.Ke6 Dc8+ 67.Kf7 Df5+ 68.Df6 Dh7+ kommt der weiße Freibauer aber nicht voran und es ist nicht recht zu sehen, wie Weiß gewinnen will.

 

 

 

 

 


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