13.01.2013 – In der zweiten Runde des Tata Steel Turniers in Wijk aan Zee zeigten die Spitzenspieler,
warum sie schwer zu schlagen sind. Das führte in Gruppe A zwar zu sieben
Remis, aber auch zu kämpferischen, interessanten Partien. So wirkte die
Stellung von Magnus Carlsen, der sich in der Spitzenbegegnung gegen Levon
Aronian mit Schwarz in einem Königsinder versuchte, doch sehr verdächtig,
aber einmal mehr rettete sich Carlsen in ein Endspiel, in dem er die weißen
Vorteile neutralisieren konnte. Auch Weltmeister Vishy Anand demonstrierte
Defensivqualitäten und verteidigte sich in einem Spanier lange Zeit gegen
den heftigen Angriff Anish Giris, um schließlich ein Endspiel mit Mehrbauern
zu erreichen, das allerdings Remis war. Erstaunliche Zähigkeit und Widerstandskraft
zeigten auch Hikaru Nakamura, der eine verlorene Stellung gegen Ivan Sokolov
ins Remis rettete, und Hou Yifan, die lange Zeit alle Drohungen Van Welys
abwehrte und fast noch gewonnen hätte. Das Tabellenbild haben die sieben
Unentschieden natürlich nicht verändert und Sergey Karjakin und
Pentala Harikrishna liegen mit 1,5 aus 2 weiter in Führung.Turnierseite...Ergebnisse, Tabellen, Partien...
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IM Harald Schneider-Zinner widmet sich in diesem ersten Band ausführlich der Frage, warum wir klar bessere Stellungen oft nicht in einen Sieg umwandeln können – und wie wir das ändern.
Drei Ergebnisse sind beim Schach möglich. Klarer Sieger nach Häufigkeit
in Runde 2: ½-½.
Gruppe A
Runde 2, Sonntag, 13. Januar
Levon Aronian - Magnus Carlsen
½-½
Fabiano Caruana - Pentala Harikrishna
½-½
Anish Giri - Vishy Anand
½-½
Hikaru Nakamura - Ivan Sokolov
½-½
Wang Hao - Peter Leko
½-½
Erwin L'Ami - Sergey Karjakin
½-½
Loek Van Wely - Hou Yifan
½-½
Daniel King präsentiert das Highlight des Tages: Aronian - Carlsen
Levon Aronian
Magnus Carlsen profitierte einmal mehr von seiner Verteidigungskunst.
Anish Giri diktierte gegen Weltmeister Vishy Anand lange Zeit das Tempo, aber
konnte gegen die zähe Verteidigung Anands nicht ausrichten.
Anish Giri
Fabiano Caruana und...
...Pentala Harikrishna lieferten sich ein zähes Ringen, das im Damenendspiel
mit Remis durch Dauerschach endete.
Erwin l'Ami und Sergey Karjakin spielten ein unterhaltsames Remis und zauberten
auch in vereinfachter Stellung taktische Möglichkeiten aufs Brett.
Erwin l'Ami
Wang Hao gegen Peter Leko: wenig Aufregung, viel Abtausch, schnell Remis
Van Wely setzte Hou Yifan in einem Sizilianer lange unter Druck, aber die
Chinesin verteidigte sich präzise und erlaubte Van Wely keinen Durchbruch.
Auf der Suche nach einem Gewinn forcierte Van Wely schließlich eine
Abwicklung, doch das hätte sich leicht als Bumerang erweisen können.
Hou Yifan erhielt einen gefährlichen Freibauern, der ihr eine Gewinnstellung
bescherte. Doch mit knapper werdender Zeit ließ sie Van Wely ins Remis
entschlüpfen.
Mit einem blauen Auge davon gekommen: Loek Van Wely
Nach einem dubiosen Qualitätsopfer von Hikaru Nakamura (Weiß) erhielt
Ivan Sokolov eine Gewinnstellung, was bei Nakamura lang anhaltendes Kopfschütteln
auslöste. Doch obwohl er offensichtlich unzufrieden mit sich selbst war,
verteidigte sich der Amerikaner hartnäckig und Sokolov verdarb die Gewinnstellung
zum Remis.
Gruppe B
Runde 2, Sonntag, 13. Januar
Robin van Kampen - Jan Smeets
½-½
Nils Grandelius - Daniil Dubov
½-½
Alexander Ipatov - Maxim Turov
½-½
Arkadij Naiditsch - Sergey Tiviakov
0-1
Jan Timman - Sergei Movsesian
½-½
Predrag Nikolic - Sipke Ernst
1-0
Richard Rapport - Romain Edouard
1-0
Mit 0,5 aus 2 erwischte Arkadij Naiditsch keinen guten Start ins Turnier.
In Runde 2 spielte Naiditsch gegen ChessBase-Autor und Schachglobetrotter
Sergei Tiviakov, der jetzt mit 2 aus 2 alleiniger Spitzenreiter ist.
Spielt man in Wijk, schaut der Weltmeister schon mal zu.
Daniil Dubov
Sergey Movsesian
Zwei Runden, zwei Remis: der Holländer Jan Smeets
Großmeister lassen sich nur selten Matt setzen, sondern geben meistens
vorher auf. Doch die Partie Partie Richard Rapport - Romain Edouard endete
mit einem Matt, das an einen bekannten Vorgänger erinnert:
R. Rapport - R. Edouard
75th Tata Steel GpB Wijk aan Zee NED (2), 13.01.2013 Stellung nach 41.Dg6
Schwarz spielte 41...Sxe3 und hoffte wohl auf 42.fxe3 Dxh4+ mit Dauerschach.
Das Endspiel nach 41...Dxg6 42.Sxg6+ Kg8 43.Sxf4 Sxh4 ist verloren für
Schwarz, aber nach dem Textzug war die Partie gleich vorbei. 42.Dh7#
Dieses Mattmotiv erinnert an einen berühmten Vorgänger:
Deep Fritz - Vladimir Kramnik
Wettkampf Man versus Machine, Bonn 2006, Partie 2 Stellung nach 34.Sxf8
Kramnik zog 34...De3 (nach 34...Kg8 sollte die Partie Remis enden)
und 35.Dh7# übersieht ein Computer einfach nicht.
Gruppe C
Runde 2, Sonntag, 13. Januar
Alexandra Goryachkina - Mark van der Werf
½-½
Twan Burg - Hjorvar Gretarsson
0-1
Oleg Romanishin - Krikor Mekhitarian
½-½
Miguoel Admiraal - Igor Bitensky
½-½
David Klein - Lisa Schut
1-0
Alexander Kovchan - Sabino Brunello
0-1
Fernando Peralta - Robin Swinkels
1-0
Spitzenreiter Fernando Peralta aus Argentinien gelang gegen Robin Swinkels
ein sehenswerter Konter:
F. Peralta - R. Swinkels
75th Tata Steel GpC Wijk aan Zee NED (2), 13.01.2013
ChessBaseDie ChessBase GmbH, mit Sitz in Hamburg, wurde 1987 gegründet und produziert Schachdatenbanken sowie Lehr- und Trainingskurse für Schachspieler. Seit 1997 veröffentlich ChessBase auf seiner Webseite aktuelle Nachrichten aus der Schachwelt. ChessBase News erscheint inzwischen in vier Sprachen und gilt weltweit als wichtigste Schachnachrichtenseite.
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