Tata Steel Challengers: Eline Roebers verliert Französisch-Thriller, Yilmaz in Führung

von André Schulz
19.01.2023 – Nach einem Sieg über M. Amin Tabatabaei hat Mustafa Yilmaz im Challengers die alleinige Führung übernommen. Thomas Beerdsen stand gegen Eline Roebers völlig auf Verlust, kam aber mit seinem letzten Trick doch noch zu einem Sieg. Die Spieler des Masters legten eine Schachpause ein und spielten Fußball. | Fotos: Lennart Ootes/ Tata Steel Ches

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Beim Tata Steel Chess Turnier war der Mittwoch ein halber Ruhetag. Das Masters spielt morgen auf seinem Außentermin in der Johan Cruiff Arena und gönnte sich am Tag davor eine Pause. Im Challengers wurde gespielt. Hier wird die Pause morgen nachgeholt.

Einige der Spieler des Masters nutzten die Pause zum beliebten Fußballspiel, allen voran Magnus Carlsen. Aber auch sein Sekundant Peter Heine Nielsen war durchsetzungsstark.


Vor der 5. Runde des Challengers führten Mustafa Yilmaz, Velimir Ivic und der deutsche Nationalspieler Alexander Donchenko das Feld mit je drei Punkten an. Yilmaz traf in der fünften Runde auf M. Amin Tabatabaei. Mit den schwarzen Stein kam der türkische Großmeister in der Abtauschvariante des Damengambits kurz vor der Zeitkontrolle nach einem unvorbereiteten Zentrumsvorstoß seines Gegners (37.d5) entscheidend in Vorteil und entschied die Partie für sich.

Alexander Donchenko spielte gegen den Brasilianer Louis Paulo Supi remis und auch die Partie zwischen Erwin l'Ami und Velimir Ivic endete ohne Sieger, so dass Yilmaz nun als einziger Spieler mit vier Punkten die alleinige Führung übernommen hat.

Vasihali holte einen halben Punkt gegen ihren Landsmann Ahiban. Auch die Partie zwischen Max Warmerdam und Mishra Abhimanyu endete ohne Sieger.

Zu den Gewinnern dieser Runden gehörte aber Javokhir Sindarov. Der usbekische Goldmedaillengewinner der letzten Schacholympiade gewann seine Partie gegen Jergus Pechac. In der Skandinavischen Verteidigung mit Dd6 hatte Pechac wenig Freude an der Partie. Im frühen Mittelspiel verlor er einen Bauern und beim Übergang ins Endspiel einen zweiten. Im Doppelturmendspiel mit je einem Mehrbauern am Königs- und am Damenflügel zeigte Sindarov gute Endspieltechnik und ließ nichts mehr anbrennen.

Einen ganzen Punkt ergatterte auch Thomas Beerdsen gegen Eline Roebers. Wenn man sagen würde, dass dieser Punktgewinn glücklich war, wäre dies noch eine starke Untertreibung.

Gegen die Französische Verteidigung von Elina Roebers hatte Beerdsen eine sehr spekulative Variante mit frühem Damenausflug nach g4 und anschließendem Bauernraub auf g7 gewählt, stand dann aber bald mit materiellem Nachteil und schlechter Stellung mit dem Rücken zur Wand. Mit der letzten Patrone gelang Beerdsen dann aber doch noch ein Sieg gegen seine junge Gegnerin.

 

 

 

 

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André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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