Tata Steel Chess India: Mamedyarov kämpft

von Johannes Fischer
09.11.2018 – Während die Schachwelt nach London blickt, wo Magnus Carlsen und Fabiano Caruana um die Weltmeisterschaft spielen, sind etliche Weltklassespieler nach Indien gefahren, um in Kolkata das erste Tata Steel Chess India zu spielen, neun Runden Schnellschach und neun Runden Blitz. Am ersten Tag zeigte vor allem Shakhriyar Mamedyarov (Bild) Kampfgeist. | Foto: Alina l'Ami (Archiv)

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Tata Steel Chess India: Runden 1 bis 3

Tata Steel ist ein indisches Stahlunternehmen und Hauptsponsor des Traditionsturniers in Wijk aan Zee. Doch angesichts des indischen Schachbooms und der vielen indischen Talente entschied Tata Steel, dass die Zeit für ein Weltklasseturnier in Indien reif ist und so lud das Unternehmen fünf Weltklassespieler (Shakhriyar Mamedyarov, Wesley So, Levon Aronian, Sergey Karjakin und Hikaru Nakamura) nach Kolkata ein, um sich dort mit indischen Spitzenspielern (Vishy Anand, Pentala Harikrishna, Vidit Santosh Gurjathi und Surya Shekhar Ganguly) sowie den großen indischen Talenten Nihal Sarin und Rameshbabu Praggnanandhaa im Blitz- und Schnellschach zu messen. Nihal Sarin tritt allerdings nur im Schnellschach an, Praggnanandhaa nur im Blitz.

Das Schnellturnier findet vom 9. bis 11. November statt, an jedem Tag gibt's drei Runden, geblitzt wird am 13. und 14. November, doppelrundig. Die Bedenkzeit beim Schnellschach beträgt 25 Minuten für die ganze Partie, pro Zug gibt es einen Zeitzuschlag von 10 Sekunden. Beim Blitz haben die Spieler 5 Minuten für die ganze Partie und bekommen 3 Sekunden Zeitgutschrift pro Zug.

Dem Sieger im Schnellschach winken 10.000 Dollar, der beste Blitzer bekommt 7.500 Dollar.

Das Schnellturnier begann allerdings verhalten. Nur vier der bislang gespielten 15 Partien endeten mit einer Entscheidung. Den größten Kampfgeist zeigte dabei Shakhriyar Mamedyarov: er spielte kein einziges Remis, sondern gewann gegen Vidit und Ganguly, aber verlor gegen Pentala Harikrishna.

Damit liegt er nach drei Runden zusammen mit Levon Aronian und Pentala Harikrishna mit 2 aus 3 an der Spitze der Tabelle.

Tabelle

 

Partien

 

Turnierseite

 




Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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